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Wasser für die Elefanten
Water for Elephants
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Regie
Francis Lawrence
Drehbuch
Richard LaGravenese
Produzenten
Gil Netter, Erwin Stoff, Andrew R. Tennenbaum
Genre Drama FSK 12 Filmlänge 114 min Land USA Kinostart 28.04.2011 DVD-Start 30.09.2011 Blu-ray-Start 30.09.2011 Verleih 20th Century Fox Germany |
Story
Es hätte der erste Tag seine neuen Lebens sein sollen, doch dann kommen die Eltern des Tiermedizinstudenten Jacob Jankowski am Tag seiner Abschlussprüfungen auf tragische Weise ums Leben. Der junge Mann steht plötzlich vor dem Nichts und auf der Straße. Wir schreiben das Jahr 1931 und Amerika ächzt unter der Last der Wirtschaftskrise. Eines Nachts springt Jacob auf dem Weg ins Nirgendwo einfach auf einen fahrende Zug auf. Nicht irgendeinen Zug hat das Schicksal da für ihn ausgesucht, sondern den Zug von Zirkusdirektor August Rosenbluth. Der nimmt ihn als Tierarzt unter Vertrag und schon bald wird die Pflege der Elefantendame Rosie zum Prüfstein seiner jungen Arztkarriere. Rosie bringt ihn auch näher mit der Kunstreiterin Marlena zusammen und beide entdecken ihre Gefühle für einander. Doch Marlena ist Augusts Frau und dieser wacht eifersüchtig über jeden ihrer Schritte.
Schauspieler
Robert Pattinson, Reese Witherspoon, Christoph Waltz, Hal Holbrook, Jim Norton, Paul Schneider, Mark Povinelli, Tim Guinee, Dan Lauria, Ken Foree, Stephen Taylor, Ken Foree, Scott MacDonald, James Frain
Filmkritik von Melanie Frommholz
Dem Kessel der Dampflok entweicht ein letztes Pfeifen, die Türen der Waggons springen auf und plötzlich erfüllt ein Duftgemisch aus Sägespäne, Pferdemist und Theaterschminke die Luft: Der Zirkus ist in der Stadt. Vor dem Hindergrund eines fahrenden Lebens zwischen Vagabundenromantik, harter Arbeit und gewalttätiger Realität hat die Romanautorin Sara Gruen mit „Wasser für die Elefanten“ eine Liebesgeschichte gesponnen, die tausende Leserherzen höher schlagen ließ. Kein Wunder also, dass der Stoff aus dem Mädchenträume sind, auch den Weg auf die große Leinwand fand. Regisseur Francis Lawrence, der im Vorfeld eher dunkle Streifen wie „Constantine“ oder „I am Legend“ realisierte, inszeniert die dramatische Romanze optisch ansprechend, mit stilvoller Ausstattung und mit einem guten Blick für die Welt der Manege. So verheimlicht „Wasser für die Elefanten“ nicht, dass die Tiere hier letztlich nur Dinge sind, die funktionieren müssen und die notfalls mit der nötigen Härte und roher Gewalt zum Auftritt getrieben werden. Ein harter Blick hinter die Kulissen abseits glitzernder Kostüme. Doch das alles ist letztlich nur der Hintergrund für eine große Liebesgeschichte. Der Filmemacher hatte mit den beiden OSCAR-Preisträgern Christoph Waltz und Reese Witherspoon, sowie „Twilight“-Schnuckel Robert Pattinson ein echtes Staraufgebot in den Hauptrollen zur Hand.
Christoph Walz als jähzorniger und charismatischer Zirkusdirektor August bleibt jedoch der Einzige, der seine volle Ausdruckstärke abzurufen vermag. Reese Witherspoon und Robert Pattinson füllen ihre Part zwar solide aus, doch bei Witherspoon vermisst man das letzte Strahlen und auch Pattinson reicht nicht an jene zwingende Präsenz heran, mit der er noch in „Remember me“ so eindrucksvoll die Handlung trug. Hinzu kommt, dass es zwischen den beiden Stars nicht funkt. Vergeblich wartet man auf den Zauber des Augenblicks, das Prickeln, wenn beide ihre Gefühle für einander entdecken und der Liebesfunken auch für den Zuschauer greifbar entfacht wird.
Francis Lawrence scheint bei den „härteren“ Filmstoffen eher zu Hause zu sein, gelingen ihm doch die realistischen Aspekte der Geschichte weit besser als die atmosphärisch dichte Inszenierung der Liebesgeschichte. Mit Reese Witherspoon und Robert Pattinson als Dreh- und Angelpunkt ist diese dramatische Romanze nur handwerklich solide, bleibt aber ohne den Zauber des Besonderen. Ein großes „Schade“ prangt da am Kassenhäuschen, hatten wir uns doch auf eine große und intensive Love-Story gefreut.
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Kommentare
Antonietta schreibt am 31.05.11, 22:28
Zirkustiere sind Zeit ihres Lebens zu einem jämmerlichen Dasein verurteilt. Zum einen wird ihnen in den engen und reizarmen Haltungssystemen ein auch nur annähernd artgerechtes Leben verwehrt. Natürliche Verhaltensweisen, wie zum Beispiel der Bewegungsdrang, können nicht ausgelebt werden. Dadurch leiden viele Tiere an schwerwiegenden Verhaltensstörungen. Zum anderen werden sie gegen ihre Würde zu lächerlichen Kunststückchen gezwungen, die im schlimmsten Fall auch noch körperliche Schäden nach sich ziehen.
Der Film basiert auf dem gleichnamigen Roman von Sara Gruen.
