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Tödliche Entscheidung
Before the Devil Knows You Are Dead
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Regie
Sidney Lumet
Drehbuch
Kelly Masterson
Produzenten
Michael Cerenzie, William S. Gilmore, Brian Linse, Paul Parmar
Genre Drama FSK 16 Filmlänge 117 min Land USA Kinostart 10.04.2008 Verleih Koch Media |
Story
Die Brüder Andy und Hank stecken beide in einer schweren Lebenssituation. Während der eine drogenabhängig ist und eine Ehefrau hat, die zwar bildschön ist auf die er sich aber dennoch nur schwer einlassen kann, ist der andere geschieden und wird von seiner Exfrau mit Forderung nach Unterhaltszahlung unter enormen finanziellen Druck gesetzt. Für beide Probleme scheint es genau eine Lösung zu geben: Es muss möglichst schnell möglichst viel Geld her. Andy war schon immer der gerissenere von den beiden und hat sofort eine Idee, für die er auch gleich seinen kleinen Bruder verpflichtet. Der Plan ist ein kleines Familienunternehmen zu überfallen und sich anschließend mit viel Beute aus dem Staub zu machen. Was anfänglich nach einem leicht auszuführenden Plan klang, entpuppt sich jedoch schon bald als heikles Unterfangen bei dem so einige Köpfe werden rollen müssen…
Schauspieler
Philip Seymour Hoffman, Ethan Hawke, Albert Finney, Marisa Tomei, Aleksa Palladino, Michael Shannon, Amy Ryan, Sarah Vivington, Rosemary Harris
Filmkritik von Kathrin Lang
Wie schnell aus einer scheinbar heilen Welt plötzlich eine gänzlich Problematische werden kann, zeigt uns „Tödliche Entscheidung“, das neue Familiendrama frisch aus den USA. Da werden Brüder plötzlich zu Komplizen bei einem Überfall und gleichzeitig auch zu den schärfsten Konkurrenten im Kampf um Geld und ein glückliches Leben. Da erkennt der Vater plötzlich seine eigenen Söhne nicht mehr und scheinbar gute Bekannte hintergehen einander skrupellos. Für wahr – mit diesem Drehbuch wird uns eine schockierende Geschichte erzählt, die einen gezeichneten und zum Nachdenken angeregten Zuschauer zurücklässt. Schade nur, dass das Drehbuch auch einige Mängel vorzuweisen hat. Die Geschichte zieht sich scheinbar ins Endlose, dreht sich immer wieder im Kreis und kommt somit nur sehr langsam an ihrem Ziel an. Dies erfordert seitens des Betrachters viel Durchhaltevermögen und Anstrengung um dem Handlungsverlauf aufmerksam zu folgen. Schlussendlich, und das ist das eigentlich Schlimme an „Tödliche Entscheidung“, muss der Zuschauer nach der letzten Szenen auch noch enttäuscht feststellen, dass viele Konflikte die hier auf der Leinwand ausgetragen werden, nicht ausreichend erklärt werden. Bei dem großen Zeitraum den dieser Film beansprucht hat, ist diese Tatsache eigentlich kaum vorstellbar. Es ist den Machern aber unglaublicherweise dennoch gelungen am Schluss einige wichtige Fragen offen zu lassen, was schnell für Verärgerung im Publikum sorgt. Nichtsdestotrotz dominiert der positive Gesamteindruck, der vor allem durch die hochkarätige Besetzung beibehalten wird. Allen voran agiert hier ein erneut großartiger Philip Seymour Hoffman, der seine Rolle wieder einmal durchweg brillant auf der Leinwand umsetzt. Aber auch Albert Finney, Ethan Hawke und die schöne Marisa Tomei sind eine wahre Bereicherung für „Tödliche Entscheidung“ und liefern alle eine einwandfreie Umsetzung ihrer Rollen ab. Auch durch die ein oder andere witzige Szene kann hier gepunktet werden. Zwar ist der Humor von „Tödliche Entscheidung“ tiefschwarz, doch wer dies mag, der wird sicherlich so einige Male die Gelegenheit haben sich aufheitern zu lassen.
Tipp: Vor dem Kinogang eine ordentliche Ladung Durchhaltevermögen mit einpacken und sich dann auf eine schockierende aber durchaus tolle Geschichte mit überzeugenden Schauspielern einlassen.
"Tödliche Entscheidung" ist das erste Kinodrehbuch von Kelly Masterson. Zuvor schrieb sie nur Theaterstücke. 