Das Schmuckstück

Potiche

Filmplakat Das Schmuckstück
Regie François Ozon  Drehbuch François Ozon  Produzenten Eric Altmeyer, Nicolas Altmeyer 
Genre Komödie  FSK Filmlänge 103 min
Land Frankreich  Kinostart 24.03.2011  DVD-Start 08.09.2011  Verleih Concorde Film

Story

Frankreich, 1977: Suzanne Pujol brachte zwar die Regenschirm-Fabrik mit in die Ehe, doch an der Seite ihres Gatten Robert ist sie bald nur noch das schöne Schmuckstück, mit dem er repräsentiert. Sie darf schön aussehen und den Haushalt führen, um die wirklich wichtigen Dinge und die rigide Führung der Fabrik kümmert er sich. Während Robert sich auch außerehelich ordentlich auslebt, versucht Suzanne ihre Lage mit der notwendigen Gleichgültigkeit zu ertragen. Doch dann streiken sein Arbeiter angeführt vom kommunistischen Bürgermeister Maurice Babin und nehmen Robert als Geisel. Dieser erleidet daraufhin einen Herzanfall und ist erst einmal außer Gefecht. Mutig und eigenwillig nimmt Suzanne kurzentschlossen das Heft in der Firma selbst in die Hand und zeigt was in ihr steckt…

Schauspieler

Das Schmuckstück Catherine Deneuve, Gérard Depardieu, Fabrice Luchini, Karin Viard, Judith Godrèche, Jérémie Renier, Sergi López, Évelyne Dandry, Bruno Lochet, Elodie Frégé

Filmkritik von Melanie Frommholz

Melli vergibt 4 von 5 Ms Das Schmuckstück Seit er 2002 für „8 Frauen“ die Cremé là Cremé der weiblichen, französischen Darstellerinnen vor der Kamera vereinte und damit insbesondere in seiner Heimat großen Erfolg hatte, kommen die Stars wenn François Ozon ruft. Für „Das Schmuckstück“, die Adaption eines Theaterstückes, waren das zum Beispiel Catherine Deneuve, Gérard Depardieu, Fabrice Luchini oder Karin Viard, die er vor der Kamera vereinen konnte und die ihre Sache gewohnt souverän, sehr charmant und mit viel Spielfreude erledigen.
Ozon hat eine eigene Filmsprache. Er ist keiner, der die Aussagen seiner Filme auf dem Silbertablett serviert und der gerne Abstand wahrt, was seinen Geschichten immer eine gewisse, oft unbefriedigende Distanziertheit und Schwere gibt. Seine Emanzipationsgeschichte „Das Schmuckstück“, die im Jahr 1977 spielt, ist da anders und kommt in der Verpackung einer blütenweißen, locker-leichten, retro-stylischen Komödie jener Zeit daher. Doch wer den Franzosen kennt, der weiß, dass dies nicht mit Oberflächlichkeit verwechselt werden darf. „Das Schmuckstück“ ist gespickt mit viel hintergründiger Ironie und jeder Menge amüsanter Spitzfindigkeiten und Dialogwitz zu den Themen sexuelle Emanzipation, der Rolle der Frau in den späten 1970er Jahren und dem alten Klassenkampf zwischen Arbeitern und Kapitalisten. François Ozon überzeichnet dabei nicht gnadenlos, sondern liebevoll und mit einem Augenzwinkern. Er trifft den Geist jener Zeit und anders als bei „Rückkehr ans Meer“ oder „Ricky“ stößt er die Zuschauer diesmal nicht von sich weg. Dennoch hätte der Story mehr Biss gut gestanden. Ozons Inszenierung hat etwas Beiläufiges und auf die Dauer einlullendes, was die Handlung zuweilen vor sich hin plätschern lässt. Bei allem französischen Charme bekommt „Das Schmuckstück“ so doch Längen.

Wissenswertes

Das Schmuckstück Das Drehbuch basiert auf einem Theaterstück von Pierre Barillet und Jean-Pierre Grédy.



Besucherbewertung
5.0 / 5  (1 vote)

Kommentare

+ Kommentar schreiben
Deine Daten
(wird nicht veröffentlicht)
Dein Kommentar*

*Pflichtfeld
Der Kommentar wird von uns vor dem Freischalten geprüft.