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Das letzte Schweigen
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Regie
Baran bo Odar
Drehbuch
Baran bo Odar
Produzenten
Jörg Schulze, Maren Lüthje, Florian Schneider, Frank Evers
Genre Krimi FSK 12 Filmlänge 120 min Land Deutschland Kinostart 19.08.2010 DVD-Start 25.03.2011 Blu-ray-Start 25.03.2011 Verleih NFP |
Story
Vor 23 Jahren wurde der heute zweifache Familienvater und erfolgreicher Architekt Timo Zeuge und heimlicher Mittäter der Vergewaltigung und Ermordung der kleinen Pia. Mittlerweile hat er diese grausame Straftat erfolgreich verdrängt und führt ein normales Leben. Am exakt 23. Todesstag der kleinen Pia, wiederholt sich die Tat jedoch auf erschreckende Art. Erneut verschwindet ein kleines Mädchen genau an dem Ort, an dem bereits Pia vor Jahren spurlos verschwand. Der damalige Ermittler Krischan Mittich, der den Mordfall nie aufklären konnte, ist sofort alarmiert und sieht gleich die vielen Parallelen zwischen den beiden Fällen. Obwohl er mittlerweile pensioniert ist, stürzt er sich sofort in die Ermittlungen. Zusammen mit Pias Mutter Elena, trifft ihn die Wiederholungstat mit am Schlimmsten. Doch auch die Eltern des jetzt verschwundenen Mädchens leiden unter dem Verlust ihrer Tochter…
Schauspieler
Ulrich Thomsen, Wotan Wilke Möhring, Katrin Saß, Burghart Klaußner, Sebastian Blomberg, Karoline Eichhorn, Roeland Wiesnekker, Claudia Michelsen, Oliver Stokowski, Jule Böwe, Michael Dorn, Hildegard Schroedter, Anna Lena Klenke, Kara McScorely, Melina Fabian, Amon Robert Wendel, Johannes Suhm
Filmkritik von Kathrin Lang
Nachdem der Krimi, vor allem in Deutschland, für lange Zeit auf den Bildschirm verbannt wurde, scheint das Genre nun langsam aber sicher seine Renaissance im Kino zu feiern. Nachdem die in Schweden produzierte „Millenium“- Trilogie (2009, 2010) für gefüllte Kinosäle und gute Einspielzahlen sorgte, erblickten in den darauffolgenden Monaten immer häufiger Kriminalfilme das Licht der Leinwand. „Das letzte Schweigen“ kann, wenn man so will, als Ableger der neuen Erfolgswelle betrachtet werden. Im Grunde genommen ist Baran bo Odars Debütfilm jedoch weniger ein Krimi, als ein feines Psychogramm aller an der Aufklärung eines Mordfalls beteiligten Figuren. Die Ermittlungen der Polizei werden schnell zu nur einem unter vielen Handlungssträngen, während Positionen der Opfer, der Täter und der Hinterbliebenen gleichberechtigt behandelt werden. Schnell spannt sich dadurch ein starkes Netz aus differenzierten Blickwinkeln auf einen Mordfall auf. Auch wenn „Das letzte Schweigen“ dadurch gerade zu Beginn überfrachtet wirkt und man auch im Nachhinein auf mindestens einen der Erzählstränge hätte verzichten können, gelingt es Baran bo Odar einen durchweg packenden und ergreifenden Film abzuliefern. Neben den starken Charakterdarstellungen der Mimen, ist es vor allem Baran bo Odars feines Inszenierungshändchen, das dem Film wahre Intensität verleiht. Sorgfältig fotografierte Bilder sorgen für eine tolle Ästhetik, die als stolzer Zeuge des handwerklichen Könnens des Regisseurs herhalten darf.
Imposant inszeniert und die Auswirkungen eines Mordfalls authentisch auskundschaftend, wurde aus „Das letzte Schweigen“ ein intensives Drama mit Kriminalelementen, das 120 Minuten packend und ergreifend unterhält.
"Das letzte Schweigen" basiert auf dem Bestseller „Das Schweigen“ von Jan Costin Wagner.