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Hamlet (1996)
Hamlet
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Regie
Kenneth Branagh
Drehbuch
Kenneth Branagh
Produzent
David Barron
Genre Historien-Drama FSK 12 Filmlänge 242 min Land Großbritannien, USA Kinostart 29.05.1997 DVD-Start 25.08.2007 Blu-ray-Start 20.08.2010 Verleih Warner Bros. Pictures |
Story
Noch keine zwei Monate ist der alte König unter der Erde, als sich Dänemarks Königin Gertrud mit dessen Bruder Claudius vermählt. Besonders Gertuds Sohn Hamlet, der von seinen Studien aus Wittenberg zum Begräbnis heimgeeilt ist, ist dieser Umstand ein Dorn im Auge. Als ihm sein verstorbener Vater als Geist erscheint und offenbart, dass er durch den eigenen Bruder ermordet wurde, erhält Hamlets düstere Ahnung neue Nahrung. Er ersinnt eine teuflische List, mit der er das Verbrechen des Claudius ans Licht bringen will und bringt damit unweigerlich auch großes Leid über jene die er liebt.
Schauspieler
Kenneth Branagh, Derek Jacobi, Julie Christie, Kate Winslet, Richard Briers, Nicholas Farrell, Billy Crystal, Gérard Depardieu, Charlton Heston, Jack Lemmon, Rufus Sewell, Robin Williams, Richard Attenborough, Brian Blessed, Reece Dinsdale, Ken Dodd, Ray Fearon, John Gielgud, Rosemary Harris, Ian McElhinney, Michael Maloney, John Mills, Simon Russell Beale, Timothy Spall, Judi Dench
Filmkritik von Melanie Frommholz
Denkt man an filmische Adaptionen von William Shakespeare dann fällt einem unweigerlich der Name Kenneth Branagh ein. Der in Belfast geborne Schauspieler und Filmemacher inszeniert gerne den historischen Dichterstoff mit sich selbst in der Hauptrolle und nach dem eigenen Drehbuch. Als „Henry V“ überzeugte er 1989 und in „Viel Lärm um Nichts“ war er 1993 Mittelpunkt des komödiantischen Reigens. 1996 wagte sich Branagh mit „Hamlet“ an Shakespeares wohl bekanntester Helden-Tragödie. Ihm ist eine äußerst werkgetreue Adaption gelungen, die mit opulenten Bildern und großen Schauwerten besticht und mit einer Laufzeit von vier Stunden wahrlich monumentale Ausmaße annimmt. Dennoch ist die Verfilmung des Bühnenstückes weder langatmig noch langweilig. Shakespeares mächtige und eindringliche Worte überzeugen, dank Branagh, auch in einem neuen Medium. Durch eine großartige Besetzung, die bis in die kleinste Nebenrolle mit großen Namen aufwartet, werden selbst kurze Szenen sehenswert. Billy Crystal als Totengräber, Judi Dench in einer Theatersequenz, Jack Lemmon als Torwächter – nur drei Beispiele für die Stardichte in dieser Hamlet-Adaption. In der Hauptrolle besticht Kenneth Branagh mit gewohnter Präsenz und Ausdruckstärke. Als Ophelia ist eine junge Kate Winslet zu sehen, die insbesondere in der eindringlichen Darstellung ihres Wahnsinns im Gedächtnis bleiben wird. Als Hamlets Gegenspieler und Vatermörder geht Derek Jacobi ganz in seiner Rolle auf.
In seiner Inszenierung löst sich Kenneth Branagh von starren Bühnenbildern, wählt eine modernere Umgebung für das Drama und nutzt die Möglichkeiten aus den einzelnen Akten eine zusammenhängende Geschichte zu erzählen. Der Film wird damit gefälliger als noch die düstere Interpretation von Laurence Olivier. Branagh holt mit seinem „Hamlet“ den umfangreichen Shakespeare-Stoff eindrucksvoll hinüber in die Neuzeit und wirbt in bester Weise für die zeitlose Faszination des tragischen Intrigenspiels am Dänischen Hofe. Eindrucksvoll beweist Kenneth Branagh auch mit „Hamlet“, dass er die erste Adresse ist, wenn es um Shakespeare-Adaptionen auf höchstem Niveau geht.
Wissenswertes
Hollywood brachte bereits unzählige Verfilmungen von Shakespeares wohl berühmtesten Prinzen hervor. Hier die Bekanntesten:
1948: "Hamlet" mit Laurence Olivier
1990: „Hamlet“ mit Mel Gibson
1996: „Hamlet“ von und mit Kenneth Branagh
2000: „Hamlet“ mit Ethan Hawke
Auszeichnungen
OSCAR-Nominierungen
Beste Ausstattung, Beste Kostüme, Beste Musik, Bestes Drehbuch (Adaption)
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