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Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull
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Regie
Kurt Hoffmann
Drehbuch
Erika Mann, Robert Thoeren
Produzenten
Hans Abich, Rolf Thiele
Genre Satire FSK 16 Filmlänge 107 min Land Deutschland Kinostart 25.04.1957 DVD-Start 20.01.2004 Verleih Arthaus |
Story
Felix Krull erzählt uns aus dem Off seine Memoiren. Der Jüngling, der aus vornehmem, aber leider bankrottem Hause stammt, setzt stets seine großen schauspielerischen Talente ein, um mit möglichst wenig Aufwand blendend durchs Leben zu kommen, denn schließlich muss er seinem Namen „der Glückliche“ doch alle Ehre machen. Geschickt entzieht er sich dem Militärdienst und geht als Liftboy in ein nobles Hotel in Paris – die Stadt seiner Träume und der Liebe! Schon auf der Reise dorthin bestiehlt er – mehr aus Versehen, versteht sich – eine Fremde um ihren wertvollen Schmuck, den er später in Paris geschickt veräußert. Mit seinem Charme, der guten Erziehung und seinen ausgezeichneten Manieren gelingt es Felix schnell, die reichen Damen und Herren gleichermaßen zu betören. So kommt es dann, dass eine reiche Fabrikantengattin ebenso um seine Gunst wirbt, wie ein verwöhntes Millionärstöchterchen. Zudem ist es der Herzenswunsch eines einsamen Lords, Felix mit auf sein Schloss in Schottland zu nehmen.
Während Felix noch die verschiedenen Optionen gegeneinander abwägt, bietet sich ihm eine Chance, der er einfach nicht widerstehen kann: Der Marquis de Uenosta, den zarte Bande an die Stadt der Liebe fesseln, soll von seiner Familie deshalb auf Weltreise geschickt werden. Kurz entschlossen tauschen er und Felix Krull die Identitäten, woraufhin sich Felix mit jeder Menge Geld und allen möglichen Annehmlichkeiten ausgestattet als falscher Marquis auf Weltreise begibt…
Schauspieler
Horst Buchholz, Liselotte Pulver, Ingrid Andrée, Susi Nicoletti, Paul Dahlke, Paul Henckels, Ilse Steppat, Walter Rilla, Werner Hinz, Heidi Brühl, Peer Schmidt, Heinz Reincke
Filmkritik von Stefanie Rufle
Kurt Hoffmann adaptierte mit „Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ Thomas Manns leider unvollendet gebliebenen Roman für die große Leinwand. In der Wahl seines Hauptdarstellers Horst Buchholz bewies der Regisseur ein unglaublich gutes Gespür, denn dieser Mime scheint der personifizierte Hochstapler Krull zu sein. Er überzeugt in seiner durch und durch naiven Darstellungsweise, die zugleich von Charme durchsetzt ist. Allein schon die Szene, in der er bei seiner Musterung zum Militärdienst vortäuscht, Epileptiker zu sein, ist unvergesslich witzig und grandios gespielt. Vor allem Horst Buchholz ist es zu verdanken, dass die Inszenierung derart zeitlos ist, dass man auch heute noch Tränen darüber lachen kann. Auch Liselotte Pulver verdient in diesem Zug besondere Erwähnung, überzeugt sie doch mit ihrer natürlichen und sympathischen Art zu spielen.
Der schelmische Gauner ist es, von dem hier erzählt wird, der Blender, der seine Opfer buchstäblich verführt und sich dabei einredet, ihnen eigentlich gar nicht zu schaden. Dabei geht „Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ auf ironische und manchmal gar parodistische Weise mit den Missständen der damaligen Zeit ins Gericht und hält so den Machthabern den Spiegel vor. Dank der Mitwirkung von Thomas Manns Tochter Erika am Drehbuch ist „Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull“ eine gelungene filmische Umsetzung des unvollendeten Romans und mit Sicherheit als einer der Höhepunkte der deutschen Filmgeschichte der Fünfzigerjahre zu bezeichnen.
Wissenswertes
"Die Bekenntnisse des Hochstaplers Felix Krull" basiert auf dem unvollendeten Roman von Thomas Mann, an dem er von 1909-1911 und 1950-1954 schrieb. Das Drehbuch schrieb Robert Thoeren in Zusammenarbeit mit Erika Mann.
Der Film weicht teilweise von der literarischen Vorlage ab und der Schluss wurde neu hinzu erfunden.
Auszeichnungen
Golden Globe-Nominierungen
Bester ausländischer Film
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