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Regie
Billy Wilder
Drehbuch
Billy Wilder, I.A.L. Diamond
Produzent
Billy Wilder
Genre Komödie FSK 6 Filmlänge 119 min Land USA Kinostart 26.12.1964 DVD-Start 22.06.2004 Verleih MGM |
Story
Weltstar "Dino" Martin strandet ausgerechnet im Provinznest Climax, Nevada. Die selbsternannten "Starkomponisten" Orville und Barney wittern ihre große Chance und sabotieren Dinos' Auto, damit der Charmeur eine Nacht in Orvilles' Haus übernachten muss. So wollen sie Dino ihre Songs schmackhaft machen, was natürlich einen raffinierten Plan erfordert. Dem Casanova soll mit einigen Drinks und einer üppigen Blondine aus dem nahegelegenen Bordell so eingeheizt werden, dass er die Songs der beiden Traumtänzer abkauft. Doch trotz der Belohnung ist "Pistolen-Polly" dem biederen, aber bodenständigen Orville eher zugetan als dem großspurigen Entertainer, was zu erheblichen Verwicklungen und Komplikationen mit Orvilles Gattin führt, die ihrerseits für die Bewunderung ihres Jugendschwarms Dean Martin keinen Hehl macht...
Schauspieler
Dean Martin, Kim Novak, Ray Walston, Felicia Farr, Cliff Osmond, Barbara Pepper, Doro Merande, Bobo Lewis, James Ward
Filmkritik von Achim Lay
Billy Wilders Hommage an die legendären Screwball-Komödien der 30er und 40er Jahre mag nicht die Klasse seiner Meisterwerke "Manche mögens heiß" oder "Das Appartment" haben. Dennoch sprüht sein Film vor augenzwinkerndem Humor und ist mit der hinreißenden Kim Novak und "Rat Pack"-Mitglied Dean Martin ebenso charmant wie hochkarätig besetzt. Dean Martin parodiert mit italienischem Temperament und einer gewaltigen Portion Selbstironie sein Image als Playboy mit Vorliebe für scharfe Kurven und hochprozentige Getränke. Die Novak gewinnt die Herzen des Publikums als Vorläuferin einer Julia Roberts in der Rolle der "Nutte mit Herz", die hier den Beweis erbringt, dass man nicht magersüchtig sein muss, um die Leinwand zu verzaubern.
Wilders Film enthält durchaus kritische Untertöne. Er begegnet den bonbonfarbenen, "heile Welt" vortäuschenden, aber äußerst weltfremden Komödien der 50er Jahre mit dieser beißenden Satire, die in nüchternen Schwarz-Weiß-Bildern und anzüglichen Dialogen der Prüderie jener Zeit den Garaus macht. Bei allem formalen Realismus trägt die turbulente Komödie unzweifelhaft die Handschrift Wilders, ist gut strukturiert und glänzt mit einigen eingängigen Songs von George und Ira Gershwin.
Der Streifen erbringt einmal mehr den Beweis, dass ein wirklich großer Regisseur keinen schlechten Film drehen kann. Liebenswerte Charaktere und zwei Stunden gute Laune sind für Nostalgiker garantiert.
Der Film sollte nach Möglichkeit in der englischen Originaltonspur gesehen werden, um die vielen Songs genießen zu können und der teilweise dümmlichen Synchronisation aus dem Weg zu gehen.