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Der dritte Mann
The Third Man
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Regie
Carol Reed
Drehbuch
Graham Greene
Produzenten
Carol Reed, Alexander Korda, David O. Selznick
Genre Thriller FSK 12 Filmlänge 104 min Land Großbritannien, 1949 Kinostart 07.01.1950 DVD-Start 01.10.2001 Verleih Kinowelt |
Story
Wien ist nach dem Zweiten Weltkrieg in vier Zonen aufgeteilt und die Situation ist mehr als nur beunruhigend. Schieberbanden versuchen mit ihren krummen Geschäften zu überleben und ihre Familie zu ernähren und die Polizei, die sich aus allen vier Besatzungsmächten zusammensetzt, versucht dem Ganzen irgendwie Herr zu werden. Doch so einfach ist das alles nicht.
In das Wien dieser Zeit kommt der eher erfolglose Schriftsteller Holly Martins aus den USA an. Sein Freund, Harry Lime, hat ihm einen Job angeboten. Vor Ort ist jedoch alles anders, denn Lime ist tot. Die Umstände, wie es dazu kam, sind jedoch etwas seltsam und Holly beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Dabei kommt heraus, dass es einen dritten Mann bei dem Unfall/Mord seines Freundes gegeben haben muss. Was hat er damit zu tun? Und welche Rolle spielt die geheimnisvolle Balletttänzerin Anna Schmidt?
Schauspieler
Joseph Cotten, Orson Welles, Alida Valli, Trevor Howard, Ernst Deutsch, Paul Hörbiger, Erich Ponto, Siegfried Breuer, Bernard Lee, Wilfred Hyde-White
Filmkritik von Thomas Ays
Regisseur Carol Reed inszenierte das Drehbuch von Graham Greene durchweg solide. Zwar schafft es der OSCAR-Preisträger ("Oliver!") durch die vielen dunklen Szenen eine düstere Atmosphäre zu erzeugen, so richtig fesselnd ist das aber nicht geworden, was vor allem an der Länge des Films liegt. Weniger wäre hier mehr gewesen, was sich vor allem in der Kurzweiligkeit niedergeschlagen hätte. Doch kurzweilig ist in "Der dritte Mann" wenig geworden.
Toll sind jedoch die Schauspieler. Joseph Cotten als Holly Martins ist durchweg glaubhaft und auch Alida Valli als Anna Schmidt und Orson Welles als Harry Lime wissen in ihre Rollen zu finden. Auch Trevor Howard als Maj. Colloway wirkt glaubhaft.
"Der dritte Mann" versucht all seine mystische Wirkung zu entfalten und bei dem Versuch bleibt es dann auch. Zwar kann die Kameraarbeit sich durchaus sehen lassen und auch die Schauspieler sind toll, insgesamt ist dies jedoch ein lediglich durchschnittlich guter und nicht immer fesselnder Film aus dem Jahre 1949.
Ursprünglich sollte Schauspieler Cary Grant die Rolle des Harry Lime übernehmen.
