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Star Trek: Enterprise (TV-Serie) - Staffel 3
Star Trek: Enterprise - Season 3
|
Regie
Allan Kroeker, David Straiton, LeVar Burton, Michael Vejar, David Livingston, Roxann Dawson, Robert Duncan McNeill, Michael Grossman, James L. Conway
Drehbuch
Rick Berman, Brannon Braga, Mike Sussman, André Bormanis, Brent V. Friedman, Chris Black, Paul Brown, Jonathan Fernandez, Terry Matalas, David A. Goodman, Manny Coto, Phyllis Strong
Produzenten
J.P. Farrell, Dawn Velazquez, Mike Sussman
Genre TV-Serie (Science-Fiction) FSK 12 Filmlänge 982 min Land USA, 2003-2004 DVD-Start 10.10.2005 Verleih Paramount Pictures |
Story
Die Erde wurde von einer Sonde angegriffen, die von einer unbekannten Spezies gesandt wurde. Das Resultat ist ein Graben, der von Florida bis nach Südamerika reicht und das Grab für über sieben Millionen Opfer bedeutet. Nach diesem Anschlag wird die NX-01 Enterprise zurück zur Erde berufen. Doch auf dem Weg dorthin wird Captain Archer von den Suliban entführt. Ein Zeitreisender erklärt ihm, dass der Angriff von einer Rasse namens Xindi ausging und dass diese nun versuchen würden, die komplette Menschheit auszulöschen, in dem sie eine größere Version der Waffe bauen.
Mit der Zeit kann Archer seine Vorgesetzten davon überzeugen, die gefährliche Reise in eine abgelegene Region des Weltraums mit der Enterprise zu beginnen, um die Xindi-Waffe aufzuhalten. Das ehemalige Forschungsschiff wird aufgerüstet und begibt sich auf die Suche nach der Waffe. Die Zeit ist knapp…
Schauspieler
Scott Bakula, Connor Trinneer, Jolene Blalock, Dominic Keating, John Billingsley, Linda Park, Anthony Montgomery, Jeffrey Combs, Matt Winston, Randy Oglesby, Scott MacDonald, Daniel Dae Kim, Steven Culp, Tucker Smallwood, Gary Graham, Leland Orser, Jeffrey Dean Morgan, Rick Worthy, Noa Tishby, David Andrews
Kritik von Sascha Koch
Die Verantwortlichen der Serie und UPNs mussten intervenieren: Die Zuschauerzahlen sanken, das Interesse an der Serie hielt sich in Grenzen und auch die Fans schienen wenig begeistert von dem, was sie bislang geboten bekamen. Tatsächlich ist eine Kehrtwende der Serie dringend nötig, denn die ersten beiden Staffeln „Enterprise“ waren einfach nicht mehr zeitgerecht. So krempelten Rick Berman, Brannon Braga und Co. ihre Ärmel hoch und ließen sich etwas einfallen, das es so noch nie gegeben hat. Bereits im Vorfeld durfte man auf diese Staffel, vor allem nach dem Angriff auf die Erde im Staffelfinale der zweiten Staffel, gespannt sein.
Das Erste, was man sofort wahrnimmt, ist das schneller komponierte Intro, das nun stilistisch besser zu der neu eingeschlagenen Handlung passt. Dann geht es auch schon los! Was jetzt kommt, toppt so ziemlich alles, was es bislang im Sci-Fi Genre zu sehen gab.
Der erste Aspekt der Staffel, der Angriff auf die Erde mit sieben Millionen Toten, der laut den Produzenten an den 11. September angelehnt sein soll, ist sicher etwas unrealistisch und canontechnisch bestimmt auch nicht wirklich sauber, aber es stellt nun mal die Grundlage dafür dar, dass die Enterprise zu einer ungewissen Mission in die so genannte „Ausdehnung“ aufbricht. Dieser ist der zweite der vier Hauptaspekte, denn mit der Ausdehnung hat man sich hier eine unglaubliche „Spielwiese“ ausgedacht, die Überraschungen und Gefahren ohne Limit bereithält und dabei zu der großen Unbekannten der Staffel wird. Doch noch faszinierender als die Ausdehnung, in der nicht mal die Gesetze der Physik gelten, ist eine ganz bestimmte Spezies, die darin lebt: Die Xindi, die die Erde angriffen, sind einfach fabelhaft, präzise, komplex, glaubwürdig und unglaublich kreativ ausgedacht. Eine Spezies, die fünf verschiedene Rassen hat, die aber alle demselben Planeten entstammen, ist ein Feind, der so facettenreich ist, wie es kein anderer hätte sein können. Dabei sorgen die fünf verschiedenen Rassen und ihre dementsprechend unterschiedlichen Ansichten und Verhaltensweisen für manche Unstimmigkeit innerhalb des Xindi-Rates, was bald auch einen Krieg in den eigenen Reihen der Xindi heraufbeschwört und die Linien zwischen Freund und Feind verschwimmen lässt. Der vierte Aspekt begleitet uns durch die ganze Staffel und schweißt diese so zu einer festen Einheit mit einer unglaublich spannenden Story und einer wunderbaren Eigendynamik zusammen. Die Zeitlinie wurde kontaminiert, was Dinge geschehen lässt, die so eigentlich nicht vorgesehen waren. Die Verzweigungen zwischen diesen vier großen Aspekten sind also absolut genial geworden und sorgen für atemlose, spannende und aufregende Unterhaltung ohne große Pausen.
