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Am Ende kommen Touristen
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Regie
Robert Thalheim
Drehbuch
Robert Thalheim
Produzenten
Britta Knöller, Hans-Christian Schmid
Genre Drama FSK 0 Filmlänge 85 min Land Deutschland Kinostart 18.08.2007 DVD-Start 22.02.2008 Verleih X-Verleih |
Story
Mehr oder weniger zufällig landet der aus Berlin stammende Sven in dem polnischen Auschwitz, wo er in den kommenden Monaten seinen Zivildienst leisten soll. Eine seiner Hauptaufgaben besteht darin den KZ-Überlebenden Stanislaw Krzeminski zu betreuen. Obwohl dieser kein einfacher Mensch zu sein scheint, arrangiert sich Sven schon bald mit ihm und die beiden finden eine solide Basis, auf der sie miteinander arbeiten können. Im Laufe der nächsten Wochen wird Sven mit der eingespielten und scheinbar selbstverständlichen Routine der Vergangenheitsbewältigung konfrontiert und macht dabei erschreckende Erkenntnisse und Erfahrungen…
Schauspieler
Alexander Fehling, Ryszard Ronczewski, Barbara Wysocka, Piotr Rogucki, Rainer Sellien, Lena Stolze, Lutz Blochberger
Filmkritik von Kathrin Lang
Mit „Am Ende kommen Touristen“ wurde wieder einmal ein Film produziert, der die deutsche Nazivergangenheit aufarbeitet und einen kritischen Blick auf diese wirft. Dieses Mal ist der Ort der Handlung das Auschwitz der heutigen Zeit. Dort lebt ein Jude, der einst Häftling des KZs war und nun allen, die es hören wollen - oder auch nicht - von den Umständen der damaligen Zeit berichtet. Zweifellos eine interessante Idee, die auch den ein oder anderen neuen Aspekt des heutigen Umgangs mit der deutschen Vergangenheit behandelt. Unter anderem die Tatsache, dass Zeitzeugen gerne auch als Legitimation für alles gelten. Frei nach dem Motto „Lassen wir den Juden einen Schwank von damals erzählen, lichten ihn anschließend vor dem gestifteten Denkmal ab und schon sind wir alle bessere Menschen“, wird hier eine Nazigeschichte aus einem etwas anderen Blickwinkel heraus erzählt. Schade nur, dass die Umsetzung dieser Geschichte nicht ganz so gut gelungen ist. Stellenweise wünscht man sich tiefergreifende Dialoge, die mehr aufdecken und mehr verraten. Stattdessen ist „Am Ende kommen Touristen“ streckenweise sehr oberflächlich und damit leider auch alles andere als fesselnd. Hauptdarsteller Alexander Fehling braucht ebenfalls eine ganze Weile bis er sich in seiner Rolle eingefunden hat. Zu Beginn wirkt er steif und leicht unzufrieden. Erst nach einiger Zeit nimmt man ihm seine Darstellung des jungen und vogelfreien Zivildienstleistenden aus Berlin ab. Durchweg glaubhaft ist jedoch Ryszard Ronczewski, der hier als Jude Stanislaw Krzeminski agiert und allein schon durch seine vom Grauen gezeichnete Mimik zu überzeugen weiß.
Regisseur und Drehbuchautor Robert Thalheim war selbst Zivildienstleistender in Auschwitz und hat mit "Am Ende kommen Touristen" einen biografisch angehauchten Film gedreht.