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Eins, Zwei, Drei
One,Two,Three
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Regie
Billy Wilder
Drehbuch
Billy Wilder
Produzent
Billy Wilder
Genre Komödie FSK 6 Filmlänge 104 min Land USA Kinostart 21.12.1961 DVD-Start 01.07.2005 Verleih MGM |
Story
C.R. MacNamara ist mit seinen Nerven am Ende. Der Niederlassungsleiter der Coca-Cola-Vertretung in Deutschland sah sich bereits im Europäischen Headquater der Firma, doch nun ist Scarlett, die Tochter seines Chefs, auf die er während ihres Berlin-Besuches aufpassen sollte, spurlos verschwunden. Beförderung ade. Als Scarlett wieder auftaucht, ist sie mit dem Ostberliner Kommunisten Otto verheiratet und wild entschlossen, mit ihm nach Russland auszuwandern. Die Katastrophe ist perfekt, als sich ihre Eltern für einen Besuch am nächsten Tag ankündigen. Während MacNamara ganze 24 Stunden bleiben, um aus Otto einen vorzeigbaren Schwiegersohn zu machen, ist seine Ehefrau wild entschlossen, ihn nun zu verlassen.
Schauspieler
James Cagney, Horst Buchholz, Pamela Tiffin, Arlene Francis, Hanns Lothar, Lilo Pulver, Howard St. John, Leon Askin, Ralf Wolter, Karl Lieffen, Hubert von Meyerinck, Lois Bolton, Peter Capell, Henning Schlüter
Filmkritik von Melanie Frommholz
Nach Filmhits wie „Manche mögens heiß“ und „Das Appartement“ realisierte der Filmemacher Billy Wilder die Nachkriegskomödie „Eins, Zwei, Drei“ mit James Cagney in der Hauptrolle des C.R. MacNamara. Ihm ist mit der Adaption des Theaterstückes von Ferenc Molnár eine rasante und mit Dialogwitz gespickte Komödie gelungen, die vor Seitenhieben auf die damalige politische Situation nur so strotzt. Von den Hacken-knallenden Alt-Nazis über die naive, reiche Kapitalistentochter bis hin zum feurigen Kommunisten mit gezücktem Parteibuch ist alles vertreten, und natürlich kommt der Stasi-Offizier aus Sachsen. Was in den Anfangstagen des Kalten Kriegs dem ein oder anderen eventuell noch bitter aufgestoßen ist, erscheint aus heutiger Nach-Wende-Sicht wie eine herrlich ironische Satire, die keine Angst hat, die Dinge beim Namen zu nennen.
Neben einer amüsanten und kurzweiligen Geschichte hat „Eins, Zwei, Drei“ eine überzeugende Besetzung zu bieten. James Cagney in der Hauptrolle des C.R. MacNamara ist eine Wucht und fegt wie eine Naturgewalt durch die Szenen. Der junge Horst Buchholz als Kommunist Otto und Pamela Tiffin als naiv-verwöhnte Hazel sind ebenfalls gut getroffen. Weitere Highlights sind Arlene Francis als Mrs. MacNamara und Liselotte Pulver als heiße Sekretärin. In einer kleinen Minirolle gibt Hubert von Meyerinck einen adeligen Toiletten-Putzer.
„Eins, Zwei, Drei“ und los geht es in diesen irren Komödienspaß zwischen alle Fronten im geteilten Berlin.
