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Die Unberührbare
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Regie
Oskar Roehler
Drehbuch
Oskar Roehler
Produzenten
Käte Ehrmann, Ulrich Caspar
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 104 min Land Deutschland Kinostart 20.04.2000 DVD-Start 30.10.2000 Verleih Kinowelt |
Story
Als 1989 die Mauer fällt, bricht für die Schriftstellerin Hanna Flanders eine Welt zusammen. In letzter Sekunde wird sie vor einem Selbstmord bewahrt und versucht nun ihrem Leben in Berlin eine neue Perspektive zu verleihen. Dort angekommen muss sie jedoch feststellen, dass auch ihre alten Freunde nichts mehr auf die alten Werte geben. Verzweifelt und finanziell ruiniert kehrt sie nach München zurück. Doch auch dort wartet keine heile Welt auf sie…
Schauspieler
Hannelore Elsner, Vladim Glowna, Jasmin Tabatabai, Lars Rudolph, Michael Gwisdek, Nina Petri, Tonio Arango, Charles Regnier, Helga Göring, Bernd Stempel, Claudia Geisler, Marie Zielcke, Catherine Flemming, Birgit Stein
Filmkritik von Kathrin Lang
Mit „Die Unberührbare“ verarbeitet Oskar Roehler den Selbstmord seiner Mutter Gisela Elsner, die eine bekannte Schriftstellerin und Sympathisantin des DDR-Sozialismus war. Nicht grundlos etablierte sich Roehler mit diesem Werk endgültig als Regisseur und Drehbuchautor in der deutschen Filmindustrie. Von dem dramatischen Psychogramm über eine verlorene Frau, geht eine solch intensive Atmosphäre aus, wie man sie beim deutschen Film nur selten erleben darf. In schwarz-weiß gedreht, sind es vor allem die eindringlichen Bilder, die die Geschichte erzählen und zu einem einmaligen Kinoerlebnis werden lassen. Im Zentrum der Aufnahmen steht eine unheimlich stark agierende Hannelore Elsner, die mit ihrer auffälligen Perücke, der dunklen Schminke und ihrer betrüblichen Mimik schon ein Kunstwerk für sich darstellt. Ihre eindringlichen Blicke sprechen mehr als tausend Worte und lassen jegliche Erklärungen hinfällig werden. Hier wird eine Geschichte erzählt, die in ihrer Melancholie dennoch Hoffnung versprüht, letztlich aber gegen die Tristesse des Lebens nicht ankommt.
Wissenswertes
2001 wurde "Die Unberührbare" als Bester Spielfilm mit dem Deutschen Filmpreis in Gold ausgezeichnet. Im gleichen Jahr erhielt der Film außerdem die Goldene Tulpe als bester Film des internationalen Wettbewerbs des International Istanbul Film Festivals.
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