Mein Bauer, seine Kuh & Ich!

Grabben i graven bredvid

Filmplakat Mein Bauer, seine Kuh & Ich!
Regie Kjell Sundvall  Drehbuch Sara Heldt  Produzenten Charlotta Denward, Börje Hansson 
Genre Komödie  FSK Filmlänge 94 min
Land Schweden  Kinostart 07.10.2004  DVD-Start 21.10.2010  Verleih 3L Filmverleih

Story

Die junge Bibliothekarin Desiree Wallin fühlt sich meistens furchtbar einsam. Neben den Besuchen am Grab ihres verunglückten Mannes und der Sorge um ihre an Alzheimer erkrankte Mutter gibt es nicht viel, was ihr Leben ausfüllen könnte. Ihr elitärer Freundeskreis, der sich vorwiegend aus Künstlern zusammensetzt, kann ihr nicht bieten, was sie vermisst, denn Desiree träumt von Romantik und der großen Liebe. Doch eines Tages begegnet sie auf dem Friedhof dem attraktiven Benny Söderström. Auch er ist einsam, pflegt das Grab seiner Eltern und betreibt den von ihnen geerbten Bauernhof. Auch Bennys soziale Kontakte sind – bis auf seine 24 Milchkühe – eher beschränkt, weshalb er mehr von der Liebe träumt, als sie zu erleben.

Es ist nur ein kurzer Blickkontakt, doch der ist entscheidend für das weitere Schicksal dieser beiden einsamen Menschen. Benny setzt alles daran, Desiree wiederzusehen, und tatsächlich gelingt es ihm, auf seine Art und Weise, das Herz der Städterin zu erobern. Fast scheint es, als wäre es diesen beiden gegensätzlichen Menschen tatsächlich bestimmt, miteinander glücklich zu sein, Benny geht sogar so weit, Desiree mit seiner verstorbenen Lieblingskuh zu vergleichen. Doch jede Menge Vorurteile und die Karrierepläne Desirees scheinen diese zunächst so unbeschwerte Liebe dann doch noch zu durchkreuzen…

Schauspieler

Mein Bauer, seine Kuh & Ich! Elisabeth Carlsson, Michael Nyqvist, Annika Olsson, Anna Azcárate, Rolf Degerlund, Anita Heikkilä, Axelle Axell, Lasse Petterson, Sara Arnia, Lotta Östlin Stenshäll, Michael Odhag, Margareta Gudmundson, Patrik Lundström, Hackim Jakobsson, Staffan Hammar

Filmkritik von Stefanie Rufle

Steffi vergibt 4 von 5 Ms Mein Bauer, seine Kuh & Ich! Sieht man einmal von dem fürchterlichen deutschen Titel ab, bietet „Mein Bauer, seine Kuh & Ich!“ einfach alles, was man von einer guten Liebeskomödie erwartet. Michael Nyqvist und Elisabeth Carlsson sind ein wunderbares Leinwandpaar und ergänzen einander perfekt. Im Zusammenspiel dieser beiden Darsteller zeigt sich wieder einmal die wohltuende Andersartigkeit des skandinavischen Films. Hier wird nicht auf Hochglanzoptik geachtet, sondern vielmehr um die natürliche und echte Darstellung zweier völlig normaler Menschen, die sich ineinander verlieben. Dem Zuschauer wird die Geschichte einer ungewöhnlichen Liebe auf Umwegen erzählt, die alles bietet, was das nach Romantik hungernde Herz begehrt. Es sind vor allem die kleinen Momente, die diese Begegnung zweier Mittdreißiger so lebendig und sympathisch machen. Wenn der bodenständige Landwirt mit Sushi-Stäbchen kämpft oder die feinsinnige Städterin im Stall von 24 Milchkühen bedrängt wird, ist das einfach nur lebensecht und herrlich komisch.

Auch wenn die Geschichte sehr vorhersehbar ist und das Ende ziemlich schnell klar wird, darf man sich doch von dieser schwedischen Komödie aufs Angenehmste überraschen lassen. Hier prallen zwei Welten aufeinander, wie sie gegensätzlicher kaum sein könnten, aber dennoch ist die Saat gelegt für Leidenschaft und Liebe. Wir dürfen Zeuge werden, wie zwei Menschen auf ungestüme und überraschende Art und Weise versuchen, zusammen glücklich zu sein.
Begleitet von schwedischer Popmusik darf man sich von dieser leichten, humorvollen und sehr romantischen Geschichte mitnehmen lassen, um am Ende mit einem verklärten Grinsen wieder in der Realität anzukommen.

Wissenswertes

Mein Bauer, seine Kuh & Ich! Der ursprüngliche deutsche Titel von „Mein Bauer, seine Kuh & Ich!“ lautet „Der Typ vom Grab nebenan“. Es ist die Verfilmung des schwedischen Romans „Der Kerl vom Land – Eine Liebesgeschichte“ von Katarina Mazetti.
Der Film war in Schweden ein großer Erfolg und erhielt den Guldbagge-Award, den wichtigsten schwedischen Filmpreis, in den Kategorien Bester Hauptdarsteller (Michael Nyqvist), Beste Hauptdarstellerin (Elisabeth Carlsson), Beste Regie, Bester Film und Bestes Drehbuch.



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