Ondine - Das Mädchen aus dem Meer

Ondine

Filmplakat Ondine - Das Mädchen aus dem Meer
Regie Neil Jordan  Drehbuch Neil Jordan  Produzenten Ben Browning, James Flynn, Neil Jordan 
Genre Love-Story  FSK 12  Filmlänge 111 min
Land Irland, USA  Kinostart 21.10.2010  DVD-Start 10.03.2011  Blu-ray-Start 10.03.2011  Verleih Concorde Film

Story

Seit über zwei Jahren ist der Fischer Syracuse nun schon trockener Alkoholiker. Weil es in dem kleinen irischen Küstenörtchen keine Gruppe der Anonymen Alkoholiker gibt, muss die Beichte beim Pfarrer herhalten. Hier erzählt Syracuse eines Tages auch von einem verzauberten Fang, den er in seinem Netz hatte: eine junge hübsche Frau, dem Tode näher als dem Leben. Die Fremde scheint direkt aus den Tiefen des Meeres zu kommen und kann sich scheinbar an nichts mehr erinnern. Doch sie bring Syracuse Glück. Plötzlich beißen die Fische wieder. Seine kleine Tochter ist sich sicher: Ondine, wie sich die Frau nennt, muss eine Selkie sein. Eines jener mystischen Seehundwesen, die an Land ihr Fell ablegen, um unter den Menschen leben zu können. Ondine bringt Syracuse nicht nur einen guten Fang, sondern auch die Hoffnung zurück. Doch wie im Märchen hat auch sie ein finsteres Geheimnis.

Schauspieler

Ondine - Das Mädchen aus dem Meer Alicja Bachleda-Curus, Colin Farrell, Tony Curran, Stephen Rea, Dervla Kirwan, Tom Archdeacon, Don Wycherley, Emil Hostina, Norma Sheahan, Alison Barry

Filmkritik von Melanie Frommholz

Melli vergibt 4 von 5 Ms Ondine - Das Mädchen aus dem Meer Nach seiner Zusammenarbeit mit Jodie Foster in „Die Fremde in Dir“ wendet sich Regisseur Neil Jordan nicht nur einer weniger nervenaufreibenden Geschichte, sondern auch seiner Heimat Irland zu. Gewürzt mit einer großen Portion Lokalkolorit bringt er mit „Ondine – das Mädchen aus dem Meer“ eine sympathische Liebesgeschichte auf die Kinoleinwände. Die Handlung vereint den rauen Charme der grünen Insel mit mythischen Elementen, und letztlich wird es dann doch auch wieder ein Fünkchen nervenaufreibend. Ein wenig Aufregung darf es bei Neil Jordan dann doch auch immer sein. Der Filmemacher hat es verstanden, seine verschiedenen Storyelemente stimmig zu vereinen, und auch wenn dem Streifen das letzte Quäntchen zur ganz großen Strahlkraft fehlt, bezaubert die Geschichte jenseits allen Kitsches durch Natürlichkeit, die sich in den schönen Aufnahmen von Irlands wilder Küste widerspiegelt. Den Hauptverdienst daran tragen sicherlich die beiden Hauptdarsteller Alicja Bachleda-Curus und Colin Farrell. Die Chemie stimmte eindeutig zwischen den beiden, was auch kein Wunder ist, sind sie auch im realen Leben ein Paar. Das Salz in der Liebessuppe ist die kleine Alison Barry, die Farrells alias Syracuse Tochter Annie spielt. Wie sie mit altklugem Witz ihr Schicksal einer kaputten Niere trägt, nimmt einen sofort für sie ein.

„Ondine – das Mädchen aus dem Meer“ wird Neil Jordan sicherlich als Filmemacher nicht unsterblich machen. Seine kleine, romantische Geschichte von mystischen Selkies, Fischern und der Suche nach Glück und einer zweiten Chance im Leben lädt jedoch zum Träumen ein. Und was gibt es schöneres, als in der dunklen Jahreszeit in Gedanken auf Reisen zu gehen?

Wissenswertes

Ondine - Das Mädchen aus dem Meer Die schönen Bilder von Irlands rauer Küste wurden von Kameramann Christopher Doyle eingefangen.



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Kommentare

Parsleybrain schreibt am 07.04.11, 11:47
Einer des besten Filme die ich seit langem gesehen habe - vielschichtig, berührend, überhaupt nicht kitschig, leicht melancholig und doch voller Hoffnung, mit feinem Humor und phantastischen Schauspielern. Anschauen, anschauen, anschauen!
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