Lost (TV-Serie) - Staffel 6

Lost - Season 6

Filmplakat Lost (TV-Serie) - Staffel 6
Regie Jack Bender, Paul A. Edwards, Tucker Gates, Bobby Roth, Daniel Attias, Stephen Semel  Drehbuch Damon Lindelof, Carlton Cuse, Edward Kitsis, Adam Horowitz, Melinda Hsu Taylor, Elizabeth Sarnoff, Paul Zbyszewski, Graham Roland, Mario Van Peebles, Jim Galasso, Greggory Nations  Produzenten Ra'uf Glasgow, Melinda Hsu Taylor 
Genre TV-Serie (Mystery)  FSK 16  Filmlänge 766 min
Land USA, 2009-2010  DVD-Start 02.12.2010  Verleih Walt Disney Pictures

Story

Mit der Explosion der Wasserstoffbombe gibt es für Sawyer, Hurley, Miles, Jack, Kate, Juliet, Jin und Sayid auf der Insel einen erneuten Zeitsprung ins Jahr 2007, sodass sich nun alle Charaktere in der gleichen Zeitebene befinden. Durch die Explosion der Bombe entwickelte sich außerdem eine alternative Zeitlinie, in der es keinen Absturz gab und in der die Passagiere von Flug 815 nicht Jacobs Einfluss unterlagen. In der Zwischenzeit muss sich Sawyer um Juliet kümmern, die im Sterben liegt. Deshalb entflammt zwischen Sawyer und Jack ein Streit…

Schauspieler

Lost (TV-Serie) - Staffel 6 Matthew Fox, Terry O'Quinn, Michael Emerson, Naveen Andrews, Jorge Garcia, Josh Holloway, Daniel Dae Kim, Yunjin Kim, Evangeline Lilly, Nestor Carbonell, Henry Ian Cusick, Ken Leung, Zuleikha Robinson, Mark Pellegrino, Rebecca Mader, Jeff Fahey, Alan Dale, Jeremy Davies, Sonya Walger, Fionnula Flanagan, John Terry, Anthony Azizi, L. Scott Caldwell, Sam Anderson, Kevin Tighe, Kevin Durand, Sheila Kelley, Tania Raymonde, Elizabeth Mitchell, Mira Furlan, Katey Sagal, William Mapother, Harold Perrineau, Ian Somerhalder, Cynthia Watros, Dominic Monaghan, Michelle Rodriguez

Kritik von Sascha Koch

Sascha vergibt 3 von 5 Ms Lost (TV-Serie) - Staffel 6 Nach sechs Staffeln endet nun einer der Serienhits schlechthin. Große Versprechungen machten die Produzenten, dass möglichst viele Mysterien um die Insel aufgelöst werden würden. So erwartete der Zuschauer eine Offenbarung, eine Erleuchtung, eine alles umfassende Erkenntnis oder gar Armageddon oder ähnliche Szenarien. Was jedoch bleibt, ist nur eines: Ganz viel heiße Luft!
Natürlich könnte man sich auch in der sechsten Staffel „Lost“ mit der guten Umsetzung oder den guten Schauspielerleistungen zufrieden geben. Doch was alle Zuschauer wirklich interessiert, ist nur Eines: Das Finale. Dieses Finale sollte zumindest die meisten Geschehnisse um die Insel und ihre Bewohner aufklären und dem Zuschauer plausibel aufzeigen, wie das eine zum anderen kam. Ursache und Wirkung. Doch alles was bleibt, ist die Wirkung. Eine Ursache, ein Ursprung oder nur eine Andeutung auf selbiges bleibt für die meisten offenen Fragen in „Lost“ völlig aus. Dass Fans hier von einer Unverschämtheit und gar von Betrug am Zuschauer sprechen, ist mit „Das Ende“ verständlich.
Wer an dem Debakel, welches nun eine ganze Serie und ein ganzes Genre überschattet, schuld ist, dürfte klar sein. Nach dem Ende der zweiten Staffel begannen sich die Macher zu verrennen. Immer abwegiger, immer abstruser, immer unwirklicher wurde die Erzählung. Egal wie, man wollte dem Zuschauer immer mehr und mehr Mysterien bieten, die sich nun schlussendlich als zusammenhangslos entlarven. Vom Aufbau der Serie her, lässt sich an dieser Stelle ein guter Vergleich zu „Battlestar Galactica“ ziehen, wo die Verantwortlichen zwar ebenfalls kein von Anfang an bestehendes Konzept für das Finale hatten, wo man aber durch gesunden Menschenverstand und eine seriöse Fachkompetenz dazu in der Lage war, die Serie immer so zu halten, dass sie ein nachvollziehbares und alles erklärendes Ende finden konnte. Eben dies gelang Carlton Cuse, Damon Lindelof und Co. mit der sechsten Staffel „Lost“ nicht! Über die komplexen Vorgänge in „Lost“ könnte man sogar eine Doktorarbeit schreiben, doch all jene Fragen, Hinweise und vereinzelte Antworten münden in einem alles umfassenden Nichts.

