Hart auf Sendung

Pump Up the Volume

Filmplakat Hart auf Sendung
Regie Allan Moyle  Drehbuch Allan Moyle  Produzenten Rupert Harvey, Sandy Stern 
Genre Teeniefilm  FSK 12  Filmlänge 97 min
Land USA  Kinostart 23.05.1991  DVD-Start 14.07.2006  Verleih Concorde Film

Story

Mark Hunter ist neu im idyllischen Paradise Hill, Arizona und der Außenseiter. Nicht fähig offen auf andere Menschen zuzugehen, versucht Mark in der grauen Masse der Schüler an seiner High School unterzutauchen. Die Schule gehört zu den besten des Landes, doch keiner ahnt, mit welchen Methoden die unter den Schülern verhasste Rektorin Loretta Creswood den guten Notendurchschnitt erreicht. Der Druck auf die Schüler ist enorm. Abseits der Öffentlichkeit ist Mark weniger auf den Mund gefallen. Als „Hard Harry mit dem Harten“ prangert er die Verhältnisse an der Schule offen an, sinniert über das Leben und Sex, ruft zum Wahnsinn auf und ist mit seiner Piraten-Radiosendung längst Kult bei seinen Mitschülern. Niemand weiß wer hinter Hard Harry steckt, doch er trifft den richtigen Ton und wird so zum Sprachrohr der Teenager. Die Lehrerschaft weiß immer weniger mit der durch die Sendungen aufgeladenen Stimmung umzugehen und versucht es mit hartem Durchgreifen. Doch dann verändert der Selbstmord eines Schülers alles dramatisch. Aus Spiel wird für Mark plötzlich ernst, denn Hard Harry war der letzte, der mit ihm sprach…

Schauspieler

Hart auf Sendung Christian Slater, Samantha Mathis, Andy Romano, Scott Paulin, Annie Ross, Mimi Kennedy, Anthony Lucero, Billy Morrissette, Robert Schenkkan, Cheryl Pollak, Ellen Greene

Filmkritik von Melanie Frommholz

Melli vergibt 3 von 5 Ms Hart auf Sendung „Die Wahrheit ist ein Virus!“
Es ist fast schon ein Naturgesetz, dass sich eine junge Generation gegen die Eltern auflehnt, sich von ihnen unverstanden fühlt und den ganzen Weltschmerz am liebten ständig nach außen brüllen möchte. Es gilt die Zeit in der Todesszone „High School“ zu überleben und das erfordert ihre ganze Kraft. Regisseur und Drehbuchautor Allan Moyle erzählt in „Hart auf Sendung“ von Anpassungsdruck, Gefühls- und Hormonchaos, Erfolgsdruck und Dauerstress mit den Eltern. Sprachrohr und Mittelpunkt der Handlung ist ein junger Christian Slater, der authentisch den Spagat zwischen schüchternem Typen und coolem Radiopirat schafft und damit eine sehr überzeugende Leistung zeigt. Moyle hat ihm viele Wahrheiten in den Mund gelegt und die Generation „Null Bock auf gar nichts“ damit gut skizziert. Die Szenen, in denen Christian Slater alleine auf Sendung ist, sind kultig, unverblümt und treffen das Lebensgefühl einer Generation Teenager, die sich gegen Eltern auflehnen, die in den 68ern noch Revolutionäre waren und nun zum Establishment gehören, auf den Punkt. Leider hat es der Filmemacher jedoch versäumt um diese Sequenzen herum auch eine ansonsten starke Story zu bauen. Zu sehr ist Allan Moyle bemüht die ernsten Töne aufzulockern und auch eine lässige und witzige Geschichte zu erzählen. Er flüchtet sich dabei oft in klischeehafte Darstellungen und angesichts von Themen wie Selbstmord, in häufig oberflächliche Betrachtungen. Außerhalb von Hard Harrys Sendung ist „Hart auf Sendung“ damit nur ein netter Teeniefilm unter vielen, der die Chance verschenkt, den Dingen weiter auf den Grund zu gehen.

Wissenswertes

Hart auf Sendung Mit „Hart auf Sendung“ gelang dem damals 21jährigen Christian Slater der endgültige Durchbruch.



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