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Vom Atmen unter Wasser (TV)
Vom Atmen unter Wasser
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Regie
Winfried Oelsner
Drehbuch
Lisa-Marie Dickreiter
Produzent
Hans-Hinrich Koch
Genre Drama Filmlänge 90 min Land Deutschland, 2008 Verleih av independents Film |
Story
Schon als Simon sieben Jahre alt war, wollte er seine kleine Schwester loswerden. Eifersüchtig darauf, dass die kleine Sarah alle Liebe der Eltern für sich beansprucht, brachte er sie mit ein bisschen Kleingeld zu einem Linienbus und ließ sie auf Nimmerwiedersehen losfahren. Der Plan gescheiterte, Sarah blieb der Familie erhalten – doch nicht auf Ewig. Als sie im Teenageralter ist, wird sie nach einer Party auf einem Spielplatz grausam ermordet. Jetzt, ein Jahr später, hat ihre Mutter Anne den Tod ihrer geliebten Tochter noch immer nicht verkraftet. Mit ihrer Kraft am Ende, schneidet sie sich die Pulsadern auf. Da Jo, Ehemann und Vater der Familie, seiner Arbeit weiter nachgehen muss, bittet er Simon wieder zu Hause einzuziehen. Diesem bleibt nichts anderes übrig, als sein Studium vorerst zu unterbrechen und dem Wunsch seines Vaters nachzukommen. Wieder Zuhause eingezogen, wird er mit dem Scherbenhaufen konfrontiert, den Sarahs unverhoffter Tod bei seinen Eltern hinterlassen hat.
Schauspieler
Andrea Sawatzki, Adrian Topol, Thorsten Merten, Paula Kalenberg, Julia Hartmann, Christin Heim, Mirco Kreibich, Gitta Schweighöfer, Adam Sikora, Janina Stopper
Filmkritik von Kathrin Lang
Deutschland und seine Fernsehfilme. Manchmal ist es nur schwer nachzuvollziehen, warum es manche Filme scheinbar spielend bis auf die Leinwände schaffen und andere, die durchaus auch Qualität und Potenzial besitzen, nicht. So kann man der Tatsache, dass „Vom Atmen unter Wasser“ voraussichtlich niemals im Kino zu sehen sein wird, nur kopfschüttelnd entgegentreten – denn was braucht ein Film mehr? Dieses Familiendrama bietet alles: von Schauspielern der Extraklasse, über grandios geschliffene Dialoge, bis hin zu einer stimmigen, schlüssigen und toll inszenierten Story. Andrea Sawatzki ist schon seit jeher eine großartige Schauspielerin und daran hat sich auch in „Vom Atmen unter Wasser“ nichts geändert. Tritt sie ins Bild, ist Gänsehaut vorprogrammiert. Mit einer unglaublichen Überzeugungskraft mimt sie ihren Charakter und erreicht den Zuschauer mit ihrer Darstellung an allen Ecken. Aber auch Adrian Topol hat mit seiner Darstellung einen großen Schritt nach vorne gemacht. Er ist merklich reifer geworden und meistert diese nicht einfache Rolle des verzweifelten Sohns, der sich in die familiäre Situation selbst nur schwer einordnen kann, mit Bravour. Weiter kaum verwunderlich ist es auch, dass die Drehbuchautorin Lisa-Marie Dickreiter viele Jahre an den Zeilen gefeilt hat. Die Dialoge sitzen wie angegossen, kein Wort wirkt deplaziert oder gar zuviel. Da hat sich die lange Arbeit wirklich gelohnt.
„Vom Atmen unter Wasser“: ein toller Film, der ein schwieriges Thema sensibel aber nicht mit Samthandschuhen angeht. Ein großes Drama, mit großen Schauspielern!
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Kommentare
Gabriele G. schreibt am 18.04.09, 14:33
Dieser Film zum Thema Trauer ist der schonungloseste, berührendste und damit wichtigste, den ich bisher sah. Er zeigt Trauer in all ihren Facetten und hinterläßt einen tief bewegt! Ich selbst - als verwaiste Mutter - weiß, wovon ich spreche. Ich bin sehr dankbar für diesen Film und empfehle ihn sehr!
conny schreibt am 06.04.11, 12:36
höchste Punktzahl-
alle Schauspieler sehr gut, vor allem der Sohn+ der Vater