Außerdem können nun endlich auch voll und ganz die Schauspieler, Action und Effekte überzeugen. Besonders Scott Bakula aber auch Connor Trinneer und Jolene Blalock können in dieser Staffel zeigen, was sie können. Captain Archers Körpersprache, sein entschlossenes Gesicht, seine Stärke, wie er mit breiten Schultern auf der Brücke steht - das wollten wir sehen. Wie dieser Sternenflottencaptain seine ganze Kraft und Scott Bakula sein ganzes schauspielerisches Können aufwendet, um die Menschheit zu retten. Dieser Wille und diese grimmige Entschlossenheit gepaart mit Mitgefühl und Vernunft machen Archer in Staffel drei zu einer ganz besonderen Figur, was Bakulas Leistungen auf Emmy-Niveau trimmen. Genial.
Viele Fans kritisieren, dass diese Staffel absolut nicht „Star Trek“ sei: Zu viel Action, unmoralische Taten, Brutalität usw. Viele sehen die Seele von „Star Trek“ in dieser Staffel völlig verloren gehen. Doch wer mal einen genaueren Blick in die Handlung und deren Charaktere wirft, wird feststellen, dass „Star Trek“ selten so sehr „Star Trek“ war wie in dieser Season. Dabei ist Captain Archers Leitspruch enorm wichtig: „Wir können die Menschheit nur retten, wenn wir an dem festhalten, was uns menschlich macht.“
Es wird für den Zuschauer hochgradig interessant zu sehen, ob und in wie weit sich Archer dieses Versprechen einhalten kann - Er kann es mehr als einmal nicht! Als er einen Gefangenen foltern muss, um an wichtige Informationen zu kommen, einen Klon züchtet und tötet, um Trip zu retten oder als er einem wehrlosen Schiff die Warpspule stiehlt, um nur einige Beispiele zu nennen. Es fällt ihm nicht leicht, ganz im Gegenteil, in dieser Staffel hadert Archer oft mit sich selbst und seinen Entscheidungen, wozu wiederum folgender Dialog passt: Trip: „Du hast die richtige Entscheidung getroffen, Captain.“
Archer: „Ich fürchte, desto länger diese Mission dauert, um so öfter muss ich mir das selber sagen.“
Aber wie weit sollte man gehen, um die Menschheit zu retten? Zugegeben, Archers Weste ist nach dieser Season nicht mehr weiß, aber im Gegensatz zu Captain Picard, mussten sich Archers hochtrabenden Moralvorstellungen der Praxis stellen, was ein weiterer durchaus sehr interessanter Aspekt der Staffel und der Figur Archer ist. Hier liegt die Seele von „Star Trek“ - den Zuschauer über die Taten der Charaktere nachdenklich zu machen. Dies wurde absolut geschafft.
Diese wirklich komplexen Handlungsvorgänge sind außerdem in schnelle und effektreiche Action gebettet. Die visuellen Effekte dieser Staffel sind atemberaubend und lassen die Ideen der Autoren auf Emmy-Niveau perfekt Wirklichkeit werden. Große Raumschlachten, Mann gegen Mann Kämpfe, Schießereien. So viel Action gab es in „Star Trek“ seit „Deep Space Nine“ nicht mehr.
Es liegt jedoch eben nicht nur an den Effekten, dass diese dritte Staffel mit „Anomalie“, „Impulsiv“, „Dämmerung“, „Carpenter Street“, „Testgebiet“, „Azati Prime“, „Countdown“ und „Stunde Null“ die mit wohl besten Episoden der ganzen Serie zustande bringt. Nach also dieser Berg- und Talfahrt der Gefühle, Raumschlachten, Toten und Verwundeten, Streitigkeiten, Diskussionen und noch vielem mehr geht diese Staffel in ihr Finale, welches das Sahnehäubchen auf der rundum gelungenen und köstlich schmeckenden Torte darstellt. Der finale Kampf um das Überleben der Menschheit ist bis zur letzten Minute spannend und effektreich umgesetzt und endet in einem donnernden Cliffhanger, welches man so sicher nicht erwartet. Adrenalin pur!
