Aktuell im Kino
Demnächst im Kino
- 31.5.
- Bad Sitter
- 31.5.
- Leb wohl, meine Königin!
- 31.5.
- LOL - Laughing Out Loud
- 31.5.
- Safe - Todsicher
- 31.5.
- Snow White and the Hun...
- 31.5.
- Wie zwischen Himmel u...
- Zu den Kinostarts
Der Kardinal
The Cardinal
|
Regie
Otto Preminger
Drehbuch
Robert Dozier
Produzent
Otto Preminger
Genre Epos FSK 12 Filmlänge 175 min Land USA Kinostart 17.01.1964 DVD-Start 01.12.2006 Verleih Columbia TriStar |
Story
Als Stephen Fermoyle zu seiner Priesterweihe antritt, ahnt er noch nicht was im Laufe seiner kommenden Laufbahn bei der katholischen Kirche auf ihn zukommen wird. Konfrontiert mit familiären Problemen und später dem Rassismus in den Südstaaten, stößt er schon bald an seine Grenzen. Zerrissen von seinen geistlichen Pflichten und den Verlockungen einer Welt, die er eigentlich nicht betreten dürfte, muss er schwerwiegende Entscheidungen fällen, die ihn an seiner geistlichen Tätigkeit zweifeln lassen. Während einer Beurlaubung von seinem Priesteramt, lernt er in Wien die junge Annemarie kennen, die ihm durch ihre Liebe seine Entscheidung weiter erschwert…
Schauspieler
Thomas Tryon, Romy Schneider, Josef Meinrad, Carol Lynley, Burgess Meredith, John Huston, Dorothy Gish, Maggie McNamara, Bill Hayes, Cameron Prud'homme, Cecil Kellaway, Loring Smith, John Saxon, James J. Hickman, Peter McLean, Robert Morse, Pat Henning, Jill Haworth
Filmkritik von Kathrin Lang
175 Minuten Monumentalfilm, der sich in dieser geschlagenen Zeit durch den kompletten Werdegang eines Priesters bis hin zum Kardinal im Vatikan und die Rassismusthematik schlängelt. Nur wenige Filme schaffen es, eine solch gewaltige Spielfilmlänge zu füllen und so stoßen wir auch bei „Der Kardinal“ auf die Problematik der endlosen Längen. Ganz vorbildhaft will dieses Epos einen kompletten Überblick über die Rassen- und Kirchengeschichte während der NS-Zeit liefern und nimmt sich dabei schlichtweg zu viel vor. Angefangen bei dem Rassenproblem in den Südstaaten, bis hin zu Adolf Hitler und dessen wahnhaften Vorstellungen des Ariers, hat sich „Der Kardinal“ eigentlich schon mit ausreichend Stoff versorgt. Dabei sollte es jedoch nicht bleiben. Erschwerend hinzu kommt die Sicht-. und Handlungsweise der katholischen Kirche und eine tragische Familiengeschichte, die diesen Film weiter aufblähen.
Dennoch müssen hier auch positive Worte verloren werden. Nicht völlig grundlos wurde „Der Kardinal“ gefeiert und mit etlichen Preisen ausgezeichnet. Die Höhen dieses Filmes lassen sich in erster Linie bei der Besetzung ausmachen. Neben hervorragenden Nebendarstellern wie Romy Schneider und John Huston, wird dieses Epos von einem überzeugenden Hauptdarstellern angeführt. Thomas Tryon gibt den ambitionierten Geistlichen Stephen mit einer absoluten Überzeugungskraft, die diesem Film mehr als nur gut tut. Schlussendlich bietet „Der Kardinal“ interessante Einblicke in eine außergewöhnliche Kirchenlaufbahn, die selbst einen kirchenfernen Zuschauer nachdenklich stimmen können ohne dabei übermäßig moralisch zu wirken.
Auszeichnungen
Golden Globe-Nominierungen
Beste Regie, Bester Schauspieler - Drama (Tom Tryon), Beste Schauspielerin - Drama (Romy Schneider)
Gewonnene Golden Globes
Bester Film - Drama, Bester Nebendarsteller (John Huston)
OSCAR-Nominierungen
Beste Regie, Bester Nebendarsteller (John Huston), Beste Ausstattung - Farbe, Beste Kamera - Farbe, Beste Kostüme - Farbe, Bester Schnitt
| Besucherbewertung |
|---|
