Der rote Korsar

The Crimson Pirate

Filmplakat Der rote Korsar
Regie Robert Siodmak  Drehbuch Roland Kibbee  Produzenten Harold Hecht, Burt Lancaster 
Genre Abenteuer  FSK 12  Filmlänge 101 min
Land USA  Kinostart 25.12.1952  DVD-Start 23.06.2006  Verleih Warner Bros. Pictures

Story

Ende des 18. Jahrhunderts machen Kapitän Vallo und seine Mannschaft die Karibik unsicher. Als die Piraten ein spanisches Kriegsschiff kapern, fällt ihnen Baron Gruda, ein Gesandter des spanischen Königshauses, in die Hände. Als Vallo und Gruda einen gemeinsamen Plan aushandeln, hat der "Rote Korsar" die Rechnung ohne den gerissenen Spanier gemacht. Bald sitzt er zwischen allen Stühlen. Verliebt in die Tochter des Rebellenführers "El Libre", den er eigentlich Baron Gruda ausliefern soll, bringt er sogar seine eigene Mannschaft gegen sich auf. Vallo hat es mit einer handfesten Meuterei zu tun, kann die Erschießung El Libres' nicht verhindern und verliert sein Schiff. Doch ein echter Pirat gibt nicht auf. Vallo setzt alles auf eine Karte. Gemeinsam mit seinem treuen Gefährten Ojo holt er zum großen Gegenschlag aus. Bald wünschten die Spanier, sie hätten sich niemals in die Karibik verirrt...

Schauspieler

Der rote Korsar Burt Lancaster, Eva Bartok, Nick Cravat, Torin Thatcher, James Hayter, Leslie Bradley, Eliot Makeham, Ewan Roberts, Noel Purcell, Christopher Lee

Filmkritik von Achim Lay

Achim vergibt 5 von 5 Ms Der rote Korsar Der in Dresden geborene Robert Siodmak hatte sich in den 40er Jahren vor allem mit Filmen der "Schwarzen Serie" einen Namen gemacht. Seine Wandlungsfähigkeit stellte er mit "Der rote Korsar" unter Beweis! Mit Burt Lancaster in der Titelrolle zündet Siodmak ein Feuerwerk an Action, Artistik und guter Laune, das zu den Highlights unter den Piratenfilmen zählt. Lancaster, der auch am Drehbuch mitwirkte, richtet sich in der ersten Einstellung an das Publikum und verkündet augenzwinkernd, man solle "nicht einmal die Hälfte dessen glauben, was man sehe." Die artistischen Meisterleistungen des ehemaligen Hochseilartisten Lancaster sind damit nicht gemeint. Wohl aber die wahnwitzigen, vor Ideenreichtum strotzenden Actionsequenzen, die man einem Film aus den 50er Jahren gar nicht zutraut. Die Musik von Franz Waxman, der seinerseits für zahlreiche Streifen des Film Noir die Musik kreierte, macht richtig Laune auf halsbrecherische Stunts, Gefechte und Seeschlachten, die der Film zur Genüge bietet. Dass Eva Bartok in der weiblichen Hauptrolle keine Maureen O'Hara ist und die Funken zwischen ihr und Lancaster nicht so recht sprühen wollen, ist spätestens in der letzten halben Stunde vergessen, wenn Siodmak und sein Kameramann ein stimmungsvolles Freudenfeuer zünden, bei dem die fehlende Glaubwürdigkeit gemeinsam mit der königlichen Garde über Bord gespült wird. Wenn die Piraten den Spaniern die Hölle heiß machen, braucht der Streifen den Vergleich mit "Fluch der Karibik" nicht zu scheuen. Mit Muskelkraft, Leidenschaft und liebenswürdigem Charme kämpft sich der "Rote Korsar" in die Herzen der Filmfreunde! Ein toller Film für kleine und große Jungs, der nur dem spanischen Königshaus mißfallen dürfte.



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