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Boston Streets
What Doesn't Kill You
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Regie
Brian Goodman
Drehbuch
Brian Goodman, Paul T. Murray, Donnie Wahlberg
Produzenten
Marc Frydman, Rod Lurie, Bob Yari
Genre Thriller FSK 16 Filmlänge 96 min Land USA, 2008 DVD-Start 18.03.2010 Verleih Ascote Elite |
Story
Seit sie Teenager waren, erledigen Brian Reilly und Paulie McDougan für den Paten von South Boston Pat Kelly die kleinen Botengänge, die miesen Jobs und die Schutzgelderpressung. Sie sind reingewachsen in dieses Leben. Den großen Reibach haben sie dabei aber noch nie gemacht. Besonders Paulie ist über das Dasein als Kleinganove zunehmend unzufrieden und als Kelly von den Cops geschnappt wird, wittert er Morgenluft. Brian und er steigen in den Drogenhandel ein und beginnen auch auf anderen Gebieten auf eigene Rechnung zu arbeiten. Doch schon bald steckt Brian mitten im Drogensumpf und die Sache wächst ihnen über den Kopf. Als ein Deal schief geht, werden Brian und Pauli zu 5 Jahren Gefängnis verurteilt. Wieder draußen will Pauli nur noch ein großes Ding drehen und sich dann endgültig zur Ruhe setzen. Doch dafür braucht er Brian, der schon begonnen hatte in ein bürgerliches Leben zu finden…
Schauspieler
Mark Ruffalo, Ethan Hawke, Amanda Peet, Will Lyman, Brian Goodman, Donnie Wahlberg, Angela Featherstone, Edward Lynch
Filmkritik von Melanie Frommholz
Einmal ein Krimineller immer ein Krimineller? „Boston Streets“ spürt dieser Frage anhand der Geschichte zweier Freunde nach, denen von Kindesbeinen an eine Verbrecherkarriere vorgezeichnet scheint. Mit kleinen Jobs für den lokalen Paten geht es los und schon ist man drin in dem Netz aus Gefälligkeiten und kleinen Verbrechen, mit denen man sich im Viertel über Wasser halten kann. Auch wenn immer Winter ist in dieser Geschichte und die kalte Jahreszeit zum Spiegelbild der Situation der beiden Hauptcharaktere wird, ist „Boston Streets“ kein moralinsaures Drama mit sentimentaler „Du kannst es schaffen“-Botschaft. Brian Goodmans Film, der von wahren Begebenheiten inspiriert wurde, ist eine realistische Milieustudie, die durch harte Betrachtungen und unschöne Wahrheiten überzeugt. Hier wird nichts weich gezeichnet und genau darum glaubt man der Geschichte am Ende die positiven wie die negativen Wendungen gleichermaßen.
Goodman, der mit diesem Streifen sein Debüt als Regisseur und Drehbuchautor gibt, vertraute uneingeschränkt auf die Kraft der Bilder und die Ausdruckstärke seiner Hauptdarsteller Mark Ruffalo und Ethan Hawke sowie der des übrigen Casts. Eine gute Entscheidung, denn kommt einem zu Beginn des Films die Handlung noch etwas zusammenhanglos vor, gewinnt das Leben der beiden Bostoner Ghettojungs durch das Geschehen und ihr selbstverständliches Zusammenspiel auch ohne große Erklärungen oder Erzählerfunktion an Spannung, Kontur und Schärfe. Von Ethan Hawke ist man diese Leistung fast schon routinemäßig gewohnt. Mark Ruffalo stand dagegen bislang eher etwas im Schatten anderer großer Namen. In „Boston Streets“ verbindet er den weichen Kern eines liebenden Familienvaters mit der harten Schale eines Berufskriminellen und Drogensüchtigen auf beeindruckende Art und Weise.
Brian Goodman hat in seinem Debüt einen feinen Blick für Figuren und ein gutes Gespür für Geschichten bewiesen und damit aus „Boston Streets“ einen klasse Film gemacht.
