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Easy Virtue - Eine unmoralische Ehefrau
Easy Virtue
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Regie
Stephan Elliott
Drehbuch
Stephan Elliott, Sheridan Jobbins
Produzenten
Joseph Abrams, James D. Stern, Barnaby Thompson
Genre Tragik-Komödie FSK 6 Filmlänge 97 min Land Großbritannien, Kanada Kinostart 24.06.2010 DVD-Start 25.11.2010 Verleih Sony Pictures |
Story
Der Erste Weltkrieg ist vorbei und die ausklingenden 20er Jahre locken die Jugend zurück in die Welt. Auch der smarte John Whittaker reist durch die Lande und verliebt sich in Monte Carlo Hals über Kopf in die ältere Rennfahrerin Larita. Die beiden heiraten und John nimmt seine Frau unverzüglich mit auf den heimischen Landsitz nach England, um sie stolz seiner Familie vorzustellen. Auf John wartet dort ein herzliches Willkommen, doch auf seine Frau das blanke Grauen. Ihre Schwiegermutter ist mit der Frauenwahl ihres Sohnes alles andere als einverstanden und lässt keine Gelegenheit aus, Larita dies auch deutlich zu verstehen zu geben. Johns Vater, ein gebrochener Kriegsveteran, mag die Amerikanerin hingegen vom ersten Moment an. Doch der hat in dem von Frauen dominierten Hauhalt ohnehin nichts mehr zu melden. Larita versucht mit Johns Mutter und seinen beiden Schwestern warm zu werden, doch diese tun alles, um John davon zu überzeugen die falsche Wahl getroffen zu haben. Larita muss hilflos mit ansehen, wie ihre Liebe Stück für Stück demontiert wird. Doch dann erwacht ihr Kämpferherz und sie beginnt die liebe Schwiegermama mit deren eigenen Waffen zu schlagen…
Schauspieler
Jessica Biel, Ben Barnes, Kristin Scott Thomas, Colin Firth, Kimberley Nixon, Katherine Parkinson, Kris Marshall, Christian Brassington, Charlotte Riley, Jim McManus, Pip Torrens, Jeremy Hooton, Maggie Hickey, John Warburton
Filmkritik von Melanie Frommholz
Dem Australier Stephan Elliott ist mit „Easy Virtue - Eine unmoralische Ehefrau“ ein unterhaltsamer Film gelungen, der sich gekonnt zwischen heiteren und nachdenklichen Momenten einpendelt. Das puritanische und in seinen Traditionen verhaftete England trifft auf das junge und moderne Amerika. Mit Kristin Scott Thomas und Jessica Biel konnte der Filmemacher, der auch das Drehbuch mitschrieb, zwei herrlich souverän agierende Galionsfiguren gewinnen. Von Scott Thomas war man schon in der Vergangenheit starke Auftritte gewohnt und auch hier enttäuscht sie als biestiges Familienoberhaupt nicht eine Minute. Eine positive Überraschung ist Jessica Biel als ihre „Widersacherin“. Sie ergreift die Gelegenheit beim Schopf einmal mehr zu sein, als nur das schmückende Beiwerk und gibt den Gegenpart ausdruckstark und glamourös. Dieses besondere „Sittengemälde“ vervollständigen die egozentrischen Nebenrollen, bei denen Colin Firth als zynischer Vater und Kris Marshall als Butler eindeutig die Nase vorne haben. Marshall dürfte vielen noch aus „Tatsächlich… Liebe“ als naiver Colin Frissell in Erinnerung sein, der mit einem Rucksack voller Kondome Wisconsin eroberte.
Good old England meets brand new America: Stephan Elliott beginnt seinen Film mit viel Witz, in dem er mit den Klischees über die angeblich so gegensätzlichen gesellschaftlichen Werte und Lebensweisen spielt. Doch je mehr die Fassade der Charaktere bröckelt, desto ernster und melancholischer wird der Ton des Films. Elliott hält jedoch die Balance und widersteht der Versuchung aus „Easy Virtue - Eine unmoralische Ehefrau“ ein schwülstiges Drama zu machen. Er verabschiedet sich nach kurzweiligen 97 Minuten mit einem bittersüßen Ende und einem ironischen Augenzwinkern von seinen Zuschauern.
Wissenswertes
"Easy Virtue - Eine unmoralische Ehefrau" basiert auf dem gleichnamigen Theaterstück von Noël Coward aus dem Jahr 1924. Die erste Verfilmung stammt aus dem Jahr 1928 und wurde von Regisseur Alfred Hitchcock inszeniert.
Kristin Scott Thomas wurde für ihre Rolle der "Mrs. Whittaker" für den British Independent Film Award und den London Critics Circle Film Award als beste Nebendarstellerin nominiert.
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