Briefe an Julia

Letters to Juliet

Filmplakat Briefe an Julia
Regie Gary Winick  Drehbuch Jose Rivera, Tim Sullivan  Produzenten Ellen Barkin, Mark Canton, Eric Feig, Caroline Kaplan, Patrick Wachsberger 
Genre Love-Story  FSK Filmlänge 105 min
Land USA  Kinostart 19.08.2010  DVD-Start 13.01.2011  Blu-ray-Start 13.01.2011  Verleih Concorde Film

Story

Die New Yorker Journalistin Sophie reist mit ihrem Verlobten, dem angehenden Restaurantbesitzer Victor auf vorgezogenen Flitterwochen nach Verona. Sophie freut sich auf einen richtig romantischen Urlaub in Victors Heimatland, doch der interessiert sich nur für die italienische Küche und deren diverse Spezialitäten. Daraufhin begibt sich Sophie allein auf Entdeckungsreise durch die Gässchen der Stadt von „Romeo und Julia“ und stößt dabei ganz unverhofft auf die große Romantik, nach der sie sich so sehnt: Sie lernt „Julias Sekretärinnen“ kennen, vier Frauen, die jeden Tag Briefe von Liebenden beantworten, die diese an der Mauer vom „Casa de Giulietta“ deponieren. Da Victor auf der Suche nach kulinarischen Köstlichkeiten im Land umherreist, schließt sich Sophie kurzerhand diesen vier Frauen an und findet prompt einen über fünfzig Jahre alten Brief von einer gewissen Claire hinter einem losen Mauerstein. Sophie kann einfach nicht anders, als Claires Brief zu beantworten – und damit nimmt das Schicksal seinen Lauf.

Claire ist von Sophies Antwort derart berührt, dass sie zusammen mit ihrem Enkel Charlie nach Italien reist, um die Orte ihrer Jugend zu besuchen. Charlie, der von der Idee seiner Großmutter alles andere als begeistert ist, macht Sophie ausfindig und die begibt sich zusammen mit ihm und Claire auf die Suche nach deren großer Liebe Lorenzo, den sie vor über fünfzig Jahren verließ. Auf dieser Reise durch die wunderschöne Toskana verändert sich so manches für die drei Suchenden und deren Leben…

Schauspieler

Briefe an Julia Amanda Seyfried, Gael García Bernal, Vanessa Redgrave, Christopher Egan, Franco Nero, Lidia Biondi, Daniel Baldock, Luisa Ranieri, Milena Vukotic, Marina Massironi, Oliver Platt, Luisa Ranieri

Filmkritik von Stefanie Rufle

Steffi vergibt 4 von 5 Ms Briefe an Julia „Briefe an Julia“ ist eine zuckersüße und ziemlich vorhersehbare Romanze, die dennoch tief berührt und den Zuschauer mit einem wohligen Gefühl im Bauch zurücklässt. Daran sind in erster Linie die großartig agierenden Darsteller, allen voran die Grande Dame des europäischen Kinos, Vanessa Redgrave, schuld. Redgrave spielt die alte Dame Claire zurückhaltend und elegant und überzeugt so restlos. Sie ist der ruhende Pol, der dieser Romanze trotz aller Klischees eine gewisse Glaubwürdigkeit verleiht. Amanda Seyfried als bezaubernde Sophie besticht erneut durch ihre Natürlichkeit- sie ist einfach nur zum Verlieben süß und unschuldig. Man kann als Zuschauer nicht anders, als ihr überall hin folgen zu wollen, auch wenn ihr Handeln nicht immer besonders logisch wirkt. Christopher Egan als Charlie bietet den perfekten Gegenpart dazu: unterkühlt, präzise denkend und völlig unromantisch – very british eben. Er lässt seinen Charakter im Laufe der Geschichte zusehends wachsen, charismatischer und sympathischer werden, was nur als erstaunliche Leistung zu bezeichnen ist.

Wo, wenn nicht in Verona, könnte der Schauplatz für eine romantische Liebesgeschichte sein? Alle logischen und rationalen Gesichtspunkte über Bord werfend, bleibt dem Zuschauer irgendwann einfach nichts mehr übrig, als in seinem Sitz zu versinken, die Welt um sich herum zu vergessen und in eine unglaublich schöne Geschichte einzutauchen. Eine Geschichte, die vom Mut einer Frau erzählt, die es wagt, sich auf die Suche nach einer großen Liebe zu machen und der das nur möglich ist, weil eine andere Frau den Mut hat, an die eine große Liebe zu glauben. Naiv und manchmal etwas arg kitschig – aber eben doch einfach wunderschön!

Wissenswertes

Briefe an Julia Julias Sekretärinnen, der „Club di Giulietta“ existiert tatsächlich. Seit Jahrzehnten wenden sich Liebende aus aller Welt an Shakespeares Julia – und Julias Sekretärinnen beantworten diese Briefe. Der „Club di Giulietta“ wurde 1972 von Guilio Tamassi gegründet und wird bis heute von der Stadt Verona unterstützt, die das Porto für die Briefe bezahlt. Julias Sekretärinnen arbeiten alle ehrenamtlich und beantworten jährlich mehrere Tausend Briefe in über zwanzig Sprachen. Unter www.julietclub.com werden Fragen in Liebesdingen auch per Email beantwortet.



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