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Brügge sehen ... und sterben?
In Bruges
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Regie
Martin McDonagh
Drehbuch
Martin McDonagh
Produzenten
Graham Broadbent, Pete Czernin
Genre Action-Komödie FSK 16 Filmlänge 107 min Land Großbritannien, Belgien Kinostart 15.05.2008 DVD-Start 24.11.2008 Verleih Tobis |
Story
Als die beiden Auftragskiller Ray und Ken von ihrem Gangsterboss Harry in das idyllische Brügge geschickt werden, ahnen die beiden noch nicht was sie dort erwartet. Während Ray von der belgischen Stadt genervt ist, geht Ken in seinen Sightseeingtouren vollkommen auf. Doch letztendlich machen sie beide das Beste aus ihrer Situation und vertreiben sich fortan die Zeit mit amerikanischen Touristen, eifersüchtigen Drogendealer, holländischen Nutten und kleinwüchsigen Schauspielern. Eines Tages ruft Harry dann aber doch im Hotel an und der lustige Spaßurlaub in der malerischen Stadt erfährt eine tödliche Wendung…
Schauspieler
Colin Farrell, Brendan Gleeson, Ralph Fiennes, Clémence Poésy, Jérémier Rénier, Thekla Reuten, Jordan Prentice
Filmkritik von Kathrin Lang
„Brügge sehen… und sterben?!“ ist nicht nur Actionstreifen und Thriller, sondern auch tiefschwarze Britkomödie. Die Story spielt in dem „beschissen märchenhaft schönen“ Brügge (Achtung Insider!), das schon sehr bald nur noch halb so märchenhaft ist, wie es scheint. Durch den Einsatz von Unmengen an Flüchen, stereotypen Zuschreibungen und etlichen blutigen Szenen, wird die schöne belgische Stadt schon bald zerlegt und zum Schauplatz krimineller Machenschaften. Immer mit dabei: Das zwinkernde Auge und Humor aus der schwarzen Britenschublade. Selbst Fans und Kenner britischer Komödien werden hier das ein oder andere Mal überrascht werden, sind die Witze doch teilweise so schwarz, dass sie schwarzer kaum sein könnten. Ebenfalls absolut gelungen sind die Dialoge, die nicht selten pfiffig sind und sinnvolle Botschaften an ihr Publikum übermitteln. Leider wirkt Schönling Colin Farrell in seiner Rolle schlichtweg zu aufgesetzt. Sein Spiel erinnert eher an „Kasperle-Theater“ anstatt an Kino, was dem Zuschauer schon bald auf die Nerven geht. Auch wenn ihm sicherlich aufgetragen wurde, dass er seine Rolle möglichst wenig ernst nehmen soll, so hat er diese Aufgabe wohl etwas zu ernst genommen. Der Schuss geht nämlich nach hinten los: Anstatt witzig zu sein, wirkt er meist unmotiviert und nervtötend. Bis auf diese Fehlbesetzung wurde bei „Brügge sehen… und sterben?!“ jedoch alles richtig gemacht: Der Humor ist erste Sahne, die Genremischung perfekt gelungen und die Botschaft, die sanft hinter allem mitschwebt, sinnvoll.
Wissenswertes
"Brügge sehen... und sterben?!" ist das Spielfilmbedüt von Martin McDonagh.
Auszeichnungen
Golden Globe-Nominierungen
Bester Film - Musical / Comedy, Bester Schauspieler - Musical / Comedy (Brendan Gleeson)
Gewonnene Golden Globes
Bester Schauspieler - Musical / Comedy (Colin Farrell)
OSCAR-Nominierungen
Bestes Drehbuch (Original)
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Kommentare
rolana schreibt am 24.08.08, 07:14
Anspruch auf Skurilität, es besser als Tarantino machen? Nö, war wohl nix. Pubertäre Dialoge aus der Philosophen-Mottenkiste. Nerv. Handwerklich: stümperhaft, schlechte Schnitte. Brügge verdient eine Entschuldigung, missbraucht für so ein B-C-movie.
Martin schreibt am 05.07.08, 23:13
Endlich mal wieder ein erfrischend guter Film :-) Leider ist er in der Mitte etwas zu lang geraten (oder mit zu wenig Witz ausgeschmückt?!), aber das macht er "drum rum" wieder völlig wett! Hab mich köstlich amüsiert :-)
