Splice

Filmplakat Splice
Regie Vincenzo Natali  Drehbuch Vincenzo Natali, Antoinette Terry Bryant, Doug Taylor  Produzent Steven Hoban 
Genre Science-Fiction  FSK 16  Filmlänge 108 min
Land Kanada, Frankreich, USA  Kinostart 03.06.2010  DVD-Start 03.12.2010  Blu-ray-Start 03.12.2010  Verleih Senator Film

Story

Die Genforscher Clive und Elsa forschen schon lange am Erbgut von Menschen. Dem Wissenschaftlerpaar ist es bereits gelungen, aus dem Erbgut verschiedener Tierarten zwei amorphe, aber überlebensfähige Hybridwesen zu erschaffen. Von dem Pharmakonzern, der den beiden den Auftrag dafür gegeben hat, werden sie deshalb bereits wie Könige gefeiert, sollen mit diesen künstlichen Wesen doch Krankheiten wie Krebs endgültig besiegt werden. Doch als Elsa signalisiert, dass auch der Einsatz von menschlicher DNA denkbar wäre, wird das Paar von seinem Auftraggeber gestoppt. Doch sowohl Clive als auch Elsa sind überzeugt davon, dass ihre Experimente wichtige Erfolge aufweisen könnten und setzen deshalb ihre Experimentreihe heimlich fort. Und tatsächlich gelingt das Experiment, und aus nicht zusammengehörenden DNA-Sequenzen entsteht eine neue Spezies.

Aus der zweibeinigen Kreatur, von Elsa liebevoll Dren getauft, wird innerhalb nur weniger Tage eine menschliche Mutantin. Doch Dren entwickelt sich nicht nur viel schneller, als ihre Forschereltern das erwartet hätten, sondern auch gänzlich anders. Bald schon müssen die beiden das Hybridwesen in einem abgelegenen Haus auf dem Land verstecken, um das unerlaubte Experiment weiter geheim halten zu können. Hier nun nimmt das Unheil seinen Lauf, denn mehr und mehr verlieren Elsa und Clive die Kontrolle über das intelligente Wesen mit den animalischen Instinkten.

Schauspieler

Splice Adrien Brody, Sarah Polley, David Hewlett, Abigail Chu, Delphine Chanéac, Brandon McGibbon, Amanda Brugel, Stephanie Baird

Filmkritik von Stefanie Rufle

Steffi vergibt 5 von 5 Ms Splice „Die Geister, die ich rief…“
In Zeiten immer größerer wissenschaftlicher Erfolge und einer daraus resultierenden, erbitterten Diskussion über Sinn und Ethik der Stammzellenforschung liefert Regisseur Vincenzo Natali mit „Splice“ eine faszinierende und zugleich zutiefst erschreckende Abhandlung zu diesem Thema. Dabei stellt er eine Idee in den Mittelpunkt, die heutzutage gar nicht mehr so sehr von der Hand zu weisen ist: Gen-Splicing meint die Verbindung nicht zusammengehörender DNA-Sequenzen, um dadurch eine neue genetische Information zu schaffen. Diese Idee spielt Natali in „Splice“ bis zum Ende mit all ihren Konsequenzen durch. Vor allem die nicht geplante emotionale Bindung der beiden Wissenschaftler zu dem von ihnen erschaffenen Wesen wird mehr und mehr in den Mittelpunkt gestellt. Die Frage, wo die Grenzen einer ethischen Forschung liegen, wird eindrücklich und auf teilweise sehr schockierende Art und Weise erläutert. Was geschieht, wenn sämtliche Grenzen gesprengt werden und man das, was daraus entsteht, irgendwann nicht mehr rückgängig machen kann? Was ist, wenn man die Geister, die man rief, eben nicht mehr loswird?

Die Effekte in „Splice“ sind atemberaubend und hervorragend gemacht. Vor allem das Hybrid-Mädchen, das bald schon zur bizarren Schönheit wird, ist zugleich Furcht erregend und bemitleidenswert. Die französische Schauspielerin Delphine Chanéac überzeugt gänzlich und jagt einem Schauer den Rücken herunter. Adrien Brody und Sarah Polley als hippes Forscherpaar wirken zu Anfang zwar noch etwas fehl am Platze, können aber im Laufe der Geschichte deutlich aufholen und bieten vor allem im Finale eine großartige Darstellung.
„Slice“ ist eine moderne Version der „Frankenstein“-Geschichte, die dem Zuschauer selbst die Entscheidung darüber überlässt, ob die Genforschung nun Segen oder Fluch der Menschheit bedeutet.



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