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Ernst sein ist alles
The Importance of Being Earnest
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Regie
Oliver Parker
Drehbuch
Oliver Parker
Produzent
Barnaby Thompson
Genre Komödie FSK 0 Filmlänge 94 min Land Großbritannien, USA Kinostart 12.09.2002 DVD-Start 06.08.2003 Verleih Concorde Film |
Story
Damit Jack Worthing dem öden Leben auf seinem Landsitz entfliehen kann, hat er einen imaginären Bruder Ernst erfunden, dem es in London regelmäßig aus der Patsche zu helfen gilt. Mit dem gleichen Trick entkommt sein Freund Algy Moncrieff seinen Gläubigern und seiner nervigen Tante Lady Augusta Bracknell in der Stadt. Nur das er immer seinen kranken Freund Bunbury vorschiebt. Die beiden Männer kennen und schätzen sich, doch mit der Zuneigung ist es bald vorbei, als Jack um Algy Cousine Gwendolen wirbt und Algy seinerseits ein Auge auf Jacks minderjähriges Mündel Cecily wirft und alle vier auf Worthings Landsitz aufeinander treffen. Beide Männer hatten sich bei ihrer jeweiligen Angebeteten als Ernst Worthing ausgegeben, was zu Verwirrung aller Orten führt.
Schauspieler
Rupert Everett, Colin Firth, Reese Witherspoon, Judi Dench, Frances O’Connor, Tom Wilkinson, Anna Massey, Edward Fox, Charles Kay
Filmkritik von Melanie Frommholz
Nach „Ein perfekter Ehemann“ inszenierte Regisseur und Drehbuchautor Oliver Parker 2002 mit „Ernst sein ist alles“ erneut eine Theatervorlage von Oscar Wilde. Der Autor liebte es, die gesellschaftlichen Regeln seiner Zeit auf die Schippe zu nehmen und zu überspitzen. So strotzt auch „Ernst sein ist alles“ vor Dialogen, die voll sind von sprachlichen Spitzfindigkeiten und Anspielungen auf unsinnige Regeln des Miteinanders und die Doppelmoral des viktorianischen England des 19. Jahrhunderts. Die Handlung entwickelt sich dabei als ein Knäuel von Verwicklungen, die sich gegen Ende zu einem Happy End an allen Fronten entwirrt. Auf dem Weg dahin gibt es Missverständnisse, Bündnisse und Zerwürfnisse. Sehr zur Freude des Zuschauers, der die ganze Zeit absolut köstlich unterhalten wird. Oliver Parker fängt den Geist der Vorlage treffsicher und gelungen ein und so hat man die ganze Filmlänge ein herrliches Vergnügen an den vielen Verwicklungen.
Erneut setzte Oliver Parker auf Rupert Everett für die Besetzung einer der Hauptrollen. Der Engländer erweist sich dabei wieder als ideale Wahl für die ironische Geschichte. Im zu Seite stehen Colin Firth, Reese Witherspoon, Judi Dench, Frances O’Connor und Tom Wilkinson. Sie alle leben ihre Rollen mit sichtlicher Spielfreude und machen „Ernst sein ist alles“ so zu herrlich leichter und wunderbar amüsanter Unterhaltung.
„Ernst sein ist alles“ basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück oder auch „Bunbury“ von Oscar Wilde, das 1895 uraufgeführt wurde. Er bezieht seinen Witz aus dem Wortspiel „Earnest“ (= aufrichtig) und dem Namen Ernest/Ernst.