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Rosenstraße
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Regie
Margarethe von Trotta
Drehbuch
Margarethe von Trotta, Pamela Katz
Produzenten
Richard Schöps, Henrik Meyer, Markus Zimmer
Genre Kriegs-Drama FSK 12 Filmlänge 135 min Land Deutschland Kinostart 18.09.2003 DVD-Start 02.06.2004 Verleih Concorde Film |
Story
Heute, Amerika: Als ihr Vater stirbt, erfährt Hannah einige interessante Neuigkeiten aus der Vergangenheit ihrer jüdischen Mutter. Diese hat während des Dritten Reichs auf tragische Weise ihre Eltern verloren und wurde von der deutschen Arierin Lena Fischer gerettet, die sich ihrer annahm und vor den Nazis beschützte. Hannah brennt darauf, mehr über die Vergangenheit ihrer Mutter zu erfahren. Diese ist allerdings nicht bereit über ihre Zeit in Deutschland zu erzählen. Seit der Flucht nach Amerika hat sie mit dem Thema abgeschlossen. Kurz entschlossen reist Hannah selbst nach Berlin, um nach Lena Fischer zu suchen. Als Hannah die Retterin ihrer Mutter tatsächlich findet, gibt sie sich als amerikanische Historikerin aus und lässt sich von der mittlerweile sehr alten Lena aus der Vergangenheit erzählen.
1943, Berlin: Vor dem Gestapo-Internierungslager in der Berliner Rosenstraße demonstrieren etliche arische Frauen, die Mischehen mit jüdischen Männern eingegangen sind. Unter ihnen die adlige Lena Fischer, die ihren Mann aus den Fängen der Gestapo befreien will. Warten die Frauen zu Beginn noch friedlich ab, ob sich die Lage von selbst entschärft, werden die Proteste nach einigen Tagen immer lautstarker. Vor allem Lena Fischer, als wohlhabende Tochter aus gutem Elternhaus, lässt ihre Beziehungen spielen. Doch die Situation scheint ausweglos…
Schauspieler
Katja Riemann, Maria Schrader, Martin Feifel, Jürgen Vogel, Jutta Lampe, Doris Schade, Fedja van Huet, Carola Regnier, Svea Lohde, Jutta Wachowiak, Jan Decleir, Thekla Reuten, Lilian Schiffer, Lena Stolze, Isolde Barth, Fritz Lichtenhahn
Filmkritik von Kathrin Lang
Seinen besonderen Reiz schöpft das Kriegs-Drama „Rosenstraße“ aus der gelungenen Mischung aus vergangener Geschichte und gegenwärtiger Verarbeitung. Die junge jüdische Frau, die sich von Amerika aus nach Berlin aufmacht, um dort die Geschichte ihrer Familie verstehen, nachvollziehen und begreifen zu können, trifft genau den Nerv des Zuschauers. Zwar werden viele das Thema ‚Zweiter Weltkrieg‘ langsam leid sein, doch vermag es „Rosenstraße“ durch die geschickte Verwebung seiner Handlungsstränge dennoch zu überzeugen. Es ist allerdings nicht nur die Inszenierung, die als besonders gelungen bezeichnet werden kann, sondern auch die schauspielerischen Leistungen. Angeführt von Katja Riemann, die die ‚Vergangenheit‘ präsentiert, und Maria Schrader, die in der Gegenwart forscht, hat „Rosenstraße“ zwei tolle Charakterdarstellerinnen zu bieten, die diese tragische Geschichte hervorragend tragen. Begleitet von einer leisen Melancholie, die angenehm und realistisch wirkt, wurde aus „Rosenstraße“ somit ein berührender und lehrreicher Film, der dem altbackenen Thema ‚Zweiter Weltkrieg‘ neue Frische und Tiefe verleiht.
Katja Riemann gewann für ihre glaubhafte Darstellung bei den Filmfestspielen von Venedig den Preis als beste Hauptdarstellerin.