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Dänische Delikatessen
De grønne slagtere
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Regie
Anders Thomas Jensen
Drehbuch
Anders Thomas Jensen
Produzenten
Kim Magnusson, Tivi Magnusson
Genre Komödie FSK 16 Filmlänge 96 min Land Dänemark Kinostart 19.08.2004 DVD-Start 07.01.2005 Verleih EuroVideo |
Story
Die beiden ausgelernten Metzger Svend und Bjarne haben keine Lust mehr sich ständig von ihrem Lehrmeister und Chef schikanieren zu lassen. Kurz entschlossen eröffnen sie daher ihre eigene Metzgerei. Leider bleibt die Kundschaft zunächst aus. Erst als Svend aus Versehen einen Elektriker im Kühlraum einsperrt und die Leiche am nächsten Morgen verzweifelt zu Fleisch für die Theke verarbeitet, wird der Umsatz langsam angekurbelt. Die Kunden sind begeistert von dem außergewöhnlichen Geschmack der „Chicky Wickies“. Schon bald ist alles Fleisch der ersten Leiche verkauft. Vor allem für Svend ist schnell klar: Nachschub muss her…
Schauspieler
Nikolaj Lie Kaas, Mads Mikkelsen, Line Kruse, Ole Thestrup, Bodil Jørgensen, Axel Erhardtsen, Lily Weiding, Nicolas Bro, Camilla Bendix
Filmkritik von Kathrin Lang
Mit seiner schwarzhumorigen Komödie „Dänische Delikatessen“ gelang Anders Thomas Jensen 2004 nicht nur in seinem Heimatland, sondern auch europaweit der große Durchbruch als Filmemacher. Spätestens nach „Adams Äpfeln“ (2007) zählt er zu den angesagtesten und hippesten Regisseuren und Drehbuchautoren Dänemarks. Im direkten Vergleich mit der Nachfolgeproduktion von 2007 kann „Dänische Delikatessen“ allerdings nicht mithalten. Deutlich unausgereifter kommen der Plot und dessen Umsetzung daher. Dennoch hat auch „Dänische Delikatessen“ zweifelsohne seine bösen Höhepunkte – im rein positiven Sinn. Die dänische Komödie punktet vor allem durch einen unsagbar schrägen Humor, der derber kaum sein könnte. Auf alle gesellschaftlichen Konventionen pfeifend, bringt uns Jensen einen Film auf die Leinwand, der bitterböse und herrlich komisch zugleich ist. Leider mangelt es dem Film hier und da ein wenig an Einfallsreichtum. Nachdem die ersten unliebsamen Stadtbewohner auf der Fleischertheke zu Delikatessen verarbeitet wurden, beginnt es langsam etwas öde zu werden. Dennoch kennt „Dänische Delikatessen“ kein Pardon und lässt noch einige weitere Figuren zum ‚leckeren‘ Opfer werden. Auch die Geschichte, die sich immer wieder zwischen den eigentlichen Hauptplot schiebt, vermag es nicht zu überzeugen. Viel zu dramatisch kommt die parallel erzählte Familiengeschichte daher und will sich darum nicht recht in den durchweg witzigen Klamauk der Haupthandlung einreihen. Von ganz großer Klasse sind jedoch die beiden Hauptdarsteller, die für ihre absurde Darstellung auch beide für renommierte dänische Filmpreise nominiert wurden. Während Mads Mikkelsen für den Bodil nominiert wurde, durfte sich Nikolaj Lie Kass über eine Nominierung für den Robert freuen. Nicht grundlos – in ihrer Gegensätzlichkeit ergänzen sich die beiden Mimen hervorragend und liefern ein aberwitziges Schauspiel ab, das durchweg ausgezeichnet unterhält.
Mads Mikkelsen wurde für seine Leistungen 2004 für den Bodil nominiert. Nikolaj Lie Kaas erhielt eine Nominierung für den Robert.