Die Halunken

Le cinque giornate

Filmplakat Die Halunken
Regie Dario Argento  Drehbuch Dario Argento  Produzent Salvatore Argento 
Genre Abenteuer  FSK 16  Filmlänge 116 min
Land Italien, 1973  DVD-Start 24.04.2008  Verleih e-m-s GmbH

Story

Mailand 1848. Die Revolution ist im vollen Gange, als sich für den Taschendieb Cainazzo die Gelegenheit zur Flucht aus dem Gefängnis bietet. Er will schnellstmöglich zu einem alten „Chef“ und seinen Anteil eintreiben, für den er nun schon lange einsaß. Unterwegs trifft er auf den Bäcker Romolo, der in den Wirren der Revolution zu seinem Freund wird. Gemeinsam erleben sie die verrücktesten Sachen zwischen den Fronten der Österreicher und der italienischen Patrioten.

Schauspieler

Die Halunken Adriano Celentano, Enzo Cerusico, Marilù Tolo, Luisa De Santis, Glauco Onorato, Carla Tatò, Sergio Graziani, Germano Altomanni, Salvatore Baccaro, Loredana Martínez, Guglielmo Bardella, Loredana Benacca, Ugo Bologna

Filmkritik von Melanie Frommholz

Melli vergibt 2 von 5 Ms Die Halunken „Was will uns der Regisseur mit seinem Film nun eigentlich sagen?“ Eine Frage, die sich dem Zuschauer bei „Die Halunken“ gleich mehrfach stellt. Ist es eine historische Abrechnung mit dem Unrecht, welches während der Wirren der Mailänder Revolution geschah? Will er die Dekadenz des Adels anprangern? Oder die Tatsache veranschaulichen, dass neue Machthaber auch nicht besser sind als die alten und der Verlierer immer das Volk ist? Fragen über Fragen, die man am Ende nicht wirklich beantwortet bekommt. Manchmal fühlt man sich in einer Komödie, dann in einer Satire und dann lassen nackte Brüste und viel Kunstblut eher an etwas aus dem Bereich schlechter B-Movies denken. Einen durchgängigen roten Faden kann man in der Geschichte nicht wirklich ausmachen und nur die opulente Ausstattung fällt zuweilen positiv auf. Dario Argento, bekannt für Horror- und Slasher-Film Filme wie „Suspiria“, hat sich hier vor dem historischen Hintergrund wohl ausgetobt und mit seinen wilden Ideen und Stilmitteln experimentiert. Hauptdarsteller Adriano Celentano wirkt daher eher, als würde er durch seinen eigenen Traum stolpern, als der Inszenierung des Regisseurs folgen. Für Fans des Kultregisseurs mag „Die Halunken“ aufgrund genau dieses experimentellen Stils wirklich sehenswert sein, für alle anderen ist der Filmgenuss nur bedingt empfehlenswert.



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