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The Social Network
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Regie
David Fincher
Drehbuch
Aaron Sorkin
Produzenten
Dana Brunetti, Ceán Chaffin, Michael De Luca, Scott Rudin
Genre Biopic FSK 6 Filmlänge 121 min Land USA Kinostart 07.10.2010 DVD-Start 10.03.2011 Verleih Sony Pictures |
Story
Als sich der Harvard-Student Mark Zuckerberg Ende 2003 an seinen Computer setzt und damit beginnt wie wild an einer neuen Idee zu arbeiten, denkt er nicht mal im Traum daran, dass am Ende der Arbeit ‚Facebook‘ stehen würde – die heute weltweit größte Social-Network-Plattform im Internet. Während Freunde und Kommilitonen schnell erkennen, dass in dem Online-Netzwerk eine immense Geldquelle verborgen liegt, verschwendet Zuckerberg keine Gedanken an die Finanzen. Sein bester Freund sponsert ihn zu Beginn mit läppischen 18.000 US-Dollar – mehr braucht Zuckerberg nicht, um zufrieden mit sich selbst zu sein. Erst als er die erste Klage wegen Missbrauch geistigen Eigentums bei ihm reinschneit, beginnt er langsam zu begreifen was er erschaffen hat…
Schauspieler
Jesse Eisenberg, Joseph Mazzello, Rooney Mara, Rashida Jones, Malese Jow, Justin Timberlake, Brenda Song, Andrew Garfield, Dakota Johnson, Max Minghella, Bryan Barter, Dustin Fitzsimons, Patrick Mapel, Armie Hammer, John Getz, Henry Roosevelt, Josh Pence
Filmkritik von Kathrin Lang
„Wir lebten auf Farmen. Wir lebten in Städten. Und jetzt leben wir im Internet.“ (Mark Zuckerberg)
Mark Zuckerberg ist einer der ersten, der das immense Potential des Internets zum sozialen Austausch erkannt und sogleich darauf reagiert hat. Mit seiner Social-Network-Plattform Facebook erschuf er 2004, als Computer Science-Student an der Harvard University, eine der heute erfolgreichsten Plattformen zum sozialen Austausch im Internet. 1984 geboren, gilt Zuckerberg als der aktuell jüngste Selfmade-Milliardär weltweit. David Finchers „The Social Network“ zeichnet die Entstehungsgeschichte von Facebook nun nach und erzählt wie die Erfolgsgeschichte ihren Lauf nahm, mit welchen Problemen sie zu kämpfen hatte und welche Hürden genommen werden mussten. Indem mit Facebook das weltweit größte soziale Netzwerk ins Zentrum des Films gerückt wird, gelingt es David Fincher mit „The Social Network“ ein Zeitporträt zu erschaffen, das ganze Bände davon erzählt, wie wir heutzutage leben. Finchers Film ist mit üppig Zeitgeist behaftet und macht deutlich, dass wir irgendwie tatsächlich im Internet leben – und warum.
Zentrum von „The Social Network“ bildet letztlich jedoch weniger die Plattform selbst, als vielmehr die Schlüsselfigur Mark Zuckerberg. Fincher und sein Drehbuchautor Aaron Sorkin versuchen sich dem Phänomen Zuckerberg zu nähern und entwerfen dabei das ambivalente Bild eines zeitgenössischen Helden. Selbst wenn man Zuckerbergs Entscheidungen, auf dem großen Weg hin zum Erfolg, gewiss nicht immer gutheißen kann, so bleibt er doch stets eine bewundernswerte und zumindest in ihren Grundzügen sympathische Figur – ein Mensch mit einer großen Vision, die die Welt verändern sollte. Jesse Eisenberg gibt den ambivalenten Helden Mark Zuckerberg mehr als fantastisch und hinterlässt damit wahrlich Eindruck. Nach der Teenie-Komödie „Adventureland“ und der Horror-Komödie "Zombieland", zieht er mit seiner Darstellung in „The Social Network“ in die vorderen Hollywoodreihen der Nachwuchsdarsteller und macht dort lautstark auf sich aufmerksam. Zwischen sozialinkompetentem Computernerd, mal gutem, mal schlechtem Freund und Mann mit großer Vision pendelnd, füllt er sämtliche Facetten seiner Figur fantastisch aus. Letztlich erlaubt sich „The Social Network“ auch kein Urteil. Selbst nach der letzten Szene bleibt Zuckerberg ein kaum greifbares Phänomen, ein bewundernswerter Mann, bei dem man sich eigentlich niemals entscheiden kann, ob man ihn nun mögen soll oder doch lieber nicht. In der Ausarbeitung und Darstellung der Figur Mark Zuckerberg liegt die wahre Stärke des Films verborgen. Die Dialoge, die man ihm auf den Leib schneiderte, das ohnehin fantastische Drehbuch und die kluge Inszenierung machen aus „The Social Network“ einen außergewöhnlichen Film über einen außergewöhnlichen Menschen.
Trotz einer fantastischen Schlüsselfigur lässt „The Social Network“ jedoch auch die Nebendarsteller nicht aus den Augen. Neben Jesse Eisenberg gesellen sich vor allem mit Andrew Garfield, in der tragischen Verliererrolle des CFOs Eduardo Saverin, und mit Justin Timberlake, in der Rolle des Napster-Gründers Sean Parker, zwei starke Mitspieler, die dem Film viele weitere starke Momente beisteuern.
Am Ende des Films feiern Zuckerberg und seine Anhänger den 1.000.000ten Facebook-Nutzer. Mittlerweile steuert die Plattform auf die 200 Millionen-Marke zu – eine schwindelerregende Summe, die für einen bahnbrechender Erfolg steht, dem David Fincher mit „The Social Network“ nun sehr zeitnah und aktuell ein großes filmisches Denkmal setzt.
Wissenswertes
Der Film basiert auf dem Roman "Milliardär per Zufall: Die Gründung von Facebook - eine Geschichte über Sex, Geld, Freundschaft und Betrug" von Ben Mezrich.
Auszeichnungen
Golden Globe-Nominierungen
Bester Schauspieler - Drama (Jesse Eisenberg), Bester Nebendarsteller (Andrew Garfield)
Gewonnene Golden Globes
Bester Film - Drama, Beste Regie, Bestes Drehbuch, Beste Musik
OSCAR-Nominierungen
Bester Film, Beste Regie, Bester Hauptdarsteller (Jesse Eisenberg), Beste Kamera, Bester Ton-Mix
Gewonnene OSCARs
Bester Schnitt, Beste Musik, Bestes Drehbuch (Adaption)
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Kommentare
Florian schreibt am 09.10.10, 10:52
Für mich der BESTE FILM 2010!
Unbedingt reingehen. Der Film ist natürlich mit Sicherheit interessanter, wenn man auch Computer interessiert ist.
