Der große Ziegfeld

The Great Ziegfeld

Filmplakat Der große Ziegfeld
Regie Robert Z. Leonard  Drehbuch William Anthony McGuire  Produzent Hunt Stromberg 
Genre Musikfilm  FSK 12  Filmlänge 110 min
Land USA  Kinostart 28.04.1950  Verleih Warner Bros. Pictures

Story

Die beiden Revueshow-Produzenten Florenz Ziegfeld Jr. und Jack Billings sind trotz der großen Konkurrenz in dem Business miteinander befreundet. Beide produzieren Anfang des 20. Jahrhunderts große und erfolgreiche Revue-Shows, für die sie natürlich auch große Stars als Zugpferde benötigen. Doch während Ziegfeld eher auf die Anziehungskraft charismatischer männlicher Stars setzt, sieht Billings in Tanz, Musik und schönen Frauen sein Erfolgsrezept. Nach dem Scheitern seiner ersten Ehe muss Ziegfeld wegen illegaler Schaukampfmanipulation nach London fliehen. Auf der Überfahrt dorthin trifft er seinen Freund Billings, der in London eine französische Sängerin unter Vertrag nehmen möchte. In London angekommen setzt Ziegfeld alles daran die Französin für seine Show zu gewinnen – und hat Erfolg. Außerdem gewinnt er auch noch das Herz des glamourösen Stars – die beiden heiraten.
Zurück am Broadway bereitet Ziegfeld ein Ensemble-Stück vor: die „Ziegfeld Follies“ sollen das Publikum mit ausgefallenen Kostümen, großem Staraufgebot und aufwändiger Ausstattung begeistern. Doch trotz seines guten Gespürs für den Geschmack des Publikums wird immer deutlicher, dass der große Ziegfeld in hohem Maß über seine Verhältnisse lebt. Am Ende ist er bankrott, sein Lebenswerk liegt in Trümmern.

Schauspieler

Der große Ziegfeld William Powell, Myrna Loy, Luise Rainer, Frank Morgan, Fanny Brice, Virginia Bruce, Reginald Owen, Ray Bolger, Ernest Cossart, Joseph Cawthorn, Nat Pendleton, Harriet Hoctor, Jean Chatburn, Paul Irving, Herman Bing

Filmkritik von Stefanie Rufle

Steffi vergibt 2 von 5 Ms Der große Ziegfeld „Der große Ziegfeld“ basiert auf dem Leben des Broadway-Produzenten Florenz Ziegfeld Jr., dessen Ruf als großartiger Macher von opulenten Revuen und Bühnenspektakeln bis heute legendär ist. Geschildert wird aber nicht nur dessen schöpferisches Tun, sondern auch sein verwickeltes und kompliziertes Privatleben. Der Film erzählt von den gescheiterten Ehen des Impressarios, von seinen vielen Affären und seinem ausschweifenden Lebensstil, der ihn schließlich in den Bankrott trieb. Auch wenn mit William Powell in der Hauptrolle und Luise Rainer als Ziegfelds erster Ehefrau Anna Held durchaus hochkarätige Darsteller aufgefahren wurden, vermag die Handlung einfach nicht zu packen und zu fesseln. „Der große Ziegfeld“, der 1936 den OSCAR in den Kategorien Bester Film, Beste Hauptdarstellerin und Beste Tanzchoreographie gewann, gehört zu jenen Filmen, die die Zeit nicht überdauern konnten. Behäbig, farblos und völlig veraltet wirkt diese Geschichte, bei der man die Mottenkugeln förmlich zu riechen vermeint.
Lediglich die Choreographien finden auch heutzutage noch ihre Berechtigung und lassen hin und wieder so etwas wie Faszination beim Zuschauer aufkommen. Die Opulenz damaliger Produktionen wird vor allem in der Nummer „A Pretty Girl is Like a Melody“ deutlich, die fast sieben Minuten dauert.
„Der große Ziegfeld“ ist ein mit viel Aufwand und großer Liebe zum Detail inszenierter Tanzfilm, dem es aber eindeutig an Dramaturgie und Überzeugungskraft fehlt.

Auszeichnungen

Der große Ziegfeld
OSCAR-Nominierungen

Beste Regie, Beste Ausstattung, Bester Schnitt, Bestes Drehbuch (Original-Story)

Gewonnene OSCARs

Bester Film, Beste Schauspielerin (Luise Rainer), Beste Choreographie



Besucherbewertung
0.0 / 5  (0 votes)

Kommentare

+ Kommentar schreiben
Deine Daten
(wird nicht veröffentlicht)
Dein Kommentar*

*Pflichtfeld
Der Kommentar wird von uns vor dem Freischalten geprüft.