Aktuell im Kino
Demnächst im Kino
- 16.2.
- Der Ruf der Wale
- 16.2.
- Extrem laut und unglaublich...
- 16.2.
- Gefährten
- 16.2.
- Yoko
- 23.2.
- Ghost Rider: Spirit of Ven...
- 23.2.
- Glück
- 23.2.
- In the Land of Blood and...
- 23.2.
- Safe House
- 23.2.
- Young Adult
- Zu den Kinostarts
Moviesection.de unterstützt PETA
Gainsbourg - Der Mann, der die Frauen liebte
Gainsbourg (vie héroïque)
|
Regie
Joann Sfar
Drehbuch
Joann Sfar
Produzenten
Marc Du Pontavice, Didier Lupfer
Genre Biopic FSK 12 Filmlänge 121 min Land Frankreich, USA Kinostart 14.10.2010 DVD-Start 14.04.2011 Verleih Prokino |
Story
Serge Gainsbourg, der als Lucien Ginsburg das Licht der Welt erblickte, hat mit seinem Schaffen nicht nur die französische Musikszene maßgeblich geprägt. Der vielseitig begabte Künstler mit der eindrücklichen Visage war ein begabter Maler, inspirierte aber auch die Filmlandschaft. Ein Allroundgenie, das die Frauen verführte, und das die Provokation liebte. Doch Gainsbourg war nicht immer der, als den ihn die Öffentlichkeit kannte. Als Sohn russisch-jüdischer Einwanderer hatte er während des Zweiten Weltkrieges die Nazi-Schergen zu fürchten und als junger Poet auf der Suche nach seinen Fertigkeiten als Maler war er schüchtern und unbeholfen. Joann Sfar begibt sich in seinem Film auf eine spannende Spurensuche nach dieser facettenreichen, schillernden Persönlichkeit.
Schauspieler
Éric Elmosnino, Lucy Gordon, Laetitia Casta, Doug Jones, Anna Mouglalis, Razvan Vasilescu, Kacey Mottet Klein, Philippe Katerine, Mylène Jampanoï, Deborah Grall
Filmkritik von Melanie Frommholz
Wie fängt man das Leben einer schillernden Persönlichkeit wie der des französischer Chansonnier Serge Gainsbourg unterhaltsam und doch umfassend ein? Die Antwort des Filmemachers Joann Sfar auf diese Fragen lautet: Gar nicht! Mit seinem Regie- und Drehbuchdebüt geht der französische Comiczeichner den mutigen Weg der Spotlights und greift die wichtigsten Stationen aus dem Leben des Künstlers heraus, um sie näher zu beleuchten. Sfar, der hier sein eigenes Graphic Novel verfilmte, zeigt uns dabei den Kette rauchenden genialen Pianisten genauso wie den unsicheren Privatmann, den Frauenverführer und das altkluge Kind. Obwohl das Biopic damit keinen Anspruch auf Vollständigkeit erheben kann, gelingt es Joann Sfar doch einen glaubwürdigen Blick hinter die öffentliche Fassade des Provokateurs zu werfen und die fragile Künstlerseele sichtbar zu machen. Gewöhnungsbedürftig dabei ist jedoch der surreal anmutende Ansatz Gainsbourg mit seiner „Fresse“ Zwiegespräche führen zu lassen. Sein in seiner Hässlichkeit überzeichnetes Alter Ego irritiert zunächst. Überraschenderweise fügt sich das Stilmittel im Verlauf des Films dann aber doch noch gut in die Handlung ein. Wir begleiten den rastlosen Musiker durch Phasen des Glücks und durch die Lebenstäler und kommen ihm dabei emotional erstaunlich nahe. Das dies gelingt, liegt eindeutig an der genialen Leistung des Schauspielers Eric Elmosnino, der Gainsbourg wie eine zweite Haut trägt und vergessen lässt, dass er eigentlich eine Rolle spielt. Der Mime wurde für diese phantastische Leistung zu Recht mit dem französischen Filmpreis César geehrt.
Unterlegt mit den Chansons des Singer-Songwriters ist „Gainsbourg – Der Mann, der die Frauen liebte“ ein etwas andere Biopic geworden, auf dessen Sprache mach sich zweifellos einlassen muss. Joann Sfar ist dennoch ein innovatives und sehenswertes Debüt gelungen, das einem Serge Gainsbourg musikalisch wie menschlich näher bringt.
Wissenswertes
Serge Gainsbourg wurde am 2. April 1928 in Paris geboren. Er starb dort 1991 an einem Herzinfarkt. Ihm werden zahlreiche Affären mit bekannten Damen der französischen Musikbranche nachgesagt. Unter anderem hatte er ein Techtelmechtel mit Brigitte Bardot. Gainsbourg war zwei drei Mal verheiratet, unter anderem mit der englischen Schauspielerin Jane Birkin. Er hatte vier Kinder. Seine Tochter mit Jane Birkin, Charlotte, ist ebenfalls Schauspielerin.
| Besucherbewertung |
|---|
