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Remember Me
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Regie
Allen Coulter
Drehbuch
Will Fetters, Jenny Lumet
Produzenten
Trevor Engelson, Nick Osborne
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 128 min Land USA Kinostart 25.03.2010 DVD-Start 30.08.2010 Verleih Concorde Film |
Story
Tyler ist zornig. Zornig und ohne wirkliches Ziel im Leben. Der plötzliche Tod seines Bruders vor ein paar Jahren hat den sensiblen jungen Mann aus der Bahn geworfen. Tyler liegt im ständigen Clinch mit seinem Vater, der nach dem tragischen Ereignis in seine Arbeit flüchtete und ihn und seine kleine Schwester gefühlsmäßig scheinbar völlig zu verdrängen scheint. Seine Wut entlädt sich eines Abends, als er Zeuge einer Prügelei wird und eingreift. Sein anschließendes Verhalten bringt ihm eine Platzwunde von dem federführenden Polizisten ein. Der Zufall will es, dass dessen Tochter Ally die gleiche Uni in New York besucht wie Tyler. Er sucht Kontakt zu ihr und die beiden kommen sich näher. Doch auch Allys Familie ist durch den Tod eines geliebten Menschen nachhaltig geprägt. Nicht die einzige Schwierigkeit, welche die junge Liebe der beiden überschattet…
Schauspieler
Robert Pattinson, Emilie de Ravin, Pierce Brosnan, Chris Cooper, Martha Plimpton, Lena Olin, Peyton List, Ruby Jerins
Filmkritik von Melanie Frommholz
"Remember Me“ gelingt es mehrere Aspekte stimmig in sich zu vereinen. Zum einen ist das Drama eine Geschichte über plötzliche und schwerwiegende Verluste und erzählt feinfühlig, was solche mit einer Familie über die Jahre machen können. Mit vielen kleinen Andeutungen beleuchtet der Film die unterschiedlichen Gesichter der Trauer und des Erinnerns ohne damit überladen zu sein. Leise, aber nachdrücklich stellt „Remember Me“ die Frage nach der Bedeutung des Augenblicks im Leben und kommt dabei zwar nicht zu einer überraschend neuen Antwort, wählt aber eine berührende Interpretation mit einem unerwarteten Ende, das einen letztlich doch unverhofft trifft. Dies gelingt nicht zuletzt durch die Verbindung mit dem Element der Liebesgeschichte. Denn auch eine solche ist „Rememeber Me“. Wunderbar leichtfüßig, charmant und mit Witz erzählt, profitiert sie vom überzeugenden Spiel der beiden Hauptdarsteller Robert Pattinson (Tyler) und Emilie de Ravin (Ally). Beide harmonieren sehr gut zusammen und lassen die Gefühle und das Prickeln dieser jungen Liebe für den Zuschauer Wirklichkeit werden. Insbesondere Pattinson überrascht dabei jenseits aller „Twillight“-Vampir-Klischees durch eine differenzierte und facettenreiche Darstellung, die so nicht zu erwarten war. Flankiert wird die junge Garde durch jene, die ihr Können bereits mehr als einmal unter Beweis gestellt haben. Lena Olin strahlt in ihrer kleinen Rolle dabei ebenso wie OSCAR-Preisträger Chris Cooper und Pierce Brosnan, die in ihren Rollen markant sind.
Letztlich ist es die Balance zwischen stillen Momenten und jenen Szenen, in denen sich der Zorn in Gewalt und Aggression entlädt, die „Remember me“ zu einem packenden Drama machen, das lange nachhallt. Zudem gibt die überraschende Wendung am Ende der gesamten Geschichte noch eine weitere, neue Dimension und lässt alles noch einmal in einem anderen Licht erscheinen. Sicherlich kann man dem Ausgang der Geschichte durchaus den Vorwurf machen etwas überkonstruiert zu sein, in jedem Fall überrascht er völlig.
Rememeber Me“ – es ist wichtig sich zu erinnern!