Diese dritte Staffel ist ohne Abstriche perfekt gelungen und entführt einen für 24 Episoden in eine neue Welt von „Star Trek“. „Enterprise“ ist schnell, actionreich, spannend, sexy, intelligent, dramatisch, charakternah und komplex, wie nie zuvor in den zwei Staffeln. Die Schauspieler, allen voran der grandiose Scott Bakula, zeigen fantastische und emotionale Seiten an ihren Figuren und tragen diese Staffel hinfort zu mehr Dramatik und Kummer, aber auch Hoffnung und Freundschaft. Ohne Zweifel hat diese Staffel viel zu viele geniale Aspekte, als dass man sie alle aufzählen könnte. „Enterprise“ Season drei setzt neue Maßstäbe und kann auf erstklassigem Niveau für Unterhaltung in Perfektion sorgen. Diese Staffel bläst einen vom Sessel!
Wissenswertes
Für diese dritte Staffel erschuf man mit den Xindi und der Ausdehnung eine komplett neue Spezies und ein abgelegenes Gebiet. Die Xindi sind unterteilt in fünf verschiedene Spezies: Die Primaten, Aborale, Reptilianer, Insektoiden und die Aquarianer.
Der Angriff auf die Erde mit über sieben Millionen Toten wurde in „Star Trek“ zuvor niemals erwähnt, weswegen dies viele Fans für einen Canon-Bruch halten.
Ab dieser Season wurde das „alte“ Intro in eine schnellere, etwas rockigere Version gewandelt, um es dem allgemeinen Konzept der Staffel, mehr Zuschauer zu erreichen, anzupassen, nachdem in Staffel eins und zwei immer mehr Publikum verloren ging.
Episodenguide:
• Die Xindi
• Anomalie
• Transformation
• Rajiin
• Impulsiv
• Exil
• Die Ladung
• Dämmerung
• Faustrecht
• Ebenbild
• Carpenter Street
• Das ausgewählte Reich
• Testgebiet
• Kriegslist
• Der Vorbote
• Auf ärztliche Anweisung
• Brutstätte
• Azati Prime
• Beschädigungen
• Die Vergessenen
• E²
• Der Rat
• Countdown
• Stunde Null
Diese TV-Serie umfasst folgende Staffeln:
• Star Trek: Enterprise (TV-Serie) - Staffel 1
• Star Trek: Enterprise (TV-Serie) - Staffel 2
• Star Trek: Enterprise (TV-Serie) - Staffel 3
• Star Trek: Enterprise (TV-Serie) - Staffel 4
Weitere "Star Trek"- Links:
“Star Trek: Raumschiff Enterprise” (1966-1969):
• Star Trek: Raumschiff Enterprise (TV-Serie) - Staffel 1
• Star Trek: Raumschiff Enterprise (TV-Serie) - Staffel 2
• Star Trek: Raumschiff Enterprise (TV-Serie) - Staffel 3
”Star Trek: The Next Generation” (1987-1994):
• Star Trek: The Next Generation (TV-Serie) - Staffel 1
• Star Trek: The Next Generation (TV-Serie) - Staffel 2
• Star Trek: The Next Generation (TV-Serie) - Staffel 3
• Star Trek: The Next Generation (TV-Serie) - Staffel 4
• Star Trek: The Next Generation (TV-Serie) - Staffel 5
• Star Trek: The Next Generation (TV-Serie) - Staffel 6
• Star Trek: The Next Generation (TV-Serie) - Staffel 7
”Star Trek: Deep Space Nine” (1993-1999):
• Star Trek: Deep Space Nine (TV-Serie) - Staffel 1
• Star Trek: Deep Space Nine (TV-Serie) - Staffel 2
• Star Trek: Deep Space Nine (TV-Serie) - Staffel 3
• Star Trek: Deep Space Nine (TV-Serie) - Staffel 4
• Star Trek: Deep Space Nine (TV-Serie) - Staffel 5
• Star Trek: Deep Space Nine (TV-Serie) - Staffel 6
• Star Trek: Deep Space Nine (TV-Serie) - Staffel 7
”Star Trek: Voyager” (1994-2001):
• Star Trek: Voyager (TV-Serie) - Staffel 1
• Star Trek: Voyager (TV-Serie) - Staffel 2
• Star Trek: Voyager (TV-Serie) - Staffel 3
• Star Trek: Voyager (TV-Serie) - Staffel 4
• Star Trek: Voyager (TV-Serie) - Staffel 5
• Star Trek: Voyager (TV-Serie) - Staffel 6
• Star Trek: Voyager (TV-Serie) - Staffel 7
Die Kult-Kino-Reihe "Star Trek" umfasst folgende Filme:
• Star Trek - Der Film
• Star Trek II - Der Zorn des Khan
• Star Trek III - Auf der Suche nach Mr. Spock
• Star Trek IV - Zurück in die Gegenwart
• Star Trek V - Am Rande des Universums
• Star Trek VI - Das unentdeckte Land
• Star Trek VII - Treffen der Generationen
• Star Trek: Der erste Kontakt
• Star Trek: Der Aufstand
• Star Trek: Nemesis
• Star Trek
Auszeichnungen
Emmy Nominierungen: Beste visuelle Effekte („Der Rat“), Beste Maske („Stunde Null“)
Gewonnene Emmys
Beste visuelle Effekte („Countdown“), Beste Musik („Ebenbild“)
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