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House of Boys
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Regie
Jean-Claude Schlim
Drehbuch
Jean-Claude Schlim, Christian Thiry
Produzenten
Bob Bellion, Jimmy de Brabant
Genre Drama (Gay) FSK 16 Filmlänge 117 min Land Deutschland, Luxemburg, 2009 Kinostart 02.12.2010 DVD-Start 24.06.2011 Verleih Lighthouse |
Story
Anfang der 80er Jahre: Frank kommt zuhause nicht klar und verschwindet in einer Nacht- und Nebelaktion mit seinen Freunden nach Amsterdam, wo er ein neues Leben beginnen will. Doch so recht weiß der junge und sehr von sich überzeugte Mann nichts mit sich anzufangen. Als er den Club "House of Boys" entdeckt und dort um die Anstellung als Tänzer bei "Madame" bittet, wird er sofort genommen. Er lernt in dem Sexclub auch den anziehenden Jake kennen, der eine Freundin hat und hier nur des Geldes wegen arbeitet. Doch irgendwann kommen sich die beiden dann doch näher...
Schauspieler
Layke Anderson, Benn Northover, Eleanor David, Steven Webb, Luke Wilkins, Udo Kier, Emma Griffiths Malin, Oliver Hoare, Stephen Fry, Joanna Scanlan, Loïc Peckels, Sascha Ley, Chris McHallem, Tom Leick, Alain Kahn, Gintare Parulyte, Harry Ferrier, Jules Werner
Filmkritik von Thomas Ays
Regisseur Jean-Claude Schlim, der sich auch die Geschichte ausdachte, inszenierte seinen 80er-Jahre-Streifen gerade zu Anfang sehr gewöhnungsbedürftig und mit teilweise seltsamen Stilmitteln. Dennoch ist ihm ein wichtiger Film gelungen, der uns wieder einmal an AIDS und seine Folgen erinnert. Wir scheinen in unserer Zeit vergessen zu haben, dass es die Immunschwäche-Krankheit noch immer gibt und dass sie sich weiter ausbreitet und Todesopfer fordert. Ignorieren hilft da wenig und es bedarf Filme, wie "House of Boys", um uns wieder ins Gedächtnis zu rufen, mit was wir uns eigentlich anstecken können, wenn wir unvorsichtig sind.
Bei all der wichtigen Botschaft und Thematik des Films hat "House of Boys" aber zwei große Schwachpunkte. Zum einen ist die Synchronisation alles andere als überzeugend, was an der Glaubwürdigkeit kratzt und auch daran, dass man keine echten Emotionen dem Film und den Figuren gegenüber entwickelt. Punkt zwei ist Layke Anderson, der die Hauptrolle des Frank spielt. Er schafft es in den optischen Sequenzen seiner Figur durchaus zu überzeugen, wenn es aber an Emotionen geht, stößt der Engländer schnell an seine Grenzen und man nimmt ihm seinen Schmerz nicht mehr ab. Ein Kritikpunkt, der dem ganzen Film schadet und leider dazu führt, dass aus "House of Boys" lediglich ein durchschnittliches Plädoyer gegen eine schreckliche Krankheit geworden ist.
Obwohl bereits 2009 gedreht, kam "House of Boys" erst Ende 2010 in unsere Kinos.