Du hast gesagt, dass du mich liebst

Filmplakat Du hast gesagt, dass du mich liebst
Regie Rudolf Thome  Drehbuch Rudolf Thome  Produzent Rudolf Thome 
Genre Love-Story  FSK 12  Filmlänge 112 min
Land Deutschland, 2006  Kinostart 20.04.2006  DVD-Start 21.07.2011  Verleih Kinowelt

Story

Die mehrfache Schwimmweltmeisterin Johanna Perl trifft es unerwartet hart, als sie das Rentenalter erreicht und mit ihrem Leben plötzlich nichts mehr so richtig anzufangen weiß. Von ihrer großen Liebe bereits vor einigen Jahren verlassen, bleibt abgesehen von ihrer Tochter nun nicht mehr viel übrig, das ihr Leben abwechslungsreich und glücklich gestalten könnte. Um sich vor der völligen Vereinsamung zu bewahren, beschließt sie auf eine interessant klingende Kontaktanzeige in der Zeitung zu antworten. Und tatsächlich scheint sie damit einen Glücksgriff gelandet zu haben: Der bislang erfolgslose Autor Johannes Kreuzberger ist ein attraktiver und überaus anziehender Mann, der auch kein Geheimnis darum macht, dass Johanna Perl die schönste und interessanteste Frau ist, die er je in seinem Leben getroffen hat. Vorsichtig tasten sich die beiden aneinander heran, doch es gibt Leichteres, als sich im Alter noch einmal neu zu verlieben und sich neu zu entdecken…

Schauspieler

Du hast gesagt, dass du mich liebst Hannelore Elsner, Johannes Herrschmann, Anna de Carlo, Urs Remond, Bastian Trost, Michael Gerber, Guntram Brattia, Rainer Laupichler, Stefan Felmy, Lars Löllmann, Thomas Zug, Milena Dreißig

Filmkritik von Kathrin Lang

Kathrin vergibt 5 von 5 Ms Du hast gesagt, dass du mich liebst Seit Mitte der 1960er Jahre ist Rudolf Thome im Filmgeschäft tätig. Kaum ein anderer deutscher Filmemacher hat sich aus eigenem Antrieb, mit eigener Produktionsfirma, seit beinahe 40 Jahren im Filmgeschäft über Wasser gehalten. Zunächst in München angefangen Filme zu produzieren, hat sich Thome mittlerweile in Berlin niedergelassen und nutzt die Hauptstadt immer wieder als Kulisse für seine Geschichten. So auch bei der unaufdringliche Liebesgeschichte „Du hast gesagt, dass du mich liebst“, die Thome mit typischem Blick auf Berlin inszeniert und für die er sich auf ein Neues nicht nur als Regisseur, sondern auch als Drehbuchautor sowie Produzent betätigte.

Es ist die Mischung aus ungewöhnlicher Ruhe, radikalem Minimalismus und der daraus resultierenden starken Authentizität, die Rudolf Thomes „Du hast gesagt, dass du mich liebst“ eine einmalige und ergreifende Atmosphäre verleiht. Seine Geschichte über die ältere, aber sehr attraktive Johanna Perl (Hannelore Elsner), die sich auf die Suche nach einer neuen Liebe begibt, beginnt sehr melancholisch, mit kaum Hoffnung auf einen glücklichen Verlauf der Geschichte. Zunehmend wendet sich das tragische, immerzu wankende Blatt jedoch zu einer berührenden und zunehmend wahrhaftigen Liebesgeschichte, die zu jeder Zeit ohne Kitsch oder übertriebene Sentimentalitäten auskommt und die dadurch einmalig unterhält. Immer wieder vollzieht Thome große Zeitsprünge in der Handlung, wodurch die Geschichte an keiner Stelle ins Stocken gerät. Das Alltägliche in der Liebesbeziehung wird übersprungen und das Augenmerk auf die Umbrüche im Beziehungsleben gerichtet, die eindrucksvoll mit den Jahreszeiten Winter und Frühling einhergehen.

Neben dem gelungenen Drehbuch und dem einmaligen Inszenierungstalent von Thome, ist es vor allem Hannelore Elsner, in der Rolle der Johanna Perl, die „Du hast gesagt, dass du mich liebst“ eine besondere Note verleiht. In ihrer nunmehr vierten Zusammenarbeit merkt man dem Film deutlich an, dass sich die beiden auf beruflicher Ebene exzellent zusammengefunden haben. Die Geschichte ist für Elsner geschrieben – eine andere Hauptdarstellerin könnte man sich für den Liebesfilm kaum vorstellen. „Du hast gesagt, dass du mich liebst“ arbeitet viel mit dem Element der Sprache. Hannelore Elsners emotionale, gewaltige und immer punktegenaue Stimme sowie ihre Intonation kommentieren das Geschehen häufig sehr ergreifend aus dem Off heraus, wodurch der Zuschauer einmalige Eindrücke von der Gedankenwelt der Protagonistin erhält. Immer wieder lässt man sich von Elsners Stimme und ihrem Schauspiel mit Haut und Haar einnehmen, um mit ihr in ihre nicht immer einfache, dafür aber durch und durch wahrhaftige Gefühls- und Gedankenwelt zu entfliehen.

„Du hast gesagt, dass du mich liebst“ ist eindrucksvolles deutsches Kino, das nun endlich auch auf DVD genossen werden kann. Wer sich den Film für die heimische Sammlung zulegt, sollte unbedingt auch das Interview mit Rudolf Thome und Hannelore Elsner ansehen, das einen tollen Eindruck von dem Geschehen hinter der Kamera vermittelt.

Wissenswertes

Du hast gesagt, dass du mich liebst "Du hast gesagt, dass du mich liebst" ist nach "Rot und blau" (2003) und "Frau fährt, Mann schläft - Zeitreisen: Die Gegenwart" (2004) die nächste Zusammenarbeit zwischen Rudolf Thome und Hannelore Elsner.



Besucherbewertung
5.0 / 5  (3 votes)

Kommentare

+ Kommentar schreiben
Deine Daten
(wird nicht veröffentlicht)
Dein Kommentar*

*Pflichtfeld
Der Kommentar wird von uns vor dem Freischalten geprüft.