Die Perlmutterfarbe

Filmplakat Die Perlmutterfarbe
Regie Marcus H. Rosenmüller  Drehbuch Marcus H. Rosenmüller, Christan Lerch  Produzenten Robert Marciniak, Dieter Ulrich Aselmann 
Genre Kinderfilm  FSK Filmlänge 99 min
Land Deutschland  Kinostart 08.01.2009  DVD-Start 23.07.2009  Verleih Constantin Film

Story

Alexander gehört zu den beliebtesten Jungen in seiner Klasse. Als sein bester Freund, der genieartige Erfinder Maulwurf die Perlmutterfarbe erfindet und diese stolz in der Schule präsentiert, landet die Flasche wie von Zauberhand in der Schultasche von Alexander. Anstatt sie seinem besten Freund jedoch wieder zurückzugeben, behält er sie einfach für sich, ohne etwas zu sagen. Kurze Zeit später ist die gesamte Klasse in heller Aufruhr und sucht nach dem Dieb. Schnell beschuldigt man die Parallelklasse – mit der man sich bislang gut verstanden hat, gegen die nun jedoch ordentlich gehetzt wird. In den kommenden Tagen führt die eine Lüge zur nächsten und ehe sich Alexander versieht, findet er sich in einem gefährlichen Netz aus Lügen wieder.

Schauspieler

Die Perlmutterfarbe Markus Krojer, Zoë Mannhardt, Dominik Nowak, Benedikt Hösl, Thomas Wittmann, Samuel Cakan, Ferdinand Hofer, Franziska Scheuber, Paul Beck, Seppi Haimmerer, Christian Kastl, Josef Hader, Johannes Silberschneider

Filmkritik von Kathrin Lang

Kathrin vergibt 4 von 5 Ms Die Perlmutterfarbe Mit „Die Perlmutterfarbe“ bringt uns Marcus H. Rosenmüller seinen sechsten Langfilm innerhalb von drei Jahren in die Kinos. Auch wenn sein neuster Streich sicherlich nicht mit seinem unschlagbaren Debütfilm „Wer früher stirbt, ist länger tot“ mithalten kann, so beweist der deutsche Erfolgsregisseur erneut ein fabelhaftes Händchen für tolle Geschichten, gefärbt mit viel bayrischem Lokalkolorit. Er ist bekannt für seine zauberhaften Geschichten, bei denen das kleine Detail wesentlich ist und der Spielort eine zentrale Rolle einnimmt. Wiederholt greift Rosenmüller auch bei „Die Perlmutterfarbe“ auf die bayrische Mundart zurück und haucht seiner Lausbubengeschichte damit besonderes Leben ein. Zudem vermengt er dieses Mal realistische Alltagsszenen mit vielen magischen Momenten, ohne dabei jemals kitschig zu werden. Wie durch Zauberhand bewegen sich Gegenstände von einem Ort zum anderen und die ortsansässige Buchhändlerin scheint telepathische Fähigkeiten zu haben. Selbst alltäglichen Dingen haucht der Regisseur und Drehbuchautor durch seine liebevolle Inszenierung eine außergewöhnliche Magie ein und begeistert damit von der ersten bis zur letzten Szene.

Die Geschichte, die sich rund um die außergewöhnliche Inszenierung spannt, entpuppt sich als eine stark moralische Lehrstunde über die Gefahr von Lügen und Intrigen. Der kleine Lügenbold Alexander wird ordentlich in die Mangel genommen. Immer stärker verfängt er sich in einem Netz aus Lügen, aus dem es keinen guten Ausweg mehr zu geben scheint. Die Erzählung spitzt sich drastisch zu und gipfelt in der eindringlichen Erkenntnis, dass Lügengeschichten gefährliche Folgen und Auswirkungen haben können. Ganz klar ist die Geschichte von „Die Perlmutterfarbe“ an ein junges Publikum adressiert, das von dieser Tragik-Komödie einiges fürs Leben lernen kann. Dennoch schießt Rosenmüller etwas über das Ziel hinaus. Weniger Moralpredigten und mehr Spaß hätte der deutschen Produktion sicherlich nicht geschadet und für mehr Ausgewogenheit gesorgt. Dennoch ist dem deutschen Filmemacher mit seiner sechsten Kinoproduktion ein toll unterhaltender Film gelungen, der erneut durch seinen besonderen Rosenmüller-Charme besticht.

Wissenswertes

Die Perlmutterfarbe "Die Perlmutterfarbe" basiert auf dem gleichnamigen Roman von Anna Maria Jokl.



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