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Greystoke - Die Legende von Tarzan, Herr der Affen
Greystoke - The Legend of Tarzan: Lord of the Apes
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Regie
Hugh Hudson
Drehbuch
Michael Austin, Robert Towne
Produzenten
Hugh Hudson, Stanley S. Canter
Genre Abenteuer FSK 12 Filmlänge 135 min Land USA, Großbritannien DVD-Start 03.09.2004 Verleih Warner Bros. Pictures |
Story
Ein junges adliges Ehepaar aus Großbritannien erleidet mit seinem kleinen Sohn Schiffbruch vor der Küste Afrikas. Als die Eltern umkommen, scheint auch das Schicksal des Babys besiegelt zu sein, doch dann nimmt sich eine Horde von Menschenaffen seiner an. Der kleine Junge wird von den Affen aufgezogen – aus ihm wird Tarzan, der König des Dschungels. Doch sein Großvater hat die Suche nach dem Jungen nie aufgegeben, und als in einem von Menschen angerichteten Massaker Tarzans Ziehmutter umkommt, wird der junge Mann in die menschliche Zivilisation zurückkatapultiert. Hier wird er mit Dingen konfrontiert, die seinen sämtlichen Instinkten zuwiderlaufen. Nur allzu deutlich ist ihm die Verlogenheit und Menschenfeindlichkeit der britischen Kolonialzeit bewusst – und doch trifft er hier auch die Liebe seines Lebens.
Schauspieler
Christopher Lambert, Ralph Richardson, Andie MacDowell, Ian Holm, James Fox, Paul Geoffrey, Cheryl Campbell, Nigel Davenport, Gian Maria Volonté
Filmkritik von Stefanie Rufle
Regisseur Hugh Hudson ist mit „Greystoke“ eine faszinierende Neuverfilmung der Buchvorlage von Edgar Rice Burroughs gelungen. 1912 erschien „Tarzan“ erstmals als Groschenroman und schon 1918 wurde die Geschichte erstmals verfilmt. Doch trotz der vielen erfolgreichen Vorgänger wie etwa Johnny Weissmüller, ist Christopher Lambert als siebzehnter Tarzan-Darsteller überzeugend wie keiner vor ihm. Vor allem den inneren Konflikt des jungen Mannes, der bei Affen aufgewachsen ist und nun mit der britischen Zivilisation konfrontiert wird, spielt Lambert äußerst feinfühlig und glaubhaft. Dabei lässt er jegliche althergebrachten Tarzan-Klischees außen vor und konzentriert sich in seiner Darstellung auf die Zerrissenheit eines Mannes, der nicht bereit ist, das zu vergessen, was ihm einfache und doch unglaublich intelligente Wesen beigebracht haben.
Gerade diese Widersprüche zwischen „Wildnis“ und Zivilisation arbeitet Regisseur Hudson auf brillante Weise hervor und gibt sich dabei besondere Mühe, eine realistische Verfilmung zu schaffen. Erstmals standen hier echte Schimpansen und Schauspieler in Affenkostümen gemeinsam vor der Kamera, wobei die Schauspieler über Monate Gang, Haltung, Grimassen und das soziale Verhalten der Schimpansen übten. Auch auf Studioaufnahmen wurde im Gegensatz zu den Vorgängern konsequent verzichtet – gedreht wurde im Regenwald von Kamerun. Hudson, der diesen Abenteuerfilm Ralph Richardson widmete, der hier in seiner letzten Rolle zu sehen ist, schuf mit „Greystoke“ eine absolut sehenswerte, spannende und berührende Neuverfilmung der „Tarzan“-Geschichte, die es mühelos mit ihren Vorgängern aufnehmen kann.
