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Jorinde und Joringel (TV)
Jorinde und Joringel
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Regie
Bodo Fürneisen
Drehbuch
Nicolas Jacob, Olaf Winkler
Produzenten
Finn Freund, Alexander Gehrke
Genre Märchen FSK 6 Filmlänge 60 min Land Deutschland, 2011 DVD-Start 17.11.2011 Verleih rbb |
Story
Jorinde und Joringel lieben sich und wollen heiraten, doch Jorindes Vater ist von der Wahl seiner Tochter wenig begeistert. Für ihn ist Joringel ein Tunichtgut, der nichts taugt. Das Liebespaar beschließt zu fliehen und versteckt sich im Wald. Doch hier herrscht die böse Zauberin. Sie entführt Jorinde und versucht ihr einreden, dass Joringel sie nur enttäuschen wird und sie gar nicht richtig liebt. Doch Jorinde glaubt an ihre große Liebe und ist sich sicher Joringel wird sie befreien. Tatsächlich ist dieser bereits dabei sie zu suchen. Er setzt all seine Hoffnung ist eine Zauberblume, die ein raffgieriger Raubritter in seinem Besitz hat. Joringel versucht die Blume zu stehlen...
Schauspieler
Jonas Nay, Llewellyn Reichmann, Katja Flint, Uwe Kockisch, Volker Michalowski, Mika Seidel, Roman Leitner, Leonie Renée Klein
Filmkritik von Melanie Frommholz
Gerade zu Weihnachten ist Märchen Trumpf im Fernsehen. Das hat die ARD seit einigen Jahren erkannt und beschenkt uns seither Jahr für Jahr mit tollen und liebevoll inszenierten Neuverfilmungen bekannter Märchen. Im Rahmen der Reihe „Der Märchenfilm“ brachte uns der öffentlich-rechtliche Sender zu Weihnachten 2011 vier Neuverfilmungen der Grimm’schen Märchen ins Fernsehen.
„Jorinde und Joringel“ gehört zu den eher unbekannten Märchen aus dem Fundus der Grimm-Brüder. Wie so oft geht es auch hier um die wahre Liebe, die alle Grenzen und alles Böse besiegt. Immer wieder eine schöne Botschaft. Der Schlosspark Petzow in Brandenburg sowie Burg Falkenstein, Burg Querfurt und Kloster Memleben in Sachsen-Anhalt bildenden den optischen und besonders stimmungsvollen Rahmen für die Neuverfilmung, die unter der Federführung des rbb entstand. Wie bei allen bisherigen Märchenfilmen ist die Ausstattung auch hier wieder gelungen. Auch die Besetzung ist gut ausgewählt. Katja Flint als böse Zauberin und Uwe Kockisch als Raubritter wissen zu überzeugen und die junge Garde Llewellyn Reichmann und Jonas Nay sind ein süßes Liebsprächen. An ihnen liegt es nicht, dass man „Jorinde und Joringel“ als streckenweise einfach zu langatmig empfindet. Es liegt an der Adaption von Nicolas Jacob und Olaf Winkler, die dem Drehbuch zu wenig Action in die Seiten geschrieben haben. Zwar ist ihre Neuinterpretation der Zauberblume stimmig, aber Joringels Abenteuer und der Ausgestaltung der bösen Zauberin hätte eine Portion mehr Pfeffer und Boshaftigkeit gut gestanden. Regisseur Bodo Fürneisen macht aus der Vorlage mit seiner Inszenierung zudem nur nette aber keine packenden 60 Minuten. Die Dramatik der Geschichte gerät so zu sehr in den Hintergrund. Gerade mit Blick auf die starke Konkurrenz ist „Jorinde und Joringel“ nur ein durchschnittlicher Märchenfilm geworden.
Wissenswertes
Die ARD sendete 2011 vier Neuverfilmungen von Märchen der Gebrüder Grimm:
Jorinde und Joringel
Aschenputtel
Die Sterntaler
Die zertanzten Schuhe
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