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Charlie Bartlett
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Regie
Jon Poll
Drehbuch
Gustin Nash
Produzenten
Barron Kidd, Sidney Kimmel, David Permut, Jay Roach
Genre Komödie FSK 12 Filmlänge 97 min Land USA Kinostart 26.06.2008 DVD-Start 27.02.2009 Verleih Central Film |
Story
Weil es nicht das erste Mal ist, dass Charlie Bartlett von einer Privatschule fliegt, beschließt seine Mutter, ihn fortan auf eine ganz normale High School zu schicken. Als Krawattentragender Schüler, der von einem Chauffeur zur Schule gebracht wird, gestaltet sich der Start in sein neues Leben jedoch alles andere als einfach. Immerhin erkennt Charlie die großen Nöte, die an der High School bestehen und handelt sofort: Er geht gegen die Videoüberwachungen vor und kümmert sich um jene Schüler, um die sich sonst niemand kümmert. Schnell avanciert Charlie Bartlett so zum neuen Star auf der High School. Weniger begeistert von seinen nicht immer ganz legalen Taten ist Direktor Nathan Gardner, der in Charlie zunächst nichts anderes sieht als einen verwöhnten Bengel mit zu großem Mundwerk…
Schauspieler
Anton Yelchin, Robert Downey Jr., Hope Davis, Kat Dennings, Tyler Hilton, Mark Rendall, Dylan Taylor, Megan Park, Jake Epstein, Jonathan Malen, Derek McGrath, Stephen Young, Ishan Davé, David Brown
Filmkritik von Kathrin Lang
„Charlie Bartlett“ erzählt die etwas andere Geschichte vom ewigen Außenseiter auf der High School. Als hochintelligenter junger Mann, der aus einem zerrütteten Elternhaus stammt, fällt es Charlie Bartlett nicht sonderlich leicht, sich in den High School-Alltag einzugliedern. Dennoch ist er gerissen genug, um einen Weg zu finden die Gleichaltrigen auf seine Seite zu ziehen: Drogen, starke Medikamente die er von seinem Familienpsychiater höchstpersönlich verschrieben bekommt, werden zukünftig von Schultoilette zu Schultoilette weitergereicht. Ganz nebenbei hält Charlie Bartelett derweilen kleine Therapiesitzungen und kümmert sich so um das Seelenwohl seiner Mitschüler. Soweit wäre eigentlich Stoff genug gegeben, um aus „Charlie Bartlett“ eine zwar irrwitzig, aber dennoch rundum unterhaltende Komödie werden zu lassen. Leider zeigt sich Regieneuling Jon Poll bei der Inszenierung seiner Coming-of-Age-Geschichte reichlich zurückhaltend. Während alle Schauspieler zu Topform auflaufen und auch das Drehbuch weitestgehend tolle Ansätze liefert, verspielt „Charlie Bartlett“ das viele Potential nahezu grundlos. Etwas mutiger mit dem Drogenkonsum der Jugendlichen umgegangenem, etwas kritischer die Videoüberwachungsmaßnahmen an der High School hinterfragt und etwas zielstrebiger das zerrüttete Elternhaus Charlie Barteletts vorgeführt, hätte aus „Charlie Bartlett“ ein kleiner Hit werden können. So jedoch verliert sich die Komödie in ihrer unvollkommenen und mutlosen Erzählung, bei der nur die Schauspieler wirkliche Pluspunkte einsammeln. Ob nun Hope Davis als überforderte Mutter mit übergroßem Seelennotstand, Downey Jr. als Schuldirektor mit kleinem Alkoholproblem oder die etwas jüngere Schauspielriege rund um die Neulinge Anton Yelchin und Kat Dennings. Sie alle steuern dem Film viele gute Momente bei, die angesichts der schwachen Inszenierung jedoch nur selten im großen Stil hervorstechen.
