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Ein Sommer in New York - The Visitor
The Visitor
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Regie
Thomas McCarthy
Drehbuch
Thomas McCarthy
Produzenten
Michael London, Mary Jane Skalski
Genre Drama FSK 0 Filmlänge 108 min Land USA, 2007 Kinostart 14.01.2010 DVD-Start 19.08.2010 Blu-ray-Start 19.08.2010 Verleih Ascot Elite |
Story
Walter Vale unterrichtet am städtischen College in Connecticut und ist seit dem Tod seiner Frau nicht nur von sich und seinem Leben, sondern vor allem von seiner Arbeit total gelangweilt. Seit zwanzig Jahren hält er identische Vorlesungen und versucht sich erfolglos im Klavierspielen.
Als er dazu gedrängt wird, in New York einen Vortrag zu halten, stemmt sich Walter regelrecht dagegen. Doch es hilft nichts. Er muss fahren und das irgendwie hinter sich bringen. Ein Wink des Schicksals, wie sich zeigen wird.
In seiner New Yorker Wohnung, die er seit Jahren nicht mehr besucht hat, leben Tarek Khalil und sein Freundin Zainab. Ein zwielichtiger Bursche hat das Leerstehen der Wohnung für sich genutzt und sie einziehen lassen. Walter und Tarek sind sich sehr schnell sympathisch und bilden, gemeinsam mit Zainab, eine zweckmäßige Wohngemeinschaft – bis die beiden etwas Neues haben. In den kommenden Tagen bringt der junge Syrer dem Professor das Trommeln bei, was bei Walter eingeschlafene Lebensfreuden zu wecken scheint. Doch dann wird Tarek verhaftet. Weil er illegal in den USA ist, droht ihm die Abschiebung. Walter überlegt nicht lange und schaltet einen Anwalt ein. Doch der Kampf wird schwierig…
Schauspieler
Richard Jenkins, Haaz Sleiman, Danai Gurira, Hiam Abbass, Marian Seldes, Maggie Moore, Michael Cumpsty, Bill McHenry, Richard Kind, Tzahi Moskovitz, Amir Arison, Neal Lerner
Filmkritik von Thomas Ays
Richard Jenkins ist eine Ausnahmeerscheinung. Auch in „Ein Sommer in New York - The Visitor“ zeigt sich wieder, wie einzigartig dieser Mann in eine für ihn absolut maßgeschneiderte Rolle passt. Leicht, frei und unschuldig spielt er seine Hauptrolle, die zu tragen er zu jeder Minute des Films absolut in der Lage ist. Nicht umsonst gab es eine OSCAR-Nominierung als bester Hauptdarsteller. Grandios! Auch seine drei Nebendarsteller Haaz Sleiman (Tarek), Danai Gurira (Zainab) und Hiam Abbass (Mouna) spielen ihre Figuren mit der nötigen Kraft.
Regisseur und Drehbuchautor Thomas McCarthy erzählt seine Geschichte vollkommen unaufgeregt. Ein wenig zu wenig von allem vielleicht. Oftmals wünscht man sich ein wenig mehr Emotion, Ausdruck und Leidenschaft in Dialogen und Inszenierung. Auch die Botschaft hätte klarer vermittelt werden müssen. Ist man nun als Muslim ohne Pass in den USA gleich ein Terrorist? Wie hat sich die Politik nach dem 11. September 2001 verändert? McCarthy kratzt nur an der Oberfläche, ohne wirklich Stellung zu beziehen. Ein „No-Go“ eines solchen Films.
Dennoch ist aus „Ein Sommer in New York - The Visitor“ ein ruhiger und, dank des Hauptdarstellers, auch sehenswerter Film über die Abschiebung Unschuldiger in den USA geworden. Mit ein wenig mehr Emotion hätte es vielleicht zu einem echt starken Drama gereicht.
"Ein Sommer in New York - The Visitor" wurde bereits 2007 gedreht.