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Via Mala
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Regie
Paul May
Drehbuch
Kurt Heuser, Paul May
Produzent
Artur Brauner
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 93 min Land Deutschland Kinostart 09.08.1961 Verleih Kinowelt |
Story
Jonas Lauretz betreibt zusammen mit seiner Frau, Sohn Niklas und den Töchtern Sylvia und Hanna eine entlegene Sägemühle in der Schweizer Via Mala. Lauretz ist ein äußerst unangenehmer Zeitgenosse, er tyrannisiert seine Familie nach Strich und Faden und schreckt auch vor Handgreiflichkeiten nicht zurück. Seinen Sohn hat er bereits zum Krüppel geprügelt und seine Frau ist nur noch ein willenloses und unterwürfiges Geschöpf. Besonders schlimm ist es, wenn er betrunken ist, und als er in einem solchen Zustand eine Schlägerei anzettelt, wandert der Despot erst einmal ins Gefängnis. Die gesamte Familie Lauretz atmet nun erleichtert auf und als Tochter Sylvia von einem alten Professor, für den sie immer gesorgt hat, dessen gesamtes Vermögen erbt, scheint sich doch alles zum Guten zu wenden.
Als Lauretz, der von dem unverhofften Geldsegen nichts ahnt, schließlich aus der Haft entlassen wird, zeigt sich allerdings, dass das Gefängnis keine läuternde Wirkung auf ihn hatte. Da Sylvia noch nicht mündig ist, wurde das Erbe auf ihn übertragen, und als er nun zufällig das Sparbuch entdeckt, verprasst er Sylvias Erbe, ohne mit der Wimper zu zucken. Für Lauretz Ehefrau, Niklas, Sylvia und Hanna ist das der Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Sie sehen nur noch eine Möglichkeit, um endlich in Frieden und ohne Angst leben zu können…
Schauspieler
Gert Fröbe, Joachim Hansen, Christine Kaufmann, Christian Wolff, Anita Höfer, Edith Schultze-Westrum, Joseph Offenbach, Anne-Marie Blanc, Rudolf Forster, Paul Henckels, Heinrich Gretler, Margrit Weiler, Claus Wilcke, Alexa von Porembsky, Werner Buttler
Filmkritik von Stefanie Rufle
Auch wenn dieses Drama in großen Teilen etwas schwülstig und melodramatisch anmutet, wird man „Via Mala“ doch zweifelsohne aufgrund der großartigen Leistung von Gert Fröbe in Erinnerung behalten. Er gibt dem trunksüchtigen und gewalttätigen Jonas Lauretz ein derart überzeugendes und beängstigendes Gesicht, dass man sich innerlich vor dem großen Können dieses Schauspielers verneigen muss. Ihm gelingt es, aus einer eher mittelmäßigen Inszenierung das Beste herauszuholen, den Zuschauer in Angst und Schrecken zu versetzen und ihn innerlich vor dem nächsten Auftritt von Jonas Lauretz erzittern zu lassen. Es ist wohl kaum übertrieben zu sagen, dass mit Gert Fröbe dieser Film steht und fällt. Das ist dann auch der Hauptgrund dafür, dass „Via Mala“ in der zweiten Hälfte, als Gert Fröbe nicht mehr zu sehen ist, immer mehr verflacht. Die Spannung geht Stück für Stück verloren, und den restlichen Darstellern will es einfach nicht gelingen, aus dieser eher mittelmäßigen Literaturverfilmung mehr zu machen, als sie ist. Auch wenn „Mia Mala“ mit gelungenen Aufnahmen und einer überzeugenden Filmmusik punkten kann, wäre dieses Drama ohne Gert Fröbe nur halb so gut geworden.
"Via Mala" ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans von John Knittel aus dem Jahr 1934.