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Red Riding Hood
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Regie
Catherine Hardwicke
Drehbuch
David Johnson
Produzenten
Leonardo DiCaprio, Michael Ireland, Jennifer Davisson Killoran, Alex Mace, Julie Yorn
Genre Fantasy FSK 12 Filmlänge 100 min Land USA Kinostart 21.04.2011 DVD-Start 02.09.2011 Verleih Warner Bros. Pictures |
Story
Das Dörfchen Daggorhorn liegt fern ab der großen Stadt am Rand des düsteren Waldes. Gehört hat man dennoch von ihm. Seit Generationen wird der kleine Ort bei Vollmond von einem finsteren Wolf heimgesucht, den die verängstigten Dorfbewohner mit Opfergaben versuchen milde zu stimmen. 10 Jahre sind so in relativem Frieden vergangen, doch nun hat der Wolf wieder zugeschlagen und die junge Lucie getötet. Daggorhorn ist in Aufruhr und die Männer des Dorfes wollen dem Wolf nun endgültig den Gar ausmachen. Mitten im Zentrum der Aufregung ist Lucies Schwester Valerie, die ihr Herz an den Holzfäller Peter verloren hat und nun aber dem reichen Schmidsohn Henry versprochen wurde. Beide jungen Männer ziehen mit aus, auf die Wolfsjagd mit ungewissem Ausgang, die ihr aller Leben für immer verändern wird.
Schauspieler
Amanda Seyfried, Shiloh Fernandez, Gary Oldman, Max Irons, Julie Christie, Billy Burke, Lukas Haas, Virginia Madsen, Michael Shanks, Cainan Wiebe, Michael Hogan, Darren Shahlavi, Matt Ward, Lauro Chartrand, Jen Halley, Adrian Holmes, Max Irons, Cole Heppell, Carmen Lavigne, Alexandria Maillot
Filmkritik von Melanie Frommholz
Das Märchen „Rotkäppchen“ gehört zu den Klassikern aus dem Hause der Gebrüder Grimm. Das rotgewandete, tapfere Mädchen mit dem Korb haben wohl die meisten von uns in ihrer Kindheit nicht nur einmal auf seinem Weg zur Großmutter durch den düsteren Wald begleitet. Doch taugt der Stoff, aus dem Kinderalbträume sind, auch für gepflegte Gruselunterhaltung für den heutigen abgebrühten Teenager? Man war im Vorfeld geneigt der filmischen Neuinterpretation entweder den totalen Absturz oder aber den absoluten Überraschungserfolg zu prophezeien. Das Gespann aus „Twilight“-Regisseurin Catherine Hardwicke und Drehbuchautor David Johnson setzte auf eine Mischung aus romantischer Love-Story und düsteren Gothic-Elementen, mit einem Schuss Horror und der Trailer war entsprechend vielverspechend. Im Ergebnis ist „Red Riding Hood“ zwar kein Absturz, aber eben auch keine positive Überraschung geworden und bleibt in einem halbgaren „Dazwischen“ hängen.
Gerade zu Beginn setzte Filmemacherin Hardwicke stark auf klischeehafte Bilder, die alle schreien, dass einen hier eine romantische Horror-Fantasy-Geschichte erwartet. Doch Optik ist eben nicht alles und die dazugehörige düstere Atmosphäre lässt zunächst auf sich warten. Catherine Hardwicke lässt sich wenig Zeit mit der Einführung der Figuren und der Vorgeschichte des vom Wolf heimgesuchten Dorfes. Die Geschichte kämpft so gerade in der ersten Filmhälfte mit der fehlenden erzählerischen Kraft und der Schaffung einer bedrohlichen Grundstimmung. Von Beginn überzeugend ist lediglich die Liebesgeschichte zwischen „Rotkäppchen“ Valerie und dem Holzfäller Peter. Warum Amanda Seyfried in den Armen von Newcomer-Schnittchen Shiloh Fernandez schmilzt, muss nicht lange gefragt werden. Diese Glutaugen setzen sicherlich nicht nur ein weibliches Herz vor der Leinwand in Flammen. Zwischen diesen beiden Jungschauspielern stimmt die Chemie!
Mit dem routinierten Spiel von Gary Oldman als fanatischem Werwolfjäger Solomon und Julie Christie als wunderbar undurchsichtiger Großmutter erhält „Red Riding Hood“ ab der Mitte dann aber doch noch dunkle Würze. Die Geschichte fesselt nun mit einem guten Timing, Undurchsichtigkeit und auch die vermisste düstere Atmosphäre stellt sich ein. Nun macht die Mischung aus Werwolfjagd und Romantik Laune bis zum stimmigen Ende.
Neuinterpretation ja, aber wie anfangen? „Red Riding Hood“ bietet zwar eine interessante neue Sichtweise einer altbekannten Geschichte, doch die Inszenierung braucht zu lange, um die atmosphärische Dichte und die dazugehörige Bedrohlichkeit zu erzeugen, die einen von Beginn an in den Kinosessel gebannt hätte.
Catherine Hardwicke inszenierte 2008 den ersten Teil der Biss-Filme „Twilight - Biss zum Morgengrauen“.
