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Pfarrer Braun - Heiliger Birnbaum (TV)
Pfarrer Braun - Heiliger Birnbaum
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Regie
Wolfgang F. Henschel
Drehbuch
Cornelia Willinger, Stephan Reichenberger
Genre Krimikomödie Filmlänge 90 min Land Deutchland, 2008 Verleih ARD |
Story
Mal wieder sieht sich Bischof Hemmelrath dazu gezwungen den kriminalisierenden Pfarrer Braun in eine andere Gemeinde zu versetzen. Braun soll dieses Mal sein Glück in dem protestantischen Ribbeck im Havelland versuchen – einem kleinen Örtchen, in dem sich schon seit rund 100 Jahren kein Verbrechen mehr zugetragen hat. Beinahe selbstredend geschieht kurz nach der Ankunft des Pfarrers jedoch ein Mord: Während seiner Predigt stirbt der ortsansässige Pastor Lehmkuhl an einem Stück Birne. Schnell stellt sich heraus, dass der Mord mit den „heiligen“ Überresten des Birnenbaums, der durch das Gedicht "Herr von Ribbeck auf Ribbeck im Havelland" von Fontane Weltruhm erlangte, in Zusammenhang zu bringen ist. Während Pfarrer Braun also wieder reichlich Grund zum kriminalisieren gefunden hat, muss er - als einziger Katholik weit und breit - nebenbei seine Fähigkeiten als Missionar unter Beweis stellen.
Schauspieler
Ottfried Fischer, Hansi Jochmann, Antonio Wannek, Peter Heinrich Brix, Hans-Michael Rehberg, Gilbert von Sohlern, Martin Feifel, Michael Brandner, Anna Böttcher, Patrick Mölleken
Filmkritik von Kathrin Lang
Über sieben Jahre ist es nun her, dass die erste Episode der ARD-Fernsehreihe „Pfarrer Braun“ ausgestrahlt wurde. Am 17. April 2003 begonnen, kann „Pfarrer Braun“ heute stolz auf eine große und vor allem treue Fangemeinde sowie auf 18 abgedrehte Episoden in acht Staffeln blicken. Wenn Ottfried Fischer alias Pfarrer Braun im Ersten ermittelt, ist ordentlich etwas geboten. Rund acht Millionen Zuschauer zieht die Erstausstrahlung einer Episode der Kriminal-Reihe mit reichlich komödiantischem Einschlag für gewöhnlich vor den Fernseher. Die gängigen Handlungsmuster und flotten Sprüche des ermittelnden Pfarrers sind dem Publikum schon längst vertraut und verlieren bis heute nicht an Wirkung. In diesem Sinne kann auch die 14. Episode „Heiliger Birnbaum“ prächtig mithalten. Mal wieder konnte es Pfarrer Braun, trotz ausdrücklichem Verbot von Seiten des Bischofs, nicht bleiben lassen, in einem Mordfall zu ermitteln. Also wird er mir nichts, dir nichts auf ein Neues versetzt, nur um erneut in alte Handlungsmuter zu verfallen. Das tief protestantische Ribbeck im Havelland stellt jedoch selbst für den erfahrenen Ermittler mit göttlichem Beistand eine große Herausforderung dar. Und so kommt Pfarrer Braun schon lange bevor er dem Übeltäter auf die Schliche kommt, ordentlich ins Schwitzen. Ihren Witz schöpft die Episode „Heiliger Birnbaum“ größten Teils aus den reichlich platten, aber doch herrlich schwerelos unterhaltenden Aussprüchen des Geistigen. "Ich denke, also birn ich“ - an mancher Stelle der Episode scheiden sich gewiss die Geister. Nicht immer ist für ‚Außenstehende‘ sofort klar, wie ernst das flache Geplapper nun zu nehmen ist. Etwaige Tiefen lässt „Pfarrer Braun“ unter dem Strich schmerzlich vermissen. Trotzdem ist „Heiliger Birnbaum“ eine „Pfarrer Braun“-Episode wie sie im Bilderbuch steht und daher, alles in allem, doch recht vergnüglich anzuschauen.
Die Episode wurde am 10. April 2008 zum ersten Mal ausgestrahlt.