Abgesehen von einem ärgerlichen Serienfinale bietet die sechste Staffel „Lost“ aber durchaus bessere Unterhaltung, als noch die Fünfte. Was nun die „Flash Sideways“ genau sollen, fragt sich der Zuschauer zwar vergebens, ansonsten hält einen die spannende Erwartung des Serienfinales ständig bei der Stange. Auch kann die Darstellerriege wieder mit emotionalen Leistungen überzeugen. So ist die Staffel an sich gar nicht einmal so schlecht, doch zieht das Gesamtkonzept in Kombination mit dem Ende alles in den Abgrund und macht so auch die sechste Staffel ein Stück weit nichtig.

Im Hinblick auf die komplette Serie, bleiben sowohl lobende als auch tadelnde Worte. „Lost“ hatte immer gute Schauspieler, immer eine technisch gute Umsetzung und immer motivierte Fans. Doch war „Lost“ schon mit dem Schluss der zweiten Staffel konzeptionell am Ende. In der Folge war „Lost“ eben nicht mehr spannend und intelligent erzählt, sondern teilweise sogar stupide, abwegig und pseudophilosophisch. Der Beitrag von „Lost“ zur Serienlandschaft ist mit Sicherheit unbezahlbar und nachhaltig, doch wurde die Serie zu sehr in die Länge gezogen und die Macher bewiesen keinen Sinn dafür, J. J. Abrams Konzept so weiterzuführen, dass es auch nur annähernd plausibel gewesen wäre.
So bleibt den Fans und dem geneigten Zuschauer eine durchwachsene Serienleistung, die erschütternde Schwächen im Konzept und ein ziemlich dreistes Produktionsteam offenbart. Schade!

Wissenswertes

Lost (TV-Serie) - Staffel 6 Nach sechs Jahren und sechs Staffeln endet "Lost". Dies wurde von Machern und Senderbossen so einstimmig schon im Vorfeld beschlossen.

Episodenguide:
• Los Angeles (1)
• Los Angeles (2)
• Taxi in die Freiheit
• Der Stellvertreter

• Der Leuchtturm
• Bei Sonnenuntergang
• Dr. Linus
• Kundschafter

• Seit Anbeginn der Zeit
• Die Fracht
• Bis ans Ende ihrer Tage
• Alle lieben Hugo

• Der letzte Rekrut
• Der Kandidat
• Übers Meer
• Wofür sie gestorben sind

• Das Ende (1)
• Das Ende (2)

Diese TV-Serie umfasst folgende Staffeln:
Lost (TV-Serie) - Staffel 1
Lost (TV-Serie) - Staffel 2
Lost (TV-Serie) - Staffel 3
Lost (TV-Serie) - Staffel 4
Lost (TV-Serie) - Staffel 5
Lost (TV-Serie) - Staffel 6

Auszeichnungen

Lost (TV-Serie) - Staffel 6 Emmy Nominierungen:
Beste TV-Serie – Drama, Bester Hauptdarsteller (TV-Serie – Drama) – Matthew Fox, Beste Nebendarsteller (TV-Serie – Drama) – Michael Emerson, Bester Nebendarsteller (TV-Serie – Drama) – Terry O´Quinn, Beste Regie („Das Ende (1 & 2)“), Bestes Drehbuch („Das Ende (1 & 2)“), Beste Ausstattung („Seit Anbeginn der Zeit“), Beste Musik („Das Ende (1 & 2)“), Bester Ton-Schnitt („Das Ende (1 & 2)“), Bester Ton-Mix („Das Ende (1 & 2)“), Beste Gastdarstellerin (TV-Serie – Drama) – Elizabeth Mitchell

Gewonnene Emmys:
Bester Schnitt („Das Ende (1 & 2)“)

Besucherbewertung
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