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Twin Peaks - Der Film
Twin Peaks: Fire Walk with Me
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Regie
David Lynch
Drehbuch
David Lynch, Robert Engels
Produzenten
Francis Bouygues, Gregg Fienberg
Genre Mystery-Thriller FSK 16 Filmlänge 130 min Land USA Kinostart 20.08.1992 DVD-Start 01.11.1993 Verleih Paramount Pictures |
Story
Im kleinen amerikanischen Ort Deer Meadow wird die Leiche einer jungen Frau gefunden – ertrunken treibt sie im Wasser. Die FBI-Agenten Chester Desmond und Sam Stanley werden damit beauftragt, die Leiche von Teresa Banks zu untersuchen. Doch die Bewohner von Deer Meadow sind wenig kooperativ, und manch einer scheint etwas zu verbergen zu haben. Als Special Agent Desmond spurlos verschwindet, wird sein Kollege Special Agent Dale Cooper, der als Koryphäe auf seinem Gebiet gilt, beauftragt, die Untersuchungen zu leiten. Doch es gelingt Cooper nicht, den Fall aufzuklären – aber eines weiß der Special Agent: Der Mörder von Teresa Banks wird erneut zuschlagen.
Ein Jahr später in der Kleinstadt Twin Peaks: Die Schülerin Laura Palmer verlebt hier die letzten Tage ihres jungen Lebens. Die 17jährige irrt in einer Scheinwelt aus Drogen, Prostitution und exzessivem Sex völlig orientierungslos umher und verliert allmählich allen Halt. Doch niemand in Twin Peaks scheint die Hölle, in der Laura sich befindet, wahrzunehmen. Durch ein furchtbares Erlebnis während eines Drogentrips steigert sich Lauras psychische Labilität derart, dass es zu einer Katastrophe kommt. Schließlich verschwindet die Ballkönigin Laura Palmer spurlos, und Special Agent Dale Cooper übernimmt die Ermittlungen…
Schauspieler
Sheryl Lee, Ray Wise, Kyle MacLachlan, Mädchen Amick, Dana Ashbrook, David Bowie, Pamela Gidley, Heather Graham, Chris Isaak, Kiefer Sutherland, Moira Kelly, David Lynch, Jürgen Prochnow, Frank Silva
Filmkritik von Stefanie Rufle
„Twin Peaks – Der Film“ erzählt die Vorgeschichte zur von 1990 bis 1991 gedrehten Kultserie, obgleich er erst 1992 entstand. Da aber der Film viele Geheimnisse des mysteriösen Falls um Laura Palmers Verschwinden aufdeckt, empfiehlt es sich keinesfalls, ihn vor der Serie anzusehen. In vielen Belangen bleibt dieser von David Lynch inszenierte und auch aus seiner Feder stammende Mystery-Thriller hinter der faszinierenden TV-Serie zurück. Oftmals muss man ratlos den Kopf schütteln angesichts dessen, was Kultregisseur Lynch hier offensichtlich auszudrücken versucht – der Sinn des Rückblicks in Laura Palmers letzte Tage erschließt sich dem Zuschauer nicht restlos. Von der eigenartigen Zwischenwelt von Twin Peaks, die Fans aus der Serie kennen, fehlt hier leider jede Spur. Obwohl viele Rätsel um Laura Palmer und deren Verschwinden aufgedeckt werden, gelingt es dem Film nicht, die mysteriöse und zugleich skurrile Atmosphäre der Serie wachzurufen. Vor allem die gegen Ende beinahe überbordende Erotik und die Brutalität nehmen „Twin Peaks – Der Film“ viel vom unterschwellig Mysteriösen.
Dennoch sind es die für David Lynch so typischen surrealen Albtraumszenen, die diesen Film aus dem Mittelmaß hervorheben. Hier erkennt man das große Können und den künstlerischen Anspruch des Regisseurs. Diese beklemmenden Schlüsselszenen und ein großartiger Soundtrack erzeugen Gänsehaut pur. Auch die Darstellerriege mit Namen wie Kiefer Sutherland, David Bowie, Heather Graham, Jürgen Prochnow und David Lynch himself kann sich durchaus sehen lassen. Hinzu kommt ein Wiedersehen mit den vertrauten Seriencharakteren wie Kyle MacLachlan als Special Agent Cooper, Sheryl Lee als Laura Palmer oder Ray Wise als Leland Palmer. Doch insgesamt wirken die Figuren zu wenig ausgefeilt und lassen viele Fragen offen. Am Ende bleibt das Gefühl, Zeuge des traurigen Abgesangs auf die verzweifelte Laura Palmer geworden zu sein.
Alles in allem ist „Twin Peaks – Der Film“ David Lynchs ganz persönliche Kinophantasie zur Fernsehserie und bleibt dabei eher eine Skizze als ein schlüssiges Gesamtbild.
Wissenswertes
„Twin Peaks – Der Film“ wurde zwar erst nach der TV-Serie gedreht, vom Inhalt her ist es aber ein Prequel.
Das Sounddesign stammt von David Lynch selbst.
Angelo Badalamenti, der für den Soundtrack verantwortlich ist, gewann 1991 bei den Brit Awards in der Kategorie bester Soundtrack.
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