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The Road
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Regie
John Hillcoat
Drehbuch
Joe Penhall
Produzenten
Paula Mae Schwartz, Steve Schwartz, Nick Wechsler
Genre Drama FSK 16 Filmlänge 111 min Land USA Kinostart 07.10.2010 DVD-Start 18.03.2011 Verleih Senator Film |
Story
Der Anfang vom Ende der Welt kam in der Nacht, als alle schliefen. Über die folgenden Jahre starben die Tiere und Pflanzen. Die Menschen verloren erst ihre Lebensgrundlagen und dann ihren Lebensmut. Diejenigen, die nicht den Freitod wählten, kämpfen seither Tag für Tag ums nackte Überleben. Winzig sind die Funken der Hoffnung, doch es gibt einige wenige, die noch an das Gute glauben. Wie der Mann, der nur für seinen Sohn am Leben bleibt und sich mit ihm auf die beschwerliche Reise nach Süden gemacht hat. Kilometer um Kilometer schleppen sie sich voran, immer auf der Suche nach Wasser und Nahrung. Sie gehen marodierenden Banden aus dem Weg und jenen, die begonnen haben ihre Mitmenschen zu essen. Jeder Fremde, den sie treffen, könnte ihr Tod sein oder ihnen die wenigen Dinge nehmen, die ihnen noch geblieben sind. Und doch wollen sie daran glauben, dass es am Ende der Straße noch einen Ort gibt, der besser ist als alles, was hinter ihnen liegt.
Schauspieler
Viggo Mortensen, Kodi Smit-McPhee, Charlize Theron, Robert Duvall, Guy Pearce, Molly Parker, Michael K. Williams, Garret Dillahunt, Bob Jennings, Agnes Herrmann, Buddy Sosthand, Kirk Brown, Jack Erdie, David August Lindauer, Gina Preciado
Filmkritik von Melanie Frommholz
„Die Tage sind kalt und grau. Kein Tier hat überlebt. Die Erde stirbt.“
Mit wenigen Sätzen wie diesen beschreibt Viggo Mortensen in „The Road“ die Welt nach der Apokalypse. Sätze, die direkt unter die Haut gehen. Es ist der Beginn eines Films, der einen mit einem tiefempfundenen Gefühl der Beklemmung zurücklässt. Regisseur John Hillcoat erzählt in düsteren Bildern eine Vater-Sohn-Geschichte, die bestimmt ist vom Kampf ums Überleben. Satt und sauber sind für die beiden Zustände, die in weiter Ferne schlummern. Nach dem Ende der Zivilisation kommt das Ende der Menschlichkeit mit Kannibalismus und Brutalität. Hillcoat bleibt mit der Inszenierung seiner postapokalyptischen Welt auf dem Boden der Realität und verliert sich nicht in philosophische Betrachtungen. Er stellt das innige Vater-Sohn-Verhältnis – ihre tiefe Liebe - in den Mittelpunkt seines Filmes und wählt damit eine ehrliche und klassische Annäherung an das Thema. Horror-Elemente wie Kannibalismus-Szenen mit abgetrennten Gliedmaßen und schreienden Menschen finden sich in seinem Film ebenso wie der wohltuende Hoffnungsschimmer, der uns solche Streifen ertragen lässt.
Getragen wird die düstere Szenerie von Viggo Mortensen als Vater und Kodi Smit-McPhee in der Rolle des Sohnes. Von Mortensen waren wir große Intensität auf der Leinwand und emotionale Ausdruckstärke ja bereits gewohnt, doch auch der junge Kodi erweist sich als starke Besetzung und trägt dazu bei, dass man an der Liebe zwischen Vater und Sohn keine Minute zweifelt. Wie er für seinen Vater Mitmenschlichkeit und Hilfsbereitschaft bewahrt rührt zutiefst. Beide Darsteller tragen die Handlung in beeindruckender Art und Weise mit großer Glaubwürdigkeit. Abgerundet wird der stimmige Gesamteindruck von „The Road“ durch passende Schnitt- und Tontechnik und einen unaufdringlichen Soundtrack.
„The Road“ – keine Film für einen vergnüglichen Abend, aber eine Geschichte, die berührt, bewegt und auf nachdrückliche Weise zum Nachdenken anregt.
Das Drehbuch basiert auf dem Roman von Cormac McCarthy.