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Tatort - Brandmal (TV)
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Regie
Maris Pfeiffer
Drehbuch
Karl-Heinz Käfer
Produzent
Sonja Goslicki
Genre Krimi Filmlänge 90 min Land Deutschland, 2008 Verleih WDR |
Story
Bei einem Brand stirbt eine junge Frau durch Rauchvergiftung. Bevor sie zu Bett ging, hatte sie offenbar männlichen Besuch. Die beiden Ermittler Max Ballauf und Freddy Schenk gehen der Sache auf den Grund und finden schnell heftige Nachbarschaftsstreitigkeiten zwischen den Anwohnern der Straße, in der der Brand ausbrach, und einem Heim für Sinti und Roma. Wer steckt hinter der Brandstiftung? Rechte Gewalt? Heimbewohner, die sich rächen wollten? Ballauf und Schenk kommen in der Sache nicht schnell weiter, da ihre Hauptzeugin, ein junges Mädchen, verschwunden zu sein scheint. Außerdem haben die Beamten mit dem Unmut auf beiden Seiten zu kämpfen. Wenn sie diesen Fall schnell lösen wollen, müssen sie schon besondere Ermittlungsarbeit leisten...
Schauspieler
Klaus J. Behrendt, Dietmar Bär, Tessa Mittelstaedt, Joe Bausch, Christian Tasche, Muriel Wimmer, Bernd Michael Lade, Christoph Bach, Aljoscha Stadelmann, Katharina Heyer, Wolfgang Packhäuser, Peter Moltzen, Uwe Preuss, Josef Heynert
Filmkritik von Thomas Ays
Die beiden Kommissare, gespielt von Klaus J. Behrendt und Dietmar Bär, harmonieren in „Brandmal“ auf ganzer Linie. Zwischen diesen Herren spielt sich eine Vertrautheit ab, die man nur selten so gut dargestellt gesehen hat. In einer großen Nebenrolle dabei ist auch Christoph Bach in der für ihn genau richtigen Rolle. Wenn dieser Charakterkopf zornig sein darf, ist er immer passend besetzt. Erst dann wallt diese innere Wut auf, die Bach derart überzeugend und gekonnt scheinbar spielend einfach abspulen kann und dabei kaum authentischer sein könnte. Da bekommt man es manchmal wirklich mit der Angst zu tun.
Auch die Geschichte ist brisant und topaktuell. Dieser „Tatort“ schafft es, nicht Partei für „eine Seite“ zu ergreifen, sondern blickt gekonnt auf die Tat und die äußeren Umstände, die dazu führten. Wenn Krimiunterhaltung derart differenziert funktioniert, darf man gern viele weitere dieser Art erwarten. Zwar wirkt das Ende konstruiert, die Botschaft jedoch stimmt und überzeugt: „Stecke Menschen niemals vorschnell in Schubladen! Das könnte übel enden!“
Wissenswertes
Alle Fälle von Ballauf und Schenk:
• 1997: Willkommen in Köln
• 1997: Bombenstimmung
• 1998: Manila
• 1998: Bildersturm
• 1998: Streng geheimer Auftrag
• 1999: Restrisiko
• 1999: Kinder der Gewalt
• 1999: Licht und Schatten
• 1999: Drei Affen
• 1999: Martinsfeuer
• 2000: Bittere Mandeln
• 2000: Trittbrettfahrer
• 2000: Quartett in Leipzig
• 2000: Direkt ins Herz
• 2000: Die Frau im Zug
• 2001: Mördergrube
• 2001: Kindstod
• 2001: Bestien
• 2002: Schützlinge
• 2002: Schlaf, Kindchen, schlaf
• 2002: Verrat
• 2002: Rückspiel
• 2003: Mutterliebe
• 2003: Schattenlos
• 2003: Das Phantom
• 2003: Bermuda
• 2004: Hundeleben
• 2004: Odins Rache
• 2004: Verraten und verkauft
• 2005: Schürfwunden
• 2005: Minenspiel
• 2005: Erfroren
• 2006: Blutdiamanten
• 2006: Pechmarie
• 2006: Liebe am Nachmittag
• 2007: Die Blume des Bösen
• 2007: Nachtgeflüster
• 2007: Spätschicht
• 2008: Verdammt
• 2008: Müll
• 2008: Brandmal
• 2009: Rabenherz
• 2009: Mit ruhiger Hand
• 2009: Platt gemacht
• 2010: Klassentreffen
• 2010: Kaltes Herz
• 2010: Schmale Schultern
• 2010: Familienbande
• 2011: Unter Druck
• 2011: Altes Eisen
• 2011: Auskreuzung
• 2012: Keine Polizei
• 2012: Ihr Kinderlein kommet (Erster Teil hierzu: Kinderland)
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