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Katze im Sack
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Regie
Florian Schwarz
Drehbuch
Michael Proehl
Produzent
Alexander Bickenbach
Genre Drama FSK 16 Filmlänge 86 min Land Deutschland Kinostart 14.04.2005 DVD-Start 08.12.2005 Verleih Jetfilm |
Story
Nur zufällig treffen Karl und Doris im Zug nach Leipzig aufeinander. Von der ersten Minute an sind sie sich auf gewisse Weise sympathisch. Sie flirten zurückhaltend, ihre Blicke verraten jedoch den Wunsch nach mehr. Dennoch trennen sich ihre Wege am Bahnhof. Erst später bemerkt Karl, dass Doris ihn bestohlen hat. Er beschließt sie zu suchen und seine Sachen zurückzufordern. Als er Doris in einer Karaoke-Bar wieder sieht, schließen die beiden eine Wette ab. Sollte es Karl gelingen, dass ihn eine Frau in der Bar heute Nacht mit zu sich nach Hause nimmt, sind Doris und Karl am nächsten Morgen zum Frühstück verabredet.
Für Karl keine schwere Aufgabe. Im Umgang mit Frauen ist der geübt, so dass er schon bald einen Treffer landet. Als er mit einem hübschen Mädchen die Bar verlässt, trennen sich die Wege von Karl und Doris vorerst. Vor beiden liegt eine aufregende Nacht - als der nächste Tag anbricht, hat sich bei beiden vieles verändert…
Schauspieler
Christoph Bach, Jule Böwe, Walter Kreye, David Scheller, Andrea Cleven, Dirk Borchardt, Torsten Michaelis, Laura-Charlotte Syniawa
Filmkritik von Kathrin Lang
„Katze im Sack“ - zweifellos ein Film, der unter die Haut geht. Von der Kamera verfolgt werden zunächst maßgeblich drei Personen, die mehr oder minder zufällig in einer Karaoke-Bar aufeinander treffen. Schnell überschlagen sich die Ereignisse, bis die drei für den Rest der Nacht getrennte Wege gehen. Nur langsam und spärlich lüften sich die Geheimnisse um die drei Personen und um deren Bindung zueinander. Durchschaubar ist das Ganze bis zum Schluss nicht geraten. Ständig bleiben sie unnahbar, ihre Intensionen und Beweggründe sind und bleiben ein Rätsel. Dennoch gewinnt „Katze im Sack“ dadurch an Spannung. Die Figuren sind in ihrer Unergründlichkeit interessant gestaltet und halten den Zuschauer trotz dem Mangel an Gewissheit bei Laune. Nicht zuletzt sorgen dafür die drei Hauptdarsteller, die vor der Kamera mit einer starken Präsenz strahlen und mit ihrem Spiel den Nerv des Films unterstreichen.
Irgendwo unter all den Unklarheiten, die „Katze im Sack“ seinem Zuschauer mit auf den Weg gibt, verbirgt sich dann aber doch eine handfeste Liebesgeschichte. Eine, im Kontrast zu dem sonstigen Geschehen während des Filmes, sehr sanfte Liebesgeschichte, die sich kaum traut heraus zu brechen. Trotz den vielen harten Szenen, die nachdenklich und traurig stimmen, bleibt aber doch immer ein kleiner Rest Romantik und die Spur von einer verzweifelten Suche nach Liebe.
Als besonders gelungen kann „Katze im Sack“ hinsichtlich seiner Kameraführung bezeichnet werden. Immer wieder kommt das Gefühl auf, dass es im Grunde die Kamera ist, die diese Geschichte erzählt. Die Einstellungen sind präzise, offensichtlich gut durchdacht und fangen für das Auge spannende und ästhetisch schöne Bilder ein. Unterlegt werden diese mit einem packenden Soundtrack, für den dieser Film nicht grundlos hoch gelobt wurde. So fügen sich letztlich Bild und Ton großartig zusammen und werden von einer authentischen Darstellerriege durch die Geschichte begleitet.
"Katze im Sack" wurde mit dem First Steps Award als bester Nachwuchsfilm 2004 ausgezeichnet und gewann auf dem Max-Ophüls-Festival den Preis für das beste Drehbuch und die beste Filmmusik. Außerdem lief der Film auf der Berlinale.