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Cowboys & Aliens
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Regie
Jon Favreau
Drehbuch
Alex Kurtzman, Roberto Orci, Damon Lindelof, Mark Fergus, Hawk Ostby
Produzenten
Brian Grazer, Ron Howard, Alex Kurtzman, Damon Lindelof, Roberto Orci, Scott Mitchell Rosenberg
Genre Comic-Verfilmung FSK 12 Filmlänge 119 min Land USA Kinostart 25.08.2011 DVD-Start 13.01.2012 Blu-ray-Start 13.01.2012 Verleih Paramount Pictures |
Story
1873, mitten in der Wüste der USA: Jake Lonergan schreckt in der Mittagssonne hoch, bemerkt sofort eine seltsame, aus Metall geschmiedete Armfessel an seinem Handgelenk und kann sich an nichts erinnern – nicht einmal an seinen Namen. Dumm nur, dass sich der Sheriff im nahegelegenen Absolution sehr genau an Jakes Gesicht und an seinen Namen erinnern kann. Er nimmt ihn fest, als sich Jake mit dem reichen Söhnchen von Colonel Dolarhyde angelegt hat. Doch damit beginnen die Probleme erst. In der Nacht, in der Jake nach Santa Fe verlegt werden soll, bricht über der Kleinstadt die Hölle aus. Lichter zucken, Blitze schlagen in die Erde ein, Menschen verschwinden spurlos. Jake weiß nicht wie, aber er reagiert und schießt mithilfe seiner Armfessel auf die fliegenden Maschinen am Himmel. Damit beginnt der Krieg zwischen dem Wilden Westen und den vernichtenden Aliens mitten in der Wüste...
Schauspieler
Daniel Craig, Harrison Ford, Abigail Spencer, Buck Taylor, Olivia Wilde, Sam Rockwell, Matthew Taylor, Cooper Taylor, Clancy Brown, Paul Dano, Chris Browning, Adam Beach, Ana de la Reguera, Noah Ringer, Brian Duffy
Filmkritik von Thomas Ays
Hier kommt sie, die Kino-Sommer-Enttäuschung 2011.
Regisseur und Produzent Jon Favreau hat sich in den letzten Jahren vor allem mit und durch "Iron Man" und dessen Fortsetzung einen Namen und Comic-Verfilmungsfans auf der ganzen Welt glücklich gemacht. Nun kommt sein neuster Streich in die Kinos. Ein Mix aus Good-Old-Western und Science-Fiction. Eine interessante Mischung, doch: Funktioniert sie auch? Diese Frage gilt es ganz leicht zu beantworten: Nein. Nicht, weil sich diese beiden schwierigen Genres nicht zu mischen eignen würden, lediglich im speziellen Fall von "Cowboys & Aliens" muss man diese Frage ganz klar und mit Nachdruck verneinen.
Jon Favreau und seine fünf (!) Drehbuchautoren gehen in diesem Fall keine sonderlich erfolgreiche Zusammenarbeit ein. Favreau gelingt es innerhalb seiner Inszenierung lediglich optisch zu überzeugen, er schafft es nicht, Spannung zu erzeugen und den Zuschauer an die Ereignisse zu fesseln, ganz im Gegenteil. In den ersten 1,5 Stunden des Films (Gesamtlänge: 2 Stunden) muss man regelrechte Gähnattacken überstehen, ehe das Ende erreicht ist. Auch komisch wird es definitiv zu selten. Nur die zwei Dispute ganz am Anfang zwischen Daniel Craig und Paul Dano sind sehr, sehr witzig, den Rest des Films wird sich eindeutig viel zu ernst und vor allem viel zu wichtig genommen. Dabei hätte eine Portion echte Coolness den Figuren und dem Film insgesamt gar nicht mal so schlecht gestanden.
Wir sind noch nicht am Ende der Mängelliste angekommen. "Cowboys & Aliens" hat neben dem fehlenden Witz und der nicht aufzufindenden Spannung auch schwere Logikschwächen zu bieten, die an den Nerven des Zuschauers zerren und zu unfreiwilliger Komik führen. Schwerwiegend kommt noch hinzu, dass auch die Figurenzeichnung hinkt und man außer Sam Rockwell als Doc eigentlich niemanden so richtig ernst nehmen kann. Woodrow Dolarhyde (Harrison Ford) mausert sich innerhalb der Geschichte vom griesgrämigen Menschenfeind zur sensiblen Vaterfigur, Jake Lonergan (Daniel Craig) verliebt sich, was das Zeug hält, was seine Vergangenheitsgeschichte vollkommen unglaubwürdig macht und Ella Swenson (Olivia Wilde) ist figurentechnisch auch nicht der große Wurf. Die Schauspielerleistungen sind ebenfalls lediglich durchschnittlich. Nur Daniel Craig schafft es eine aus dem Cast herausragende Leistung zu zeigen. Nicht viel, aber immerhin etwas positives an diesem Streifen.
Mit "Cowboys & Aliens" hat der vielversprechende Filmemacher Jon Favreau keinen großen Wurf gelandet und im Grunde seinen Streifen gründlich in genau den Sand gesetzt, in dem der Film spielt. Die Geschichte ist hanebüchen, die Figuren unglaubwürdig und die Schauspieler durchschnittlich. Lediglich optisch ist aus diesem wilden Mix aus Western und Science-Fiction etwas geworden. Den Rest gilt es schulterzuckend zu entsorgen – das war nichts.
Wissenswertes
"Cowboys & Aliens" wurde im englischen Original mit deutschen Untertiteln gesehen und bewertet.
Der Film basiert auf der gleichnamigen Comic-Buch-Reihe von Scott Mitchell Rosenberg, der hier auch als Produzent und Co-Autor an Bord war.
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