Wie durch ein Wunder

Charlie St. Cloud

Filmplakat Wie durch ein Wunder
Regie Burr Steers  Drehbuch Lewis Colick, Craig Pearce  Produzenten Michael Fottrell, Marc Platt 
Genre Drama  FSK Filmlänge 99 min
Land USA  Kinostart 07.10.2010  DVD-Start 10.02.2011  Blu-ray-Start 10.02.2011  Verleih Universal Pictures

Story

Der fast erwachsene Charlie und sein jüngerer Bruder Sam sind weit mehr, als nur Brüder. Sie sind beste Freunde, Seelenverwandte, ein Team. Umso schlimmer ist es, als die beiden bei einem nächtlichen Ausflug einen schrecklichen Unfall haben. Sam ist sofort tot, Charlie schwerverletzt. Wie durch ein Wunder schaffen es die Sanitäter, das Leben von Charlie zu retten.
Fünf Jahre später hat sich die Welt nicht weitergedreht. Jeden Abend spielt Charlie mit seinem Bruder Sam auf dem Friedhofsgelände, auf dem er als Verwalter arbeitet, Baseball. Nur er kann Sam sehen, mit ihm lachen, toben und Spaß haben. Er ist noch da, in einer Art Zwischenreich, das ihm erlaubt, weiterhin bei seinem Bruder zu bleiben. Doch Charlie kann den Friedhof nicht verlassen, sonst verliert er Sam für immer.
Als er die hübsche Seglerin Tess kennenlernt, beginnen sich die Prioritäten von Charlie zu verschieben. Doch: Wird er es wirklich schaffen, seinen Bruder aufzugeben?

Schauspieler

Wie durch ein Wunder Zac Efron, Charlie Tahan, Amanda Crew, Augustus Prew, Donal Logue, Kim Basinger, Ray Liotta, Dave Franco, Matt Ward, Miles Chalmers, Jesse Wheeler, Desiree Zurowski, Adrian Hough, Jill Teed, Tegan Moss

Filmkritik von Thomas Ays

Tom vergibt 4 von 5 Ms Wie durch ein Wunder Es geht um Loslassen, darum, einen geliebten Menschen ziehen zu lassen. Diese Thematik bearbeitet Ben Sherwood in seinem Roman „The Death and Life of Charlie St. Cloud” (zu deutsch: “Wie durch ein Wunder”) und wird an ziemlich vielen Stellen arg rührselig und kitschig, sodass es selbst jenen Fans dieses Genres zu viel wird, die solche Geschichten sonst vielleicht sehr gerne lesen. Nun stand Regisseur Burr Steers vor der schwierigen Aufgabe, das von Lewis Colick und Craig Pearce adaptierte Drehbuch für die große Leinwand umzusetzen. Dabei galt es zu überlegen, wie viel Weichzeichner tatsächlich zum Einsatz kommen würde.
Burr Steers schafft es eindrucksvoll, ein emotions- und spannungsgeladenes Drama zu inszenieren, das, neben wenigen lustigen Stellen, jedoch durchweg dramatisch geraten ist. Es ist ein Film für ein weibliches Publikum und jene, die sich eine solch über den Tellerrand hinausblickende Geschichte erzählen lassen wollen. Die Drehbuchautoren Lewis Colick und Craig Pearce kürzten die Geschichte der Vorlage genau richtig und veränderten ihr Skript soweit, dass es für die jungen Darsteller passt. Die Stellen, die an der Vorlage grenzwertig sind, wurden zwar (fast) komplett aus dem Film gestrichen, die zahlreichen Leser werden jedoch noch immer ihre gelesene Geschichte vorfinden – eine grandiose Leistung.
Zac Efron ist nicht Charlie St. Cloud – zumindest nicht der aus dem Buch. Er ist ein anderer, echterer und glaubhafterer Protagonist. Zac Efron liefert als Hauptfigur die eindeutig beste Leistung seiner jungen Karriere ab und glänzt vor allem in den emotionalen Szenen des Films mit Glaubwürdigkeit und wohldosierten Emotionen. Daneben verblassen die Nebendarsteller geradezu. Amanda Crew als Tess ist viel zu weich (vor allem im Gegensatz zum Buch!) und auch Charlie Tahan als Sam schafft es trotz guter Leistung nicht an seinen Kollegen heran. In ganz kleinen Rollen sind auch Donal Logue als Tink und Kim Basinger als Charlies und Sams Mutter zu sehen. Gute Schauspieler allesamt, die jedoch nur am Rande wirklich wichtig sind – Efron dominiert mit seiner Präsenz den Film.
Ganz ohne Kitsch kommt auch Burr Steers nicht aus und inszeniert seinen Film bildgewaltig und gefühlsbetont, sodass vor allem männliche Kinogänger, die lieber den Actionfilm im Nebensaal gesehen hätten, Mühe haben werden. Fans von starken Dramen bekommen hier eine sehenswerte, wenn auch manchmal zu weiche Romanverfilmung geboten, die neben der emotionalen Geschichte vor allem einen starken und an manchen Stellen schlicht brillanten Hauptdarsteller zeigt.

Wissenswertes

Wie durch ein Wunder "Wie durch ein Wunder" ist die Verfilmung des gleichnamigen Romans von Ben Sherwood.




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