New Yorker Geschichten

New York Stories

Filmplakat New Yorker Geschichten
Regie Martin Scorsese, Woody Allen, Francis Ford Coppola  Drehbuch Richard Price, Woody Allen, Francis Ford Coppola, Sofia Coppola  Produzenten Barbara De Fina, Fred Roos, Fred Fuchs, Robert Greenhut 
Genre Tragik-Komödie  FSK 12  Filmlänge 119 min
Land USA  Kinostart 31.08.1989  DVD-Start 16.05.2002  Verleih Buena Vista

Story

„New Yorker Geschichten“ beinhaltet drei Episoden, die je ihren ganz eigenen Blick auf den Big Apple werfen: „Lebensstudien“ (Regie: Martin Scorsese) erzählt von dem exzentrischen, aber heruntergekommenen Künstler Lionel Dobie. Hoffnungslos hat er sich in die junge Künstlerin Paulette verliebt. Seine Muse erwidert die Liebe jedoch nicht, was Dobie schier in den Wahnsinn treibt. „Leben ohne Zoe“ (Regie: Francis Ford Coppola) wählt eine ganz andere Perspektive auf die Stadt und erzählt von dem schwerelosen Leben der kleinen Zoe, die - wie im Märchen und vollkommen vogelfrei - in einem New Yorker Luxushotel lebt, während ihre Eltern um die Welt reisen. In „Ödipus Ratlos“ (Regie: Woody Allen) begegnen wir hingegen dem fünfzigjährige Anwalt Sheldon Mills, der enorm unter der gandenlosen Herrschaft seiner Mutter leidet.

Schauspieler

New Yorker Geschichten Nick Nolte, Rosanna Arquette, Mia Farrow, Woody Allen, Mae Questel, Marvin Chatinover, Patrick O'Neal, Steve Buscemi, Deborah Harry, Peter Gabriel, Heather McComb, Carole Bouquet, Talia Shire, Giancarlo Giannini, Gia Coppola, Don Novello, Selim Tlili

Filmkritik von Kathrin Lang

Kathrin vergibt 5 von 5 Ms New Yorker Geschichten Drei Geschichten sollten erzählt werden, die unabhängig voneinander einen Blick auf New York, die Stadt der Städte werfen. An diese offene Aufgabenstellung gehen die drei namhaften Regisseure sehr unterschiedlich heran. Jeder pickt sich seinen eigenen Aspekt aus dem großen Topf heraus, um diesen anschließend in verdichteten 40 Filmminuten zu präsentieren. Vor allem durch die sehr unterschiedliche Herangehensweise an das Thema, gewinnt der Episodenfilm „New Yorker Geschichten“ an Reiz. New York ist eine facettenreiche Stadt, die vieles zu bieten hat, die kaum mit wenigen Worten beschrieben werden kann und der dennoch ganz spezifische Eigenschaften zugeschrieben werden. Oberflächlich betrachtet erzählen Scorsese, Coppola und Allen Geschichten, die allgemeingültig und im Grunde auch ortsungebunden sind. Dennoch gelingt es ihnen, den einzelnen Episoden immer wieder die ganz besondere New Yorker Magie einzuhauchen. Eine Magie, die keinen Zweifel daran lässt, dass die drei Werke ihre Heimat in New York haben und auch nur dort funktionieren.

Obwohl die drei Episoden erst im Zusammenspiel das stimmige Gesamtbild ergeben, können sie auch für sich alleine stehen und wirken. Da die drei Werke jedoch nicht nur inhaltlich, sondern auch inszenatorisch sehr unterschiedlich sind und jede Episode mit ihren ganz eigenen Reizen lockt, fällt die Wahl des Favoriten letztlich sehr schwer. Jeder Episode ist ihre eigene Handschrift abzulesen und jede beobachtet das New Yorker Treiben aus ihrer eigenen Perspektive. Während sich Martin Scorseses „Lebensstudien“ sehr auf das künstlerische Schaffen fokussiert, mit stürmischer Kamera den Malprozess seines egozentrischen Künstlers Lionel Dobie festhält, geht Copolla in „Leben ohne Zoe“ viel verspielter an die Inszenierung heran und liefert eine weitaus schwerelosere Episode ab. Woody Allen bleibt sich mit seinem Beitrag für „New Yorker Geschichten“ selbst treu und liefert mit „Ödipus Ratlos“ eine der witzigsten, schlussendlich aber auch am wenigsten überraschende Episode ab.

Wissenswertes

New Yorker Geschichten "New Yorker Geschichten" besteht aus drei Epsioden von drei Regisseuren:
"Lebensstudien" - Martin Scorsese
"Leben ohne Zoe" - Francis Ford Copolla
"Ödipus Ratlos" - Woody Allen



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