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Das Bildnis des Dorian Gray (1945)
The Picture of Dorian Gray
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Regie
Albert Lewin
Drehbuch
Albert Lewin
Produzent
Pandro S. Berman
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 110 min Land USA Kinostart 04.02.1950 DVD-Start 21.04.2006 Verleih Warner Home Video |
Story
Im Atelier des Malers Basil Hallward macht der junge Gentlemen Dorian Gray die Bekanntschaft des wortgewandten und zynischen Lord Henry Wotton. Dorian lässt sich gerade von Basil porträtieren und in einem Wortwechsel mit Lord Henry über die Vorzüge der Jugend spricht er den unbedachten Wunsch aus, nicht er sondern sein Bildnis möge an seiner statt für ihn altern. So wären ihm die ewige Jugend und ihre Vorzüge gewiss. Lord Henry nimmt Dorian Gray fortan unter seine Fittiche und dieser lebt sein Leben in vollen Zügen. Schon bald hat auch Gray seinen Ruf als lasterhafter und unmoralischer Mann weg. Er kennt keine Grenzen und bricht reihenweise die Herzen der Mädchen. Und über noch etwas zerreißen sich die Damen in den Londoner Salons die Münder: Tag um Tag vergeht und Dorian Gray sieht um keinen Tag gealtert aus. Als Basil seinen Freund eines Tages aufsucht, um sein Gemälde noch einmal zu bestaunen, macht er jedoch eine erschreckende Entdeckung…
Schauspieler
George Sanders, Hurd Hatfield, Donna Reed, Angela Lansbury, Lowell Gilmore, Peter Lawford, Richard Fraser, Douglas Walton, Lydia Bilbrook, Mary Forbes, Moyna MacGill
Filmkritik von Melanie Frommholz
Mit seinem Roman „Das Bildnis des Dorian Gray“ sorgte der englische Autor Oscar Wilde einst für reichlich Gesprächsstoff. Einen jungen gut aussehenden Mann in den Mittelpunkt eines Romans zu stellen, der sein Handeln völlig egoistisch von seiner eigenen Lust leiten und dabei Ethik und Moral komplett außer acht lässt, war im 19 Jahrhundert mit seiner Gentleman-Etikette ein Novum. Eine brisante Geschichte mit der Oscar Wilde den sittlichen Verfall und die gesellschaftliche Dekadenz kritisch beleuchtete. 1945 wagte sich Albert Lewin an die siebte Verfilmung des Stoffes und arbeitete damit die von Wilde beschriebene Thematik gut heraus. Sein Dorian Gray ist so gefühllos und kalt, dass einen streckenweise die Haare zu Berge stehen. Geschickt arbeitet Lewin mit Licht und Schatten sowie einzelnen Farbimpulsen, um eine düstere Atmosphäre zu schaffen. Die Handlung an sich ist still erzählt und bezieht ihre Dramatik eher durch die von Hurd Hatfield alias Dorian Gray zur Schau gestellte Gefühlskälte. Nur in seinen Zwiegesprächen mit seinem anderen Selbst, seiner Seele, dem Portrait treten seine Zweifel zu Tage. Offenbaren sich seine Ängste und Selbstekel. An Hatfields Seite glänzen Angela Lansbury und Donna Reed in den weiblichen Nebenrollen. Auch wenn die Optik dieses Schwarz-Weiß-Streifens aus heutiger Sicht nicht zeitlos erscheint, ist der Film aufgrund seiner Herangehensweise sehr sehenswert. Albert Lewin setzte mehr auf das Kopfkino, als auf Effekthascherei und schuf damit eine würdige Adaption der Romanvorlage.
Wissenswertes
Der Film basiert auf dem gleichnamigen Buch von Oscar Wilde. Die Vorlage wurde
bis 2010 15 Mal verfilmt. Auf Moviesection.de sind folgende Filme vertreten:
Das Bildnis des Dorian Gray
(1945)
Das Bildnis des Dorian Gray (1969)
Das Bildnis des Dorian Gray (1973)
Das Bildnis des Dorian Gray

Auszeichnungen
Gewonnene Golden Globes
Beste Nebendarstellerin (Angela Lansbury)
OSCAR-Nominierungen
Beste Nebendarstellerin (Angela Lansbury), Beste Ausstattung (Schwarz/Weiß)
Gewonnene OSCARs
Beste Kamera (Schwarz/Weiß)
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